Japanisch schreiben lernen: Kanji

Bereits im letzten Monat hatte ich zu dem Thema einen Beitrag geschrieben.
Heute geht es um die fortgeschrittene Variante: Nach den Hiragana und Katakana sind dieses Mal die Kanji dran.
Dabei geht es darum, wie ich einen Weg für mich gefunden habe, sie zu lernen.

Bis auf das Titelbild lassen sich übrigens alle Bilder durch Anklicken vergrößern.

Die Grundlagen dazu habe ich in einem Kurs gelernt, was einiges vereinfacht hat, denke ich.
Unter anderem wurden uns damals Anleitungen für die Strichreihenfolge mitgegeben. Daher kann ich mittlerweile die meisten Kanji schreiben, wenn ich sie vor mir liegen habe, ohne sie zu kennen (es gibt durchaus einige, die abweichen, aber auf das Gros trifft es zu). Ich habe bislang leider keine Seite online gefunden, auf der dies aufgelistet ist, sonst würde ich sie verlinken.
In diesem Semester haben wir die ersten 100 Kanji lesen und schreiben gelernt.

In dem fortführenden Kurs im darauffolgenden Semester ging es dann viel zügiger weiter. 400 weitere Kanji standen auf dem Plan. Sie waren kategorisiert und mit den Darstellungen, wie sie entstanden sind, versehen. Dazu gab es die Übersetzungen sowie kun- und on-Lesung. Aber wir mussten diese nicht auswendig lernen und den Großteil habe ich recht schnell danach wieder vergessen.

Anschließend folgten viele Jahre, in denen ich kaum Kanji geschrieben habe, weil ich nie ein System gefunden habe, das für mich funktionierte.

2015 konnte ich endlich wieder am Unterricht teilnehmen. Der an meinen vorigen Kurs anschließende stand auf dem Plan und ich habe mich angemeldet. Zwischenzeitlich musste ich zwar feststellen, dass sie teils hinter meinem alten Wissensstand her waren, aber nach der langen Pause war das in Ordnung. Okay, es gibt immer noch wenigstens zwei Grammatikformen, die ich bis 2009 gelernt hatte, die wir seit 2015 noch gar nicht behandelt haben, aber da ist halt einiges in der Konzeption geändert worden, wie es aussieht.
Ebenso behandeln wir im Unterricht keine Kanji, weil dafür einfach die Zeit fehlt.

Deswegen habe ich irgendwann meinen Dozenten gefragt, ob er Material für mich hätte, mit dem ich lernen kann. Das konnte gern etwas sein, wie es im Unterricht in Japan verwendet wird.
Er hat mir dann wochenweise Kopien mitgebracht.
Darauf befanden sich Sätze mit Lücken, die durch passende Kanji zu füllen waren, die Lesung dafür daneben stehend. Im Anhang waren die Auflösungen dazu. Alles bei der 1. Klasse beginnend.

Durch das, was ich im Kanji-Grundlagenkurs gelernt hatte, kam ich mit dem Stoff der 1. Klasse auch ziemlich gut zurecht.
Der erste Anlauf war nicht sehr gut, das ist er auch später nie geworden (also bei allen folgenden Jahrgängen), aber für die Kanji der 1. Klasse hat es mir gereicht, mir die Auflösungen im Anschluss anzuschauen, zu verstehen, was gemeint war und dann hat es beim nächsten Mal funktioniert. Am inhaltlichen Verständnis scheitere ich im ersten Anlauf ohnehin meistens.

Ab der 2. Klasse kamen aber auch Vokabeln hinzu, die ich einfach nicht kannte und dadurch nicht korrekt oder gar nicht ausfüllen konnte. Der Schwierigkeitsgrad steigt natürlich mit jeder Klassenstufe.

2016 hatte ich noch mal für ein Jahr keinen Unterricht, weil die vorigen zwei Semester wiederholt wurden. Deswegen hat mein Dozent mir damals das gesamte Material bis einschließlich der 6. Klasse geschickt.
Ich habe damals lange Zeit konsequent täglich damit gearbeitet, bis mich meine gesundheitlichen Umstände, die Reha zur Bestimmung, ob ich erwerbsgemindert berentet werde usw. aus dieser Routine gekickt haben.
Seitdem habe ich immer mal Versuche unternommen, wieder einzusteigen, aber jedes Mal mit mäßigem Erfolg.

Dieses Jahr habe ich einen erneuten Versuch gestartet.
Dabei habe ich erstmal damit begonnen, meine Lernunterlagen von damals von Anfang bis Ende durchzugehen, da sich mittlerweile wieder große Lücken aufgebaut hatten.
Seit dem 26.03. bin ich mittlerweile wieder täglich dabei. Und ich habe es bis zum 03.08. geschafft, die alten Unterlagen durchzugehen (das sind in etwa 45 Seiten wie die auf dem nächsten Foto). Seitdem wage ich mich wieder an neue Kanji.

Zusätzlich möchte ich noch eine weitere Sache einwerfen, die mir rein für das Lesen und gleichzeitige Lernen von Vokabeln hilft. Das ist eine App namens Memrise. Ich habe sie damals schon parallel verwendet, nachdem ich mit dem Schreiben aufgehört habe, auch noch eine ganze Weile, aber selbst da war ich bis Anfang 2019 für lange Zeit raus. Für die letzten eineinhalb Jahre nutze ich die App aber sehr zuverlässig. Und gerade jetzt in der Wiederholung sind mir gegen Ende (was einen Teil der 4. und den Beginn der 5. Klasse umfasst) immer wieder Vokabeln und Kanji untergekommen, die ich durch die Nutzung von Memrise bereits kannte. Ich lerne jetzt also zusätzlich, sie auch zu schreiben, nicht nur zu lesen und verstehen. Der Kurs bei Memrise, den ich dafür nutze, heißt „The Ultimate Kanji Course“. Es gibt ihn leider nur auf Japanisch-Englisch (wobei das manchmal ganz witzig ist, wenn ich das deutsche und japanische Wort weiß, mir aber das englische nicht einfallen will, außerdem lerne ich dabei ab und zu auch noch ein paar englische Vokabeln).

Meine Herangehensweise an Kanji
Nachdem ich – wie zuvor erwähnt – die Lücken auszufüllen versucht hatte, habe ich mir jede Vokabel, die ich entweder nicht verstanden habe oder bereits wieder vergessen hatte, aufgeschrieben. Sie kommen bei mir in eine Word-Tabelle.

Links steht die Vokabel inklusive Kanji.
Daneben steht die Lesung in Hiragana.
In die dritte Spalte kommt die Übersetzung.
(Die Zahlen sind nur für mich, links die Anzahl der Kanji, wobei wiederholte Zeichen immer mitgezählt werden, rechts die Anzahl der Zeilen.)

Zum Üben schreibe ich in einem linierten A4-Heft. Für gewöhnlich reicht mir die Zeilenhöhe, aber es sind keine störenden Linien im Hintergrund wie bei karierten Seiten. Auf Blanko-Seiten kann ich nicht gerade schreiben.
Meine Lernübersicht teile ich mir meist in Blöcke von 10 – 15 Zeilen ein. Mit der Menge komme ich gut zurecht, um nicht zu viel wieder zu vergessen.
Als erstes schreibe ich das/die Kanji erstmal von der Vorlage ab. Sind sie komplett neu für mich, suche ich mir die Strichreihenfolge online raus. Ich nutze dafür dieses Wörterbuch, mit dem ich mir auch über die Graphemliste Kanji raussuche, deren Lesung ich nicht kenne (auch das ist ein Vorteil des zweiten Kanji-Kurses, weil die Kategorien meist nach den Radikalen aufgeteilt gewesen sind).
Anschließend übe ich die Kanji weitere drei Mal, decke sie dann mit der Hand ab und schreibe sie ein weiteres Mal, ohne sie abschreiben zu können.
Danach mache ich mit den restlichen Vokabeln (das ist manchmal nur ein Kanji, manchmal aber auch bis zu sechs Stück) des jeweiligen Blocks weiter.
Wenn ich alle einmal durch bin, decke ich alle ab, knicke die linke Spalte auf meiner Vorlage weg und wiederhole das eben Gelernte.

