Ich habe keine Lust mehr!

Ich habe keine Lust mehr, mit -Isten zu diskutieren, mich zu rechtfertigen, mich zu erklären, mich zu … egal was.

Ich habe keine Lust mehr, über Alltagsrassismus zu diskutieren, den Menschen nicht erkennen wollen. Es war schon immer so? Witze hat es schon immer gegeben? Dementsprechend müssen Betroffene sie ertragen, wenn sie nicht mit Scheuklappen und Gehörschutz draußen rumlaufen wollen? Falsch! Nicht die Betroffenen müssen etwas an sich ändern, sondern die Rassisten. Und sie können noch so gegen rechts sein. Solange sie rassistische Äußerungen machen, sind sie Rassisten. Ob sie das hören wollen oder nicht. Solange sie mit „stimmt, aber …“ antworten, haben sie nichts verstanden. Und zeigen auch keinerlei Bereitwilligkeit, ihre Äußerungen und Einstellungen auch nur zu überdenken. Das Aber negiert das Stimmt völlig. Da könnt ihr das Stimmt auch gleich weglassen. Wenn etwas nur stimmt, wenn es in eure Denkprozesse, die ihr nicht hinterfragen wollt, passt, dann will ich nicht mit euch diskutieren.

Ich habe keine Lust mehr, meinen Namen zu erklären, ihn zu rechtfertigen, ihn zu verteigen. Es ist mein Name. Er ist kein Gegenstand. Und es interessiert niemandem, wem außer mir er gefällt. Oder ob ein anderer besser gefällt. Den Namen hinterfragt man schon nicht, wenn es sich um den handelt, den jemand von seinen Eltern bekommen hat. Aber den, den sich eine Person selbst ausgesucht hat, respektiert man einfach und fertig. Unabhängig davon, ob man die Hintergründe kennt. Die Hintergründe für die Wahl dieses speziellen Namens oder die Hintergründe, warum diese Wahl für die Person überhaupt wichtig ist.

Ich habe keine Lust mehr, mich ständig erneut zu erklären. Zu hören „ich weiß ja auch nicht, wieso …“, obwohl ich die Gründe bereits mehrfach erläutert habe. Ich bin es leid, das Gefühl zu haben, ich hätte mich auch mit der Wand vor mir unterhalten können. Ich bin es leid, auf diese Weise vermittelt zu bekommen, dass meine Entscheidungen, meine Bedürfnisse …, dass ich nicht akzeptiert werde. Ob das nun Absicht ist oder nicht, ist mir dabei herzlich egal.

Ich habe keine Lust mehr, zu sehen, wie Fans die Entscheidung einer Band infrage stellen und sich darüber beschweren, während die Band sie zum Schutz der Fans getroffen hat. Eine Entscheidung, die monatelange Arbeit und Vorfreude über den Haufen wirft. Die das verschobene Live vielleicht nachholen lässt, aber das Konzept dabei dennoch nicht mehr funktioniert, weil dies nur an diesem einen Tag der Fall gewesen wäre. Wie können diese Menschen sich als Fan bezeichnen, wenn sie hinterher die Band angehen. Ich verstehe Frustration auf die Situation. Aber nicht, diese Frustration an der Band auszulassen, die immerhin selbst davon betroffen ist.

Ich habe keine Lust mehr, dass mein Geschlecht übergangen wird. Ich bin keine Frau. Ich habe es schon einmal gesagt, ich möchte nicht weiblich angesprochen werden (womit ich nicht kritisiere, wenn Fehler unterlaufen, es gibt Menschen, die sich umgehend dafür entschuligen und das ist völlig in Ordnung für mich). Mich interessiert nicht, ob Menschen Gewohnheitstiere sind oder nicht. Ich bin auch eines. Aber es hat etwas mit Respekt zu tun, diese Gewohnheiten nur bei den eigenen Belangen auszuleben, aber nicht bei denen anderer Menschen.

Bis denne ☆

Figurensteckbriefe – Pressen in Vorgaben oder hilfreiches Tool?

Sucht man im Internet nach Figurensteckbriefen[1], findet man unzählige Vorlagen. Egal, ob wenige Punkte oder zutiefst detaillierte Listen, was auch immer man braucht, di_er Autor_in wird fündig.[2]
Es gibt Befürworter_innen und Gegner_innen. „Ich will plastische Figuren erschaffen, die sich organisch entwickeln“, ist eine häufige Aussage derer, die von erwähnten Figurensteckbriefen nicht allzu begeistert sind. Und ganz unberechtigt ist dieser Einwurf auch nicht.