Am nächsten Tag steige ich mit der Wiederholung der letzten drei Tage ein (als das vom Vortag sowie noch die beiden vorigen Blöcke). Je nach Fehlerquote kann ich direkt zum nächsten Block übergehen (das hat vor allem in der Wiederholung funktioniert) oder sammele so viele Fehler zusammen, dass ich auf neue Vokabeln/Kanji verzichte und alle fehlerhaften noch mal wie neu übe (also so wie gerade geschildert).
In Abständen lege ich nur Wiederholungen ein, auch mal einiger Vokabeln, die ich nicht kurz zuvor geübt hatte.

Wie ich bei den Hiragana/Katakana schon erwähnt hatte, neige ich dazu, bei immer derselben Reihenfolge zu verknüpfen. Ich weiß dann, was nach dieser Vokabel folgt, aber ohne weiß ich nicht immer sicher, wie eine Vokabel geschrieben wird. Deswegen habe ich mir auch Lernkarten erstellt.
Ebenfalls in Word, eine Tabelle mit 4 x 4 Zellen. Auf die Vorderseite kommen die Vokabeln, auf die Rückseite Lesung und Übersetzung. Das ist dann ein bisschen Aufwand mit korrektem Erstellen, damit der Druck auf Vorder- und Rückseite passend ist sowie dem Zuschnitt, aber so kann ich auch gemischt lernen.

Warum wiederhole ich eigentlich beim Üben neuer Vokabeln drei Mal?
Weil sich das für mich bewährt hat. Meistens reicht mir das. Außerdem komme ich damit auf einer Zeile zurecht. Wobei es bei fünf oder sechs Kanji sehr eng wird. Immerhin schreibe die Vokabeln insgesamt sechs Mal auf die Zeile (abschreiben, drei Wiederholungen, einmal abgedeckt sofort und dann noch mal abgedeckt, wenn ich den aktuellen Block durch habe). Ab vier Kanji beginne ich auch nach dem Abschreiben eher sehr schmal zu schreiben und nur die beiden Male, in denen ich abdecke in normalerer Breite. Bei sechs Kanji verteile ich teils auch auf zwei Zeilen. Ansonsten reicht der Platz einfach nicht, ich brauche ihn ja wenigstens am Ende des Blocks, wenn ich alles neu Gelernte abdecke.

Und warum wiederhole ich in den folgenden Tagen immer die letzten drei Blöcke?
Weil damit jeder Block drei Wiederholungen erfährt und sich die Schreibweisen damit besser einprägen können.
Ich vergesse dennoch genug. Das zeigen einerseits Vokabeln, die mehrfach in meiner Liste auftauchen. Andererseits merke ich es, wenn ein Kanji in einer Vokabel mir eigentlich vertraut sein müsste, ich trotzdem nicht mehr weiß, wie es geschrieben wird. Aus diesem Grund nehme ich nicht selten auch Vokabeln mit auf, deren einzelne Kanji ich bereits in der Vergangenheit gelernt habe. Zumal das auch ein zusätzliches Vokabeltraining ist.

Und das war es dann eigentlich auch schon.

Ich hoffe, dass euch meine Herangehensweise helfen kann, direkt oder einfach, weil ihr dadurch eine eigene findet, die ihr bislang gesucht habt.

Bis denne ☆

Leserückblick Juli und große Veränderung

Ich glaube, das ist der Leserückblick überhaupt, der den Titel absolut nicht verdient.
Denn ich habe im Juli im Grunde gar keine Bücher gelesen.

Dass ihr auf dem Bild ein Buch liegen seht, hängt damit zusammen, dass ich das mal aussortiert mitgenommen habe. Ich habe „Feuchtgebiete“ schon nicht gelesen, aber die Bücher von Charlotte Roche waren vor Jahren ja doch viel im Gespräch. Also dachte ich, wenn ich „Schoßgebete“ kostenlos mitnehmen kann, kann ich ja mal reinschauen.
Das liegt ein paar Jahre zurück.
Jetzt habe ich dann mal zu dem Buch gegriffen. Das waren ungefähr die ersten dreißig Seiten und noch mal einzelne Stellen hier und da, als für mich schon klar war, ich werde nicht weiterlesen.

Und das war es dann auch gewesen.

Warum?

Weil ich im Juli viel mit der Vorbereitung der erwähnten Veränderung beschäftigt gewesen bin. Teilweise aktiv, teilweise vor allem im Kopf. Und das wiederum nicht emotional.

Es ist ja nicht unbekannt, dass ich psychisch krank bin. Ich bin deswegen erwerbsunfähig und Corona hat alles noch verstärkt.
Und so schwer es mir gefallen ist, es mir einzugestehen, so musste ich doch einsehen, dass ich meiner Katze nicht mehr gerecht werde.
Sie hat ihr Futter bekommen, ich habe das Klo gereinigt, ihr die Medikamente gegeben, ja. Aber zum einen musste ich mich dazu oft genug aufraffen, was schwierig genug gewesen ist (nicht allein für mich, sondern insofern, dass sich so einiges immer weiter nach hinten hinausgeschoben hat, bis ich wirklich mal aufgestanden und in die Küche gegangen bin). Zum anderen sind da weit mehr Bedürfnisse, die ich noch viel weniger erfüllen konnte.
Und das hat zu der Entscheidung geführt, ihr ein neues Zuhause zu geben.

Suchen musste ich nicht.
Ich hatte bereits im letzten Jahr eine Absprache getroffen, einfach für den Fall, dass ich mich durch einen Unfall oder so nicht um sie kümmern kann. Es war ein Platz, bei dem ich mir sicher bin, dass sie sehr gut versorgt ist, wo es Erfahrung mit Katzen gibt, mit Rohfütterung, mit Krankheiten. Bei einem Menschen, der ähnlich wie ich hinsichtlich Tierärzt:innen ist wie ich, nicht alles nur hinnimmt, aber auch nicht einfach nur auf Basis von Informationen aus dem Internet allein handelt, sondern sich Wissen aneignet und es dann mit dem Fachmenschen bespricht und die individuelle und beste Lösung in Angriff nimmt.
Ich kenne diese Person seit über fünf Jahren online und wusste seit mittlerweile ungefähr drei Jahren, wenn es mal ein anderer Platz werden soll, dann dort.

Ich habe Anfang Juli angefragt, weil der Zustand nicht mehr tragbar gewesen ist.
Dann begann die Planung.

Noch einmal hier in die Tierklinik zum vorgezogenen jährlichen Check-Up, damit dann erstmal Ruhe ist und Shiyuu Zeit haben kann, sich neu einzuleben.
Planen, was alles mitkommt. Es gab dann im neuen Zuhause die Vermutung, wir werden mit einem Lkw anreisen. Nein, es ist keiner geworden, es hat alles locker in einen Pkw gepasst. Trotzdem war es eine Menge, die sich über die Jahre angesammelt hatte.
Stückchenweise habe ich angefangen zu packen, was ohnehin derzeit nicht in Gebrauch gewesen ist. Anderes habe ich erst am letzten Tag in Kartons gepackt.

Die Reise war verhältnismäßig weit und hat mir gerade derzeit nicht wirklich gefallen. Aber bei all den Erwähnungen einer zweiten Welle, bei den Vermutungen darüber, dass Kälte Corona begünstigen kann, war es mir jetzt lieber als später. Zumal nicht klar ist, wie die Maßnahmen sein werden, wenn die Infektionszahlen wieder in die Höhe schießen.

Deswegen sind wir am vergangenen Wochenende nach NRW gefahren.

Dort hat Shiyuu im Augenblick ein Zimmer für sich, in dem sie erstmal ankommen kann.
Das tut sie auch ganz langsam.
Solange ich dort war (eine Nacht), hat sie sich lange Zeit in der Box aufgehalten. Die neue Besitzerin und ich haben uns die ganze Nacht unterhalten, sie außerhalb des Zimmers und der Gittertür, ich drinnen, in Shiyuus Sichtfeld. Und irgendwann konnte ich sie auch rauslocken und sie begann, das Zimmer zu erkunden.
Zwischendurch hat sie sich wieder in Ecken verzogen, kam aber auf mein Rufen auch immer wieder. Auf mich reagierte sie durchaus positiv, mit erhobenem Schwanz, suchte nach Streicheleinheiten.

Die Abreise hat ihr Verhalten natürlich wieder geändert, zumal sie bis dahin nicht gefressen hatte.
Das hielt sich auch bis zum folgenden Abend, dann muss der Hunger so unerträglich groß gewesen sein, dass sie ein paar Häppchen genommen hat.

Mittlerweile (Dienstag) frisst sie besser. Und sie muss so hinsichtlich Kraulen ausgehungert gewesen sein, dass sie sich letzte Nacht angenähert hat. Nicht nur kurz, sondern ausgiebig.

Das ist ein guter Anfang.
Ich hätte ihn mir für sie noch idealer gewünscht, aber andere Katzen brauchen weit länger.

In dem Haushalt gibt es zwei weitere Katzen. Die eine habe selbst ich kaum zu Gesicht bekommen, die andere schaut regelmäßig an der Gittertür vorbei, wenn die Zimmertür selbst nicht geschlossen ist. Shiyuu und sie haben sich auch schon begutachtet (rein aus einem Meter Entfernung) und Shiyuu hat sie in Grund und Boden gefaucht. Auch hier hoffe ich, dass sich das beruhigen wird und sie entspannt gemeinsam leben können. Aber auch das wird Zeit brauchen.

Es ist seitdem recht leer hier. Gewissermaßen auch ruhig, wobei Shiyuu nicht ununterbrochen „geredet“ hat. Manchmal ja, aber nicht ständig. Es ist dennoch anders, aber das war ja auch irgendwie Sinn und Zweck der Sache.
Ich denke weiterhin nicht viel darüber nach, wie das für mich ist, denn damit kann ich bislang nicht umgehen.
Es ist nicht einfach, so eine Entscheidung zu treffen und ich hoffe weiterhin, dass es die richtige gewesen ist. Ob, das wird die Zeit zeigen.

Bis denne ☆

Hochsensibilität

Dass ich hochsensibel bin, weiß ich … kann ich gar nicht genau sagen.
Ende 2018 bin ich über dieses Video von Ella TheBee gestolpert (naja, ich folge ihr, aber ich hatte nicht mit der Thematik gerechnet gehabt).
„Ja, klar, Hochsensibilität, kennst du ja. Menschen, die schnell von zu vielen visuellen und/oder akustischen Eindrücken überfordert sind. Hast du so gar nichts mit zu tun. Sonst würdest du es in der Großstadt wohl nicht aushalten und da willst du auf keinen Fall weg.“
Das waren in etwa meine Gedanken gewesen, bevor das Video begann.
Nur um dann zu lernen, dass da viel mehr hintersteckt.

Was ist denn eigentlich Hochsensibilität?

Hochsensibilität ist ein umgangssprachlicher Begriff, mit dem das Temperamentsmerkmal höherer sensorischer Verarbeitungssensitivität (englisch: sensory-processing sensitivity) bezeichnet wird. Die basale Forschungstätigkeit zu dem als Persönlichkeitsdisposition verstandenen psychophysiologischen Konstrukt der Hochsensibilität stammt von dem US-amerikanischen Psychologenehepaar Aron (1997). Nach ihrer „Vorstellung bedeutet Hochsensibilität sowohl eine hohe Sensitivität für subtile Reize als auch eine leichte Übererregbarkeit“. Hochsensibilität bezeichnet als Eigenschaft ein Konzept zur Erklärung der zwischen Individuen unterschiedlichen psychologischen und neurophysiologischen Verarbeitung von Reizen.

(Wikipedia)

Doch zurück zum Video.
Die erste Erkenntnis kam mit der Erwähnung des Geschmackssinns.
Ich kann mich nicht erinnern, dass es bei mir je anders war, als dass ich gesagt habe, dies oder das schmeckt mir nur von diesem Hersteller, alles andere nicht. Andere Menschen in meinem Umfeld waren dagegen der Meinung, es schmeckt doch alles gleich. Das ist bis heute so. In vielen Fällen mag ich dieses Produkt nur von diesem Hersteller und jenes nur von einem anderen. Weswegen ich immer wieder damit konfrontiert bin, Alternativen zu finden, wenn diese Produkte verändert oder vom Markt genommen werden. Oder ganz darauf verzichten muss. Beispielsweise ist Kitkat letztes Jahr umgestellt worden. Auf der Verpackung steht seitdem „100 % sustainably sourced cocoa“. Das ist eine gute Sache, den Aspekt will ich nicht kritisieren. Aber die Riegel schmecken seitdem anders. Das ist mir sofort aufgefallen. Ich habe die restlichen also erstmal liegen lassen, eine Weile etwas anderes genascht und nach einiger Zeit noch einmal davon probiert. Leider hat sich mein Eindruck nicht verändert gehabt. Ich hatte gehofft, dass mir der Abstand vom alten Geschmack helfen würde, aber nein.

Dann wurde in dem Video der Tastsinn angesprochen und ich dachte, ja, da bist du auch empfindlich. Ich spüre die winzigsten Krümel oder knotigen Fussel, wenn ich im Bett liege und die müssen raus, das stört mich extrem. Wenn der Pulloverärmel beim Anziehen hochrutscht, ist in mir immer noch die kindliche Reaktion da, zu heulen und das am liebsten abzuschütteln. Ich weiß natürlich, dass das nichts bringt und mache es auch nicht, aber impulsiv will sich dieses Verhalten auch heute noch nach außen stehlen, denn es fühlt sich extrem unangenehm und störend an. Und ich kenne das von anderen nicht.
Ebenso mag ich meist Kleidung aus Wolle nicht. Egal wie weich sie sich in meinen Händen noch anfühlt, auf der restlichen Haut kratzt fast alles davon.
Außerdem ertrage ich Berührungen nicht lange. Ein paar Mal auf derselben Stelle, aber danach ist die Berührung nur noch unangenehm.

Aufgrunddessen habe ich mir eines der Bücher, die im Video empfohlen worden sind besorgt und in Etappen gelesen. Für mich war das extrem aufwühlend, weil es auch noch andere Bereiche in meinem Leben angesprochen hat (frühkindliche Entwicklung, Angstverhalten etc.). Aber je weiter ich vorankam, bin ich sicher geworden, hochsensibel zu sein.