Wenn man einen solchen Steckbrief einfach nur von oben nach unten ausfüllt und überall irgendetwas einträgt, damit keine Lücken bleiben, kann dabei eine Figur entstehen, die nicht sehr glaubwürdig ist. Schnell gibt es Widersprüche, weil unbedingt Wunden existieren müssen, die aus der Vergangenheit der Figur resultieren, doch sie passen überhaupt nicht zum jetzigen Verhalten der Figur. Oft liegt es daran, dass man zu Beginn der Geschichte seine Figur noch nicht gut genug kennt und sie daher auch noch gar nicht vollständig im Figurensteckbrief notieren kann.

Dem kann man aber entgehen. Ich nutze solche Figurensteckbriefe beispielsweise seit Jahren sehr gern. Niemand sagt, dass man stur ausfüllen muss und dann nichts mehr ändern darf. Im Gegenteil. Die Option, die Eintragungen anzupassen, ist sogar wichtig. Zumindest dann, wenn man zu Beginn den Figurensteckbrief gleich vollständig ausfüllt.
Meine Herangehensweise ist etwas anders.
Ich fange damit auch recht früh im Plotprozess an, doch ich trage nur ein, was ich bereits über meine Figur weiß. Oft sind das überwiegend äußerliche Aspekte, aber vielleicht auch schon eine Angst, die die Figur in sich trägt und auch ein Ziel. Im Laufe meines sehr umfangreichen Plotprozesses ergänze ich dann den Steckbrief und vermerke dadurch Details, die mir sonst vielleicht entfallen würden. Für mich ist dieser Figurensteckbrief also eher eine Gedankenstütze zu meiner Figur/ den wichtigsten Figuren. Diejenigen, die nicht viel Zeit auf die Planung verwenden, sondern lieber entdeckend schreiben, können den Figurensteckbrief auf dieselbe Weise nutzen, indem sie sich während des Schreibens Informationen über ihre Figuren in den Figurensteckbriefen vermerken oder auch im Anschluss beim ersten Lesedurchgang. Sind die Informationen gebündelt, fallen einem Ungereimtheiten auch viel besser auf, was m. E. ein weiterer Vorteil dieser Steckbriefe ist.

Wie seht ihr das?
Nutzt ihr Figurensteckbriefe?
Oder findet ihr sie überflüssig?

Bis denne ☆

 
[1] Gängig hierfür ist eigentlich der Begriff „Charakterbogen“. Da ich aber zwischen Figuren und dem Charakter dieser Figuren unterscheide, möchte ich „Charakterbogen“ nicht verwenden und habe mich für „Figurensteckbrief“ entschieden.

[2] Figurensteckbriefbeispiel auf buch-atelier

Von Veränderungen und alles bleibt beim Alten

Hallo, ihr Lieben. ^^
Nicht erschrecken, dass es hier ein bisschen anders aussieht als bisher.

Das liegt daran, dass ich umgezogen bin und mich neu eingerichtet habe.
Ja, wenn ihr auf die Adresse schaut, dann seht ihr, dass ich von einer ganz eigenen zu einer WordPress-Domain gewechselt habe.

Aber warum eigentlich?
Ist das nicht eigentlich ein Schritt zurück?

Ja, vielleicht.
Aber in letzter Zeit ist das für mich immer unwichtiger geworden.

Möglichkerweise erinnert ihr euch, dass ich überlegt hatte, wie ich das Problem hinsichtlich der Domain wegen meines Namens angehen werde und das hier ist die Entscheidung.

Doch das war längst nicht der einzige Grund.

Wer es ein bisschen auf Twitter und Instagram mitbekommen hat, sind in den letzten Wochen und Monaten viele Kosten für meine Katze beim Tierarzt angefallen und im Augenblick bin ich über jeden Cent, den ich vermeiden kann, froh. Mit dieser kostenlosen Variante spare ich nicht viel, aber auch wenig ist besser als nichts.

Hinzu kommt – und das war im Endeffekt der ausschlaggebende Grund, das jetzt ganz schnell zu machen -, dass mein Hoster mir mitteilte (natürlich nicht nur mir, sondern allen, die eine Webseite dort hosten lassen), dass der Service für die bisherige php-Version auf kostenloser Ebene ausläuft. Ab in ein paar Tagen würde diese Version kostenpflichtig werden. Damit käme monatlich ein Betrag hinzu, der höher liegt als die bisherigen monatlichen Kosten für das Hosting des Blogs. Zwar kann man auf andere Versionen wechseln, aber jede weitere Version behält den Service für ein Jahr. Um mich damit nicht weiter rumärgern zu müssen, habe ich den Vertrag bereits gekündigt, auf die Version umgestellt, die über diesen Zeitraum noch hinausreicht, sodass ich mich hoffentlich um nichts mehr kümmern muss. Leider hat sich das nur geringfügig überschnitten, etwas früher und ich wäre um ein weiteres Jahr zahlen herumgekommen. Aber was solls. Somit bleibt der alte Blog und damit auch die alten Links noch ein Jahr erhalten, bis alles verschwindet.