Ob es nun daran liegt (was ich weniger glaube) oder nicht, weiß ich nicht, aber ich kann sagen, dass sich das mittlerweile auch immer mehr zeigt.
Dazu habe ich im Laufe der Zeit von einer Bekannten die Aussage bekommen, dass das durchaus möglich ist. Ich bin ja unter einem Menschen aufgewachsen, der zumindest starke narzisstische Tendenzen hat und es kann sein, dass ich dadurch von Anfang an gelernt habe, meine Bedürfnisse zurückzustellen. Und damit eben auch die Hochsensibilität. Seit ich mich von diesem Menschen distanziere bzw. mittlerweile komplett den Kontakt abgebrochen habe, hat dieser Teil von mir die Möglichkeit, sich zu zeigen.
Es ist nicht sicher, ob das zutrifft, aber zumindest ist es ein Ansatz, der für mich sehr logisch klingt.

Ich bin mittlerweile tatsächlich weit geräuschempfindlicher.
Ich brauche eine gewisse Kulisse, Motorenlärm von ständig vorbeifahrenden Autos gehört für mich einfach dazu, aber ich habe auch mein ganzes Leben in einer Großstadt verbracht. Die absolute Ruhe ländlicher Gegenden ist für mich dagegen unerträglich.

Ebenso überlege ich derzeit, ob meine Lichtempfindlichkeit ein Teil dessen ist.
Ich vertrage ja keinerlei Tageslicht, Sonnenlicht ist noch schlimmer. Darauf reagiere ich mit Migräne und trage draußen deswegen immer eine dunkle, große Sonnenbrille, die an den Ecken gebogen ist, damit auch dort kein Licht einfallen kann. Dieses Jahr ist die Empfindlichkeit stärker als bislang (was zu dem oben angesprochenen Punkt passen würde). Ich brauche zusätzlich ein Cap, das jegliches Licht, das oben über dem Brillenrand einfallen könnte, abschirmt. Was in der jetzigen Situation mit Maske quasi nichts von meinem Gesicht übrig lässt. Bis letzten Sommer konnte ich zumindest auf das Cap verzichten.

Geruchsempfindlich bin ich schon länger. Und möglicherweise hängt meine Aversion gegen Aromatherapie auch damit zusammen.
Manches kann ich kurzzeitig ertragen (ich mag den Geruch von Kaffeepulver, auch wenn ich keinen Kaffee trinke, genauso den einer frisch geöffneten Zigarettenschachtel, das mochte ich schon als Kind), aber ich darf nur ein paar Mal dran schnuppern, danach wird es unangenehm (also ähnlich wie beim Tastsinn und Berührungen).
Ebenso bin ich sehr empfindlich, was Brandgerüche betrifft, da reichen ganz leichte Spuren (hier im Haus wird nachts die Lüftung in den Schächten in Bad und Küche abgestellt und wenn dann jemand kocht und zu scharf anbrät, riecht das auch erstmal verkohlt und hat mir schon mehr als einmal einen gehörigen Schreck verpasst).

Oftmals ist das Problem dann gar nicht, die einzelne Wahrnehmung.
Schwierig ist es hier teilweise, dass andere Menschen nichts auf Rücksicht geben. Das ist ein Teil.
Das größere Problem ist dann vor allem die Summe.
In dem erwähnten Buch („Sind Sie hochsensibel?“ von Elaine N. Aron) wird von Übererregung gesprochen.
Und diese ist wirklich anstrengend.
Gegen die Geräusche könnte ich mich theoretisch mit Noise-Cancelling-Kopfhörern schützen. Das Problem ist dann aber auch, dass ich nichts mitbekomme. Wenn es an der Tür klingelt, höre ich es nicht. Das bedeutet einerseits keine Lieferungen, andererseits aber eben auch keinen Notfall. Deswegen ist das für mich keine Option. Ich höre zwar durchaus Musik mit Kopfhörern, aber eben nur normale statt solcher, die komplett ausblenden. Was dann äußere Reize teils trotzdem durchlässt.
Außerdem ist manchmal auch die Musik zuviel Reiz. Glücklicherweise nicht immer, aber es gibt Tage, da funktioniert Musik nicht, an anderen brauche ich sie auch ohne störende Geräusche.

Ich sehe meine Hochsensibilität nicht als Superkraft und ebenfalls nicht als Fluch. Aber so wie sie manchmal von Vorteil ist, hat sie ihre Nachteile. Ich versuche mich damit zu arrangieren, mir die Auszeiten einzuplanen, die ich nach bestimmten Situationen brauche, doch manchmal ist das einfach nicht möglich.
Übrigens neige ich zu einer Mischung aus Emotionalität und Aggression, wenn ich reizüberflutet bin. Das schwankt von Sekunde zu Sekunde. In der einen bin ich ein kleines Häufchen Elend, in der nächsten fluche ich wütend vor mich hin.
Seit ich über meine Hochsensibilität Bescheid weiß, fühlt es sich trotzdem ein bisschen einfacher an. Nicht in den Momenten, in denen ich im Gegensatz zu früher reizüberflutet bin, doch zugleich ist eben das Wissen, warum dem so ist, warum ich in dem Augenblick so reagiere, mich so und so fühle, wiederum auch hilfreich. Ich bin eben nicht einfach überempfindlich und übertreibe. Bevor ich um meine Hochsensibilität wusste, habe ich mich manchmal selbst gefragt, warum ich so heftig reagiere, heute weiß ich es.

Seid ihr auch hochsensibel?
Wenn ja, wie geht ihr damit um?
Oder habt ihr hochsensible Menschen in eurem Umfeld?

Bis denne ☆

Zeitabfolgeplanung mittels Wordtabellen

Dies ist ein Artikel, den ich bereits 2018 im Schreibmeer veröffentlicht hatte.

Eine Geschichte muss spannend sein. Eine Geschichte muss Figuren haben, zu denen di:er Leser:in eine Verbindung hat, die plastisch sind. Und eine Geschichte muss in sich logisch sein. Das gilt auch für die zeitliche Abfolge von Ereignissen.

Di:er Protagonist:in wird im Kampf angeschossen. Schon kurz darauf springt si:er putzmunter und ohne körperliche Einschränkungen durch die Gegend. Für mich ist das der Augenblick, in dem ich überlege, das Lesen der Geschichte abzubrechen, denn es ist für mich absolut unlogisch, wenn di:er Autor:in nicht eine gute Erklärung dafür liefert. Dabei ist es egal, ob di:er Protagonist:in nun in einer Fantasywelt lebt, in der es Heilmittel oder Zauberkräfte gibt, die ihr:ihm nützlich sind, oder die Heilung normal schnell vonstattenging, es aber einen Zeitsprung gab. In beiden Fällen muss das der:dem Leser:in vermittelt werden.

Um den Überblick darüber zu behalten, habe ich irgendwann angefangen, mir einen Kalender zu basteln. Da ich bevorzugt in Word arbeite, habe ich auch dort die Tabellenfunktion genutzt und tue das bis heute.
Ich öffne ein neues Worddokument, stelle es ins Querformat – mit recht geringem Seitenabstand außer oben (um es bei Bedarf auch abheften zu können) – und ebenfalls mit etwas kleinerer Schrift ein. Danach folgt klassisch oben links der Monat und das Jahr (gerade bei Geschichten, die sich über ein Kalenderjahr strecken, bietet sich die Jahresangabe an). Anschließend füge ich eine Tabelle mit sieben Spalten ein. In die Spaltenköpfe kommen die Wochentage und gleich in der Zeile darunter geht es mit den Tagesdaten los[1]. Dafür hilft ein Blick in den Kalender des PCs, um den Anfang zu finden. Die Zeile bis zum Ende füllen. In der darauf folgenden Zeile[2] einfach nur durchspringen, danach folgt die nächste Zeile mit Daten für die nächste Kalenderwoche und immer so weiter, bis der Monat voll ist. Nun schalte ich unter der Tabelle einen Absatz und setze anschließend einen manuellen Seitenumbruch[3]. Damit bin ich auf der folgenden Seite und kann den nächsten Monat auf dieselbe Weise anlegen.
Wenn ich viele Monate brauche, erstelle ich erstmal nur den ersten und gebe feste Zeilenhöhen für die leeren Zeilen ein[4]. Die exakte Höhe muss man ein bisschen ausprobieren, am besten an einem Monat, der insgesamt sechs Wochen anzeigt (wenn beispielsweise der 1. auf einen Sonntag und somit der 30. auf einen Montag fällt, damit kommt man auf sechs Kalenderwochen, die der Monat berührt). Mehr Wochen braucht man in keinem Fall in einem Monat. Dann kann man die Tabelle im Anschluss auch kopieren und muss nur die Tagesdaten den folgenden Monaten anpassen, aber nicht mehr die Zeilenhöhe.

In die leeren Zeilen trage ich während des Plotprozesses die wichtigsten Ereignisse kurz ein. Daran lässt sich dann auch ein logischer Abstand für Heilungsprozesse, Reisedauern etc. einhalten und vor allem visualisieren.


(zum Vergrößern das Bild anklicken)

Eine weitere Variante habe ich für ein anderes Projekt genutzt. Dabei brauchte ich einen Zeitraum von einem Monat, wobei ich in einem startete und im nächsten endete. Hier war für mich wichtiger, meine drei Perspektivfiguren, die sich erst im Laufe der Geschichte begegnen, jeden für sich im Überblick behalten zu können. Deswegen hatte ich hier eine andere Tabelle.

Sie bestand aus nur vier Spalten, die erste für die Daten, die anderen drei für die Figuren. Und ab dem Zeitpunkt als die Figuren aufeinandergetroffen sind, habe ich die drei Spalten verbunden, da sie die Ereignisse gemeinsam erlebt haben. So konnte ich sicherstellen, dass vor allem im Vorfeld alles stimmig für jede einzelne Figur war und sie zum richtigen Zeitpunkt das erlebt haben, was nötig war, um die gemeinsame Reise zu beginnen.


(zum Vergrößern das Bild anklicken)

Selbstverständlich sind dies nur zwei Möglichkeiten, den Schreibprozess chronologisch zu organisieren. Es gibt weit mehr und jede:r muss ihren:seinen eigenen Weg finden, mit dem si:er das Chaos löst. Ich finde diese Tabellen ungemein nützlich und wichtig und hoffe, dass sie der:dem einen oder anderen von euch ebenfalls helfen können.

[1] die Tabulatortaste links vom Q springt immer eine Zelle nach rechts weiter, zurück kommt man, wenn man Shift + Tabulatortaste drückt
[2] auch für die neue Zeile hilft die Tabulatortaste, am Ende der vorigen Zeile einfach einmal darauf gedrückt, hängt sich eine neue Zeile an und der Cursor startet in der ersten Zelle dieser neuen Zeile
[3] Strg + Enter
[4] Zeile markieren, Rechtsklick, Tabelleneigenschaften, Reiter: Zeile, Höhe definieren: Häkchen setzen, Zeilenhöhe eingeben

Nutzt ihr Tabellen zur Übersicht?
Welches Tool/Programm verwendet ihr?
Habt ihr einen ganz anderen Weg für euch gefunden?

Bis denne ☆

Warum Triggerwarnungen Eigenverantwortung durch Betroffene bedeuten

TW: Erwähnung von Emetophobie, Traumata, Panikattacken, Tod

Ich habe bereits im letzten Jahr über Triggerwarnungen geschrieben.
Mit der aktuell entbrandeten Diskussion möchte ich noch auf ein paar Aspekte eingehen, die damals untergegangen sind.

In den vergangenen Monaten habe ich Diskussionen, Austausche, Artikel etc. zum Thema mitverfolgt.
Und eines ist mir sehr negativ aufgefallen: Gegen Triggerwarnungen wird gern im Zusammenhang mit folgender Aussage argumentiert: Die Betroffenen sollen Verantwortung übernehmen. Sie sollen nicht aufgrund der Warnung in Vermeidungsverhalten verfallen, sondern ihr Trauma/ihre Phobie aufarbeiten.

Den grundlegenden Gedanken dahinter finde ich auch vollkommen richtig. Von Verdrängung lassen sich diese Dinge nicht aufhalten und erst recht nicht bewältigen.

Dennoch ist die Realität ein bisschen anders als diese simple Theorie.

Therapieplätze sind in Deutschland rar gesät. Um einen zu bekommen, steht man teils monate- und jahrelang auf Wartelisten. Und man muss dafür auch erst einmal die Kapazitäten haben, sich diesem Prozess auszusetzen (ich scheitere nach wie vor daran, überhaupt die Telefonliste abzuklappern, wobei bei mir auch noch Negativerfahrungen mit der letzten Therapeutin reinspielen, da kommen zwei Hürden zusammen, die ich überhaupt erstmal überwinden muss).
Hat man einen solchen Platz, muss die Therapie funktionieren. Das liegt an der betroffenen Person selbst (und die Faktoren fürs Schiefgehen sind vielfältig) und ebenfalls der Fachperson, die ihr gegenübersitzt. Hinzu kommt, dass so eine Aufarbeitung je nach Problematik (die nicht immer nur eindimensional mit einer einzigen Angst einhergeht, sondern oft sehr komplex sein kann und erst einmal erkannt werden muss) sehr lange dauern kann. Nun sind nicht nur die Therapieplätze rar, sie sind auch noch zeitlich begrenzt. Es gibt die Option, über das übliche Kontingent hinaus eine Verlängerung zu beantragen, ob das bewilligt wird, hängt von den Krankenkassen ab. Aber das ist nicht endlos. Ist bis zum Ende der Therapie die Aufarbeitung nicht abgeschlossen, hat man vielleicht etwas mehr Stabilität, aber die Gefahr von Rückfällen ist eben auch weiterhin da, weil der Heilungsprozess nicht abgeschlossen ist.

Bis dahin sind Betroffene eben darauf angewiesen, ausweichen zu können, um sich und ihren Heilungsprozess zu schützen.

Des Weiteren ist es natürlich richtig, dass Triggerwarnungen ein sehr komplexes Thema sind. Was sollte aufgeführt werden, was ist nicht nötig?
Letzteres gibt es vermutlich nie, denn irgendeinen Menschen, der das Buch vielleicht in der Hand halten könnte und eine Warnung brauchen könnte, die sonst niemand benötigt, wird es wohl immer geben. Dass darauf nicht so explizit Rücksicht genommen werden kann, ist verständlich.
Aber es gibt neben Traumata eben Phobien, die nicht selten sind. Die ebenfalls zu Panikattacken führen können. Und je nach Genre (oder auch nicht) sind diese genauso wichtig wie Traumata.
Der Hinweis auf entsprechende Themen im Buch bedeutet nicht immer, diesen auszuweichen. Aber die Option sich darauf einzustellen, bedeutet Eigenverantwortung Betroffener. Diese können sie aber nur übernehmen, wenn sie entsprechende Warnungen an die Hand bekommen. Mir geht es oft so – in diesem Beispiel bei Tweets -, dass ich unbedarft auf Themen stoße, die sofort Bilder in mir heraufbeschwören, meinen Herzschlag nach oben treiben und mich fluchtartig weiterscrollen lassen. Das ist manchmal nur ein ungutes Gefühl, manchmal ist es aber auch schon Angst, hält sich dann noch eine Weile. Die Bilder ebenfalls und ich muss sie mit viel Mühe von mir schieben. Sind solche Tweets mit Triggerwarnungen versehen, habe ich die Möglichkeit zu entscheiden, ob ich mich gerade in der Lage fühle, mich damit auseinanderzusetzen oder nicht. Manche Themen gehen vorläufig trotzdem nicht, weil die Aufarbeitung fehlt. Andere funktionieren vielleicht nicht jetzt sofort, weil ich schon zu angespannt bin, aber in ein paar Stunden sieht es anders aus. Und manchmal bin ich in dem Augenblick bei denselben Themen auch sofort fähig, mich ihnen zu stellen. Da ich mich durch die Triggerwarnung auf das, was ich kurz darauf lese, einstellen kann, kann ich Schutzmechanismen hochfahren, die die fluchtartige Reaktion aus der Situation ohne Triggerwarnung, unnötig machen.