Eigentlich ist das auch fast egal (außer eben für die Verlinkungen in den sozialen Medien), denn alles ist vom alten Blog hierher mit umgezogen. Alle Beiträge und Kommentare finden sich auch weiterhin. Ich habe deswegen auch drüben bereits die Kommentarfunktion deaktiviert, damit nicht noch neue Kommentare hinzukommen und ich dann nicht weiß, wie ich sie hier integrieren könnte.

Mein altes Layout war nicht mehr verfügbar und die Auswahl an kostenlosen Themes – vor allem innerhalb meiner Kriterien – ist doch sehr überschaubar. Aber ich habe eines gefunden. Die Anpassungsmöglichkeiten sind weit geringer, aber ich wusste, dass ich bei einer kostenlosen Version mit solchen Abstrichen rechnen musste. Insgesamt bin ich dennoch zufrieden. Das Design ist ähnlich clean wie das alte und das war mir am wichtigsten.
Da mir die alten Beitragsbilder fast zu bunt im Zusammenhang mit dem neuen Design sind, habe ich die Farben angepasst. Ja, die Farben der Links und Buttons, des Headerhintergrunds kombiniert mit denen aus dem alten Theme sind zu viele verschiedene, das ist bunt. xDD Aber mit diesem Beitrag ändert sich das Erscheinungsbild und dann stört auch das bald mein Auge nicht mehr.

Ich bin so froh, endlich die Problematik mit der alten Domain gelöst zu haben, denn das hat mich langsam wirklich gestört.
Witzigerweise erinnert mich das alles sehr an meinen Auszug bei meinen Eltern vor Ewigkeiten. Damals hatte ich innerhalb von eineinhalb Wochen eine Wohnung gefunden und den Vertrag unterschrieben. Jetzt war es eine halbe Woche vom Gedanken an eine kostenlose Seite hier bis diese fertig eingerichtet war (inklusive neuer „Über mich“-Seite) und seitdem darauf wartet, dass ihr von ihr erfahrt.

Auf dass ihr euch hier weiterhin wohlfühlt.

Bis denne ☆

Leserückblick Januar

 
Der erste Monat des neuen Jahres ist vorüber.
Und ich kann sagen, ja, ich habe gelesen. So … ein Buch. Und ein paar weitere Seiten.
 
 
 

 
Es war endlich soweit, ich konnte „Neon Birds“ von Marie Graßhoff zur Hand nehmen. Da ich zum Jahresende in einer Reihe steckte und diese erst beenden wollte, hatte dieses Buch, das ich bereits im Mai 2019 vorbestellt hatte, warten müssen.
Aber apropos Vorbestellung. Dadurch hatte ich die Möglichkeit an Maries Vorbestelleraktion teilzunehmen und die Illustrationen zu den Figuren der Geschichte zugesandt zu bekommen. Sie sind echt wundervoll gemacht und ich bin so froh, sie haben zu können. Diese Aktion wird es für die folgenden beiden Teile wohl nicht geben und ich kann völlig verstehen, wieso.
Ich schreibe ja keine Rezensionen, aber ehrlich Leute, lest dieses Buch. Ich weiß, der Hype darum war zum Jahresende nicht ganz klein und Hype kann echt nerven. Aber das Buch ist so toll. Und bis zum nächsten dauert es noch so lange.
 
 
 

 
Anschließend habe ich mir Brandon Sandersons „Krieger des Feuers“ zur Hand genommen. Ich habe den ersten Band bereits 2017 gelesen und wirklich gern gemocht. Aber jetzt, nach dem energiegeladenen „Neon Birds“ habe ich genau einen Tag daran gelesen und seitdem kein Buch mehr zur Hand genommen. Ob das nun einfach nur an meiner eigenen Verfassung lag, kann ich noch nicht sicher sagen.

 
Eigentlich hatte ich dazwischen noch „Zero“ von Marc Elsberg zur Hand genommen, aber bereits am ersten Tag und nach wenigen Seiten fand ich es so schrecklich langweilig, dass ich mir Rezensionen dazu durchgelesen habe, die keine Hoffnungen auf mehr machen. Ich denke nicht, dass ich es noch mal versuchen werde (und habe beim Fotografieren völlig vergessen, dass das Buch auch mit aufs Foto müsste, mag jetzt aber auch nicht noch mal anfangen, weil die Bilder für den Beitrag schon fertig sind).

 
Mehr wars dann aber auch wirklich nicht für den Januar. Mal sehen, ob der Februar mehr hergibt.

 
Seid ihr schwungvoll ins neue Lesejahr gestartet?
Oder treibt ihr auch eher gemächlich umher?
Hattet ihr auch schon ein Highlight dabei?

 
Bis denne ☆