Das ist Eigenverantwortung Betroffener.
Jede:r ist anders, hat andere Erfahrungen und Wunden. Und jede:r von ihnen geht anders damit um. Diese Entscheidungsfreiheit muss man Betroffenen zugestehen und das gehört zur Verantwortung von Autor:innen.
Zu sagen, dass man nur noch auf absolute Überthemen bei den Triggerwarnungen geht, nimmt Betroffenen die Möglichkeit zur Eigenverantwortung wieder, denn damit werden Triggerwarnungen zu allgemein.
Die Frage ist, was ist entsprechend des Genres zu erwarten. Bei einem Krimi ist die Thematik Tod nicht ungewöhnlich. In einem Liebesroman möglicherweise schon. Und wenn das aus dem Klappentext nicht bereits hervorgeht, dann sollte da vorsorglich gewarnt werden.

Um die oben erwähnte Emetophobie hier einzubeziehen, diese ist meiner Ansicht nach nicht genrespezifisch, tritt aber viel zu häufig auf (nicht nur in Büchern, auch in anderen Medien). Emesis oder ähnliche Schlagworte in die Triggerwarnung zu setzen, sollte daher immer dazugehören, denn es gibt weit mehr Menschen, die diese Thematik trifft. Gerade weil Emesis so stark in Geschichten verbreitet ist, bietet sich hier auch eine Spezifikation an. Eine simple Erwähnung über ein paar Wörter lässt sich oft besser ertragen als eine ausgebreitete Darstellung mit allen einhergehenden Symptomen über mehrere Seiten. Anhand dieser Spezifikation können Betroffene dann auch entscheiden, ob sie sich dem aussetzen können oder doch nicht.
Das gilt möglicherweise auch noch für andere Phobien, mir ist – nicht nur aus eigener Erfahrung – nur dieses Beispiel bekannt, weswegen ich es auch explizit thematisiere. Ich will damit nicht sagen, dass andere Phobien unwichtiger sind, ich weiß nur nicht, ob die Spezifikation bei anderen auch nötig ist, will das aber keineswegs ausschließen.

Wenn ihr unsicher seid, sucht euch Testleser genau dafür. Nicht alle von ihnen müssen das ganze Buch lesen, manchmal reicht es auch, entsprechende Szenen von Betroffenen lesen zu lassen (was im Grunde bereits ins Sensitivity Reading fällt).

Fazit:
Triggerwarnungen sind wichtig. Nicht nur diffus, sondern explizit, damit Betroffene Eigenverantwortung übernehmen können.
Explizit bedeutet dabei nicht, ins kleinste Detail zu gehen, schließt dies aber nicht aus.
Ebenso geht es dabei einerseits um bekannte Trigger für Traumata und Phobien, andererseits aber gerade um solche, die innerhalb des Genres nicht unbedingt zu erwarten sind.

Wie geht ihr mit Triggerwarnungen um?
Stören sie euch?
Oder unterstützen sie euch bei der Wahl zu lesen oder nicht?

Bis denne ☆

Japanisch schreiben lernen: Hiragana und Katakana

Ich hatte vor einiger Zeit auf Twitter gefragt, ob Interesse daran besteht, dass ich mal darüber rede, wie ich das japanische Schriftsystem gelernt habe/lerne, bezogen auf Hiragana/Katakana und meine Herangehensweise an Kanji. Dem ist so gewesen, also komme ich heute mal dazu.

Vorab zu meinem „Werdegang“.
Ich habe bereits 2006 begonnen, an der VHS Japanisch zu lernen. Nun ist das Tempo bei 12 x 3 Unterrichtsstunden à 45 Minuten im Semester nicht sehr hoch. Damals ging es noch, aber das hat sich im Laufe der Jahre geändert.
Das ist einer der Gründe, warum ich bereits so lange lerne und die Sprache ganz eindeutig noch längst nicht beherrsche.
Weitere Gründe liegen in jahrelanger Pause, weil es für mich keine Kurse auf einem passenden Level gab (5,5 Jahre) und ebenfalls an der Unterrichtsweise. Ich kann problemlos eine neue Grammatikform durchkonjugieren, wenn sie einmal erklärt worden ist, denn das ist im Japanischen sehr systematisch mit sehr wenigen Abweichungen. Prinzip einmal verstanden, schnell umgesetzt. Und genau das machen wir vorwiegend. Dieses Mal jene Form, nächstes Mal eine andere (auch zur Wiederholung, wo es dann heißt, kurz reinfinden, wie ging das noch mal, ah ja, alles klar). Aber das ist keine wirklich Anwendung. Ich kann kaum differenzieren, was ich wie am besten umsetze, um mich auszudrücken. Und behalte aufgrund der Splittung auch selten alles im Kopf.
Ich merke, dass ich manchmal Formen, die ich online sehe, ganz langsam verinnerliche und dann auch schneller abrufen kann. Aber für etwas Tiefgreifenderes reicht der Unterricht nicht. Ich kritisiere das auch nicht. Kurse, die höhere Anforderungen haben, kosten entsprechend mehr.

Ich habe damals Kurs für Kurs besucht, sie waren da auch noch ganz gut gefüllt (meine Kurse jetzt sind seit langer Zeit mit gerade mal vier Teilnehmenden gerade so stattfindend und wir hoffen jedes Mal, dass keiner von uns abspringt).
Während ich das 1. Semester nur den einen Kurs hatte (in dem die Hiragana vermittelt wurden), wurde im 2. und 3. Semester zusätzlich noch ein Kanji-Kurs durch eine andere Dozentin angeboten. Da habe ich dann zwei Kurse pro Woche besucht. Einmal den regulären Grundkurs (im 2. Semester waren dort die Katakana dran) sowie der Kanji-Grundlagenkurs sowie ein weiterführender. In der Zeit kam ich mit knapp 500 Kanji in Berührung.

Hiragana/Katakana

Da dies beides Silbenalphabete sind, haben wir in den beiden Semestern meist pro Woche fünf Silben gelernt (immer die komplette Vokalreihe, z. B. a, i, u, e, o; ka, ki, ku, ke, ko usw.). Wir haben im Unterricht geübt, wer wollte, zusätzlich zu Haus.

Bei mir sah das so aus, dass ich mit Musik gelernt habe.
Da ich einige Monate zuvor begonnen hatte, japanischsprachige Musik zu hören, habe ich mir Songtexte rausgesucht, die romanisiert waren, also in Buchstaben umgeschrieben. Diese habe ich als Vorlage genutzt. Aufgrund der Art, wie dies meist gemacht wird, haben sich ein paar Fehler eingeschlichen, aber für die reine Übung selbst, war das nicht weiter schlimm.[1]


Hiragana
(zum Vergrößern das Bild anklicken)


Katakana
(zum Vergrößern das Bild anklicken)

Ich habe hier mal den Anfang eines solchen Textes fotografiert. Oben die Übung von damals. Zusätzlich habe ich das jetzt einfach noch mal gemacht, auch, weil sich die Schrift mit aufkommender Routine ein bisschen verändert hat.
Einmal für die Hiragana und ebenfalls für die Katakana mit demselben Text. (Diese eben erwähnten „Fehler“ habe ich jetzt übrigens gleich durch die richtigen Hiragana/Katakana ersetzt, weil ich das mittlerweile eher erkenne.)
Ich habe übrigens in jedem Beispiel auch heute was vergessen (bei den Hiragana fehlt in der letzten Zeile ein „n“/ん, bei den Katakana in der letzten Zeile des ersten Absatzes ein „mai“/マイ).

Ein paar Tage später habe ich mir dann die Hiragana oder Katakana zur Hand genommen und diese wieder in Buchstaben übertragen. Diese habe ich dann wiederum mit dem Ursprungstext, den ich als Vorlage genutzt habe, abgeglichen.

Wobei ich auch sagen muss, dass diese romanisierten Texte teils eine absolute Katastrophe sind, was die Gliederung betrifft. Ich nehme an, diejenigen, die sie online gestellt haben, hatten von der Sprache auch nicht zu viel Ahnung. Bei mir wäre vor Jahren auch nichts Besseres rausgekommen, das soll also keine Kritik sein. Ich sehe nur jetzt, wie schwer es mir dieses Mal gefallen ist, weil ich ständig aus dem Wortfluss raus war und überlegen musste, was wohin gehört. Ich bevorzuge deswegen auch Originaltexte. Die ich im Übrigen auch selbst romanisiere. Einerseits weil ich sie so schnell nicht lesen kann bzw. viele Kanji noch immer nicht kenne, andererseits als Leseübung.

Für mich war das damals ein guter Weg. Wenn ich Zeichen immer nur in derselben Reihenfolge lerne, präge ich sie mir voneinander abhängig ein. Sobald sie durcheinander gewürfelt sind, fange ich an zu stolpern. Außerdem konnte ich mein Interesse für die Musik damit verbinden.
Und ich habe das überall gemacht. Wenn ich beispielsweise mit der Bahn von A nach B gefahren bin, hatte ich meinen Block und einen ausgedruckten Text dabei.

An diesem Punkt höre ich für heute auf, der Beitrag zu den Kanji kommt ein anderes Mal.

Bis denne ☆

 
[1]
Üblich ist für das Parikel は die Umschrift „wa“ anstatt „ha“, wie die Silbe eigentlich gelesen wird. Also stand in dem Songtext „wa“ und ich habe dementsprechend わ geschrieben, das eigentlich „wa“ romanisiert wird.
Dasselbe gilt für を, das meist mit „o“ dargestellt wird, obwohl die eigentliche Lesung „wo“ ist.
Ebenfalls für へ, welches oft mit „e“ romanisiert wird, obwohl es eigentlich ein „he“ ist.
Das hat meines Wissens etwas mit der Aussprache der drei Silben zu tun, ich mag diese Form der Umschrift dennoch nicht und verwende sie auch nicht. Texte, die ich in Buchstaben umschreibe, bekommen auch „ha“, „wo“ und „he“.

Leserückblick Juni

Der Juni ist vorbei und deswegen ist heute wieder Zeit für einen neuen Leserückblick.

Tatsächlich ist Lesen nach wie vor ein Thema bei mir, das nicht so wirklich hoch im Kurs steht. Aber zumindest lese ich meist recht viel, wenn ich mich hinsetze (wobei viel relativ ist).

Deswegen sind es im Juni bei mir immerhin mehr oder weniger drei Bücher geworden.

Den Anfang hat „Katzen würden Mäuse kaufen“ von Hans-Ulrich Grimm gemacht. Allerdings bin ich nicht sehr weit gekommen, da mir das Buch viel zu reißerisch geschrieben ist. Ich habe es deswegen abgebrochen. Ob ich es irgendwann trotzdem noch mal in die Hand nehmen werde, weiß ich nicht.

Danach habe ich „Cyber Trips“ von Marie Graßhoff gelesen, das Ende Mai erschienen ist.
Nachdem mir „Neon Birds“ sehr gut gefallen hatte, wollte ich natürlich wissen, wie es weitergeht. Das Buch war seit langer Zeit vorbestellt und nachdem ich es endlich abgeholt hatte (ich bin derzeit nicht so häufig in der Ecke, in der die Filiale liegt), war es dann soweit. Es ist ja nicht selten, dass zweite Teile einer Trilogie nicht ganz so mitreißt und so war es auch mit diesem Buch. Ich nehme an, dass im dritten Band noch mal ordentlich Fahrt aufgenommen wird und genau an dem Punkt bin ich nicht sicher, ob mir das gefällt, denn das ist so ein bisschen mein Kritikpunkt in Band 2. Den Hauptfiguren steht bereits so viel Gegenwehr entgegen, dass ich mir schwer vorstellen kann, wie sie das noch hinbekommen sollen. Aber es bleibt natürlich die Frage, ob das überhaupt Ziel der Reihe ist und deswegen lasse ich mich einfach mal überraschen. Vielleicht wird es noch eine große Wendung geben, die das alles in ein passendes Licht rückt.

Anschließend bin ich bei Sci-Fi geblieben und habe mit „Wasteland“ von Judith C. Vogt und Christian Vogt weitergemacht. Ein Buch, das mit gendergerechter Sprache auffährt, die sich überwiegend hervorragend lesen lässt. Diese Geschichte zeigt, dass Neopronomen problemlos in Texten Verwendung finden können, ohne sie näher zu erklären.

Kennt ihr eines der Bücher?
Mögt ihr solche Zukunftssettings?
Was habt ihr so gelesen?

Bis denne ☆

Ableistische/saneistische Sprache

Jede:r von uns kennt das vermutlich.
„Wo habe ich denn nur den blöden Schlüssel liegen lassen?“
„Bist du blind?“
„Das war wahnsinnig toll!“
Und jede Menge mehr solcher Äußerungen.

Was das Problem daran ist?
Sie sind ableistisch/saneistisch.

Für mich ist dieses Thema auch noch ein bisschen neu, sollte ich also etwas falsch formulieren, weist mich bitte darauf hin.

Soweit ich es verstanden habe, bezieht sich ableistisch auf die Verwendung von Begriffen, die sich eigentlich auf körperliche Erkrankungen beziehen (vom Englischen abled) und saneistisch auf mentale Erkrankungen (vom Englischen sane).
„Blind“ wäre in dem Fall körperlich. Menschen oder auch Gegenstände sowie Situationen usw. mit Begriffen, die Krankheiten bezeichnen, zu beschimpfen (und es ist selbst im Beispiel mit dem Schlüssel oben eine Beschimpfung) ist ableistisch. Und eben für betroffene Menschen möglicherweise verletzend (dass es welche unter ihnen gibt, denen das egal ist, negiert nicht die Verletzung derjenigen, die es als solche empfinden).
„Wahnsinnig“ ist ein Wort, über das sich bisweilen gestritten wird. Es habe sich so eingebürgert und gilt selbst nicht als Krankheit, aber Wahn tut es eben doch und mit all der negativen Konnotation ist dieses Wort als Verstärker nicht nötig (zumal es gerade dafür sehr viele Ausweichmöglichkeiten gibt: unfassbar, unglaublich, enorm, extrem usw.).

„Toll“ fällt übrigens auch darunter, das ist mir bis vor Kurzem auch durchgerutscht, obwohl es mir seitens der Tollkirsche oder der Tollwut durchaus auch in dem Zusammenhang ein Begriff ist.

Insgesamt begegnet mir ableistische/saneistische Sprache sehr viel. Im direkten Kontakt mit Menschen, wie aber auch online.
Seitdem mir bewusst geworden ist, wie problematisch sie ist, finde ich es wichtig, darauf zu achten. Und ich muss zugeben, dass es mir schwerfällt, nicht jedes Mal darauf hinzuweisen (ich bin sicher, so einige Menschen hätten sehr schnell keine Lust mehr, sich mit mir zu unterhalten, eben weil ableistische/saneistische Sprache in unserem Alltag so normal ist, wenn sie auch nicht normal sein sollte). Ich suche derzeit noch nach dem Umgang für mich, wann ich darauf hinweise und wann ich es unterlasse (es hilft niemandem, wenn andere Leute sich zurückziehen, anstatt zu reflektieren und zu verändern).

Auch ich nutze solche Begriffe noch, ich bin nicht fehlerfrei. Aber ich korrigiere mich, sobald es mir auffällt. Damit ich diese Wörter aus meinem Kopf bekomme, sie aus diesem Normal für mich herausfallen. Das ist nicht immer einfach, aber sehr wichtig, wie ich finde.

Wie ist das bei euch, achtet ihr selbst darauf?
Wie oft stolpert ihr?
Oder ist es euch egal?

Bis denne ☆

Katzen: Rezensionen zu Büchern und Zubehör

Das Thema Katzen ist für mich neben dem Schreiben eines, das ich seit Jahren verfolge.
Seit meine Katze 2011 bei mir eingezogen ist und kurz darauf krank wurde (inklusive einer Nacht stationär in der Tierklinik) bin ich in Katzenforen unterwegs.

Als ich 2015 mit dem Barfen angefangen habe, bin ich dadurch auch in entsprechende Foren gegangen. In einem davon bin ich bis heute unterwegs und mittlerweile seit zwei Jahren auch Mod.

Während ich immer wieder sage, dass ich keine Rezensionen schreibe, habe ich das dort durchaus getan. Einerseits für ein paar Bücher zu diesem Thema, aber auch zu ein paar Hilfsmitteln – entweder für die Rohfütterung oder allgemein in meinem Alltag.

Da ich immer wieder mitbekomme, dass sich unter meinen Kontakten in den sozialen Medien Katzenbesitzer:innen befinden, dachte ich, ich teile diese Rezensionen mit euch.
Die wenigsten von euch denken dabei an Rohfütterung und das ist auch völlig in Ordnung.
Es ist ein bisschen was an Aufwand, das Futter selbst herzustellen. Einerseits setzt es einiges an Wissen voraus, wenn man mit einer fundierten Basis an die Sache rangehen will (viele glauben anfangs, das nie lernen zu können, aber eigentlich ist es nur viel Lesestoff, aber nicht schwer zu lernen). Andererseits braucht es eben auch Zeit, um das Futter herzustellen. Und Gefrierkapazitäten, denn die wenigsten von uns stellen sich täglich hin und mischen Futter für nur einen Tag an.
Für diejenigen, die an der Thematik interessiert sind, sind die Buchrezensionen vielleicht interessant.

Der Rest bezieht sich auf Futterautomaten und einen Fleischwolf.
Ich habe seit Jahren Futterautomaten hier im Einsatz, weil meine Katze mittlerweile alle vier Stunden Futter braucht und ich damit nicht ständig Futter neu hinstellen muss (das würde einerseits bedeuten, zu festen Zeiten zu Haus zu sein und nicht auch mal länger am Stück unterwegs zu sein, andererseits müsste ich aber auch nachts einmal dafür aufstehen, was auf Dauer auch nicht gesund ist). Über die Jahre habe ich drei verschiedene Modelle im Einsatz (gehabt) und eines nur bestellt, aber zurückgesendet gehabt, weil ich sehen konnte, dass es für meine Bedürfnisse nicht funktioniert.
Außerdem bekomme ich immer mal wieder in allgemeinen Katzenforen mit, dass Besitzer:innen unsicher sind, ob diese Geräte für sie geeignet sein können. Je nach Typ und Shop schwanken die Kosten zwischen rund 20,00 bis 50,00 € (und das sind nur Online-Preise).
Deswegen teile ich auch diese Rezensionen mit euch.

Um den Beitrag nicht zu sprengen (in dem Theme funktionieren manche Einstellungen nicht, ich weiß nicht, ob das mit einem Spoiler überhaupt klappt), verlinke ich euch die Rezensionen und setze euch hier schon mal als Vorschau jeweils ein Bild dazu. Für die Futterautomaten und den Fleischwolf finden sich weitere Fotos in den Rezensionen.

Bücher

Es handelt sich hierbei um vier Bücher von drei Autorinnen.


Natural Cat Food von Susanne Reinerth


Katzen BARFen von Petra von Quillfeldt


einfach barf von Doreen Fiedler


Katzenernährung nach dem Vorbild der Natur. Barfen in allen Lebensphasen von Doreen Fiedler

Fleischwolf

Das ist kein zwingendes Zubehör beim Barfen, aber ich brauchte ihn irgendwann für meine Katze, da sie stückiges Fleisch nicht mehr vertragen hat.


Beem Panther

Futterautomaten

Zwei davon habe ich nach wie vor im Einsatz. Einer passte gar nicht zu mir. Den anderen hatte ich lange Zeit verwendet, aber fand ihn im Laufe der Zeit immer ungünstiger.


TX2 von Trixie


TX4 von Trixie


TX6 von Trixie


Cat Mate C500 von Pet Mate

Es gibt bislang auch noch zwei Artikel zu einer Krankheit bzw. Rohfütterung im Zusammenhang damit (chronische Niereninsuffizienz, kurz CNI), aber das ist dann noch mal ein sehr spezielles Thema für sich.

Vielleicht sind die Rezensionen ja für di:en eine:n oder andere:n von euch etwas.
Bei Fragen helfe ich natürlich gern, sofern ich kann.

Bis denne ☆

Bücherneuzugänge Rest 2019 bis heute

Es sind tatsächlich schon wieder über zehn Monate vergangen, seit ich euch gezeigt habe, welche Bücher bei mir eingezogen sind.
Was aber daran liegt, dass ich weiterhin kaum neue kaufe.

Wenn mir jetzt also nichts durchgerutscht ist (bei den E-Books definitiv nicht, da habe ich kurz durch meine Bestellliste geschaut und da war in dem Zeitraum nichts), dann waren es wirklich nur vier Bücher.

Zwei davon sind bereits gelesen („Neon Birds“ und „Sommerfrost“), die anderen beiden sind ganz neu bei mir.

Dadurch habe ich leider auch gar nicht viel zu berichten, dachte aber, dass ich trotzdem mal dazu schreibe, weil schon wieder so viel Zeit vergangen ist.

„Cyber Trips“ war ja ohnehin zu erwarten gewesen (also einerseits, weil es Teil einer Trilogie ist, aber andererseits, weil mir „Neon Birds“ ja extrem gut gefallen hat). Über „Wasteland“ habe ich sehr viel positives gelesen und da ich sehr neugierig auf die Umsetzung nicht-binärer Sprache bin, kam das Buch jetzt hinzu. Im Grunde habe ich das nur auf meine Vorbestellung des anderen Buches gepackt, sonst wäre es schon ein bisschen länger hier (ich bin noch altmodisch und hole die Bücher aus der Filiale ab und brauchte so nur einmal zu gehen).

Kauft ihr auch eher weniger neue Bücher?
Oder könnt ihr nicht widerstehen und es kommen sehr regelmäßig neue hinzu?
Welche Bücher sind als letztes bei euch eingezogen?

Bis denne ☆