Camp NaNoWriMo April 2020

Es ist wieder soweit, das Camp NaNoWriMo steht an.

Im letzten Jahr habe ich an gar keinem teilgenommen und auch jetzt bin ich noch gar nicht sicher, wie ausgeprägt es dieses Mal sein wird.
Aber zumindest habe ich ein Projekt auf der Seite angelegt.

Nachdem zum November hin die Seite umgestaltet worden ist und ich über ziemlich viele Probleme beim Eintragen des täglichen Wordcounts gehört habe, bin ich gespannt, wie das jetzt sein wird. Allein fürs Einrichten vorhin, bin ich ein paar Mal rausgeflogen und musste mich wieder einloggen, was mir den Eindruck gibt, dass das alles auch noch nicht so richtig funktioniert.
Ich lasse mich mal überraschen, ob dem wirklich so ist.

Übrigens bin ich eigentlich gar nicht mit einem Projekt dabei, sondern mit zwei – meinen beiden Spaßprojekten.
Und ich schreibe nicht, sondern plotte, zähle aber dennoch in Wortzahlen, die ich auf meinem durchschnittlichen Wordcount pro Stunde basierend berechne.

Wie ist das bei euch, nehmt ihr teil?
Wenn ja, was steht bei euch an, schreiben, planen, überarbeiten?
Habt ihr ein großes Ziel oder lasst ihr es ruhig angehen?

Bis denne ☆

Meine Schreibutensilien Teil 4

Heute komme ich zum digitalen mobilen Aspekt meiner Ausstattung.
In der Vergangenheit habe ich euch schon ein paar Stifte und auch mein Notizbuch (wenn dieses auch außerhalb dieser Reihe) gezeigt, aber ich schreibe/plane abseits meines Schreibtischs auch digital.

Bei mir ist es meist die Kombination aus Tablet und Bluetooth-Tastatur (ich habe auch einen Laptop, aber der ist größer und schwerer).

Um alles mit dem PC synchronisieren zu können, habe ich bislang Evernote verwendet, wobei die Dropbox natürlich auch eine Option wäre (allerdings synchronisiert Evernote direkt in eine Cloud, bei der Dropbox müsste ich die Dokumente erst in die Cloud schieben).
Mobil verzichte ich allerdings überwiegend auf Formatierungen, da ich generell in Word arbeite und – das kennen wir ja alle – programmübergreifend gern mal was verloren geht. Einfache Aufzählungen, die üblichen Auszeichnungen wie fett, kursiv und unterstreichen funktionieren, aber mehr habe ich nicht ausprobiert. Wobei ich allgemein sparsam damit bin, außer beim Planen, da kommen auch gern mal Tabellen zum Einsatz. Auf diese habe ich mobil aber bislang verzichtet.

Ich hätte mir damals auch eine Schutzhülle mit integrierter Tastatur für das Tablet kaufen können, aber ich habe mich bewusst für ein externes Gerät entschieden. Ich nutze die Tastatur bisweilen auch für lange Nachrichten über WhatsApp oder andere Apps am Smartphone, wenn ich dafür nicht extra auf den PC zurückgreife.
Das schöne an dieser Tastatur: Sie hat keine offenen Rillen um die Tasten und soll sich daher gut reinigen lassen (ich habs noch nie ausgetestet, so unglaublich viel bin ich dann nicht unterwegs und ich bewahre sie in einem kleinen Stoffbeutel auf, sodass sie sonst immer gut geschützt ist). Sie ist leicht, extrem flach und fühlt sich samtig weich an, dasselbe gilt für den Anschlag der Tasten. Dieser ist physisch spürbar, trotz der flachen Tastatur, aber eben unglaublich weich und angenehm.
In meinem Fall ist es die Tastatur, die laut Tastenbelegung für Apple-Geräte ausgelegt ist, einfach weil sie preiswerter war (deswegen ist es auch die rote und nicht die schwarze geworden). Wenn ich nicht weiter weiß, gibt es ja Suchmaschinen, um mir anzeigen zu lassen, wie ich meine vertrauten Windows-Tastenkombinationen ersetzen muss.

Was mir an der Trennung zwischen Tastatur und verarbeitendem Gerät außerdem gefällt, ist die Flexibilität. Ich habe schon in einem Sessel gesessen, gemütlich die Beine zur Seite geschlagen, das Tablet auf der Armlehne abgelegt, die Tastatur auf meinen Beinen und konnte problemlos damit schreiben. Bevorzugt sitze ich ja an meinem PC, aber als mobile Lösung funktioniert das super. Ebenso habe ich im ICE am Tisch mit einem Laptop das Problem, dass dieser entweder zu hoch steht oder aber nicht bequem auf die Beine passt, ohne dass der Tisch stört. Das Tablet habe ich einfach auf den Tisch gestellt, die Tastatur auf die Beine gelegt und los gings.

Was nutzt ihr, um unterwegs zu schreiben oder planen?
Habt ihr Erfahrung mit dieser Tastatur?
Welche Geräte könnt ihr empfehlen?

Bis denne ☆

Alltag: Depression

TW: Depression

Erinnert ihr euch an das Nichts aus „Die unendliche Geschichte“? Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass ich nur den Film als Kind mehrere Male gesehen habe, aber das alles verschlingende Nichts ist dennoch hängen geblieben.

Und in so etwas fühle ich mich derzeit gefangen.
Irgendwie mal wieder.
Und irgendwie zum ersten Mal.

Denn ich fühle mich gleichzeitig völlig rastlos.
Das ist für mich auch nichts neues, das war zumindest die letzten fünfzehn Jahre so, nur lange Zeit war ich auch in der Lage, immer was zu tun. Ich war ununterbrochen beschäftigt, was vor allem für meinen Kopf gilt. Körperlich aktiv sein, war nie meins, aber geistige Auslastung war für mich immer wichtig (ich vermute, dass ich deswegen auch nicht gern Filme oder Serien sehe, weil ich dabei zu sehr wegdriften kann und nicht ausreichend Fokus brauche, den mein Kopf benötigt, um ausgelastet zu sein).
Mittlerweile fehlt mir schon seit langem die Kraft, mich auch tatsächlich so zu beschäftigen wie damals.

In manchen Zeiten, in denen ich eher dysthym als tatsächlich depressiv bin, geht es. Da schaffe ich ein bisschen was und komme ganz gut zurecht. Es fällt mir zwar auch dann schwer, mich zu den Dingen aufzuraffen, die mir keinen Spaß machen, aber es geht.
Wenn ich richtig in der Depression hänge – und im Grunde tue ich das seit Mitte November, da gab es die erste schwere Phase, seit einer Woche stecke ich in der nächsten, die noch intensiver ist -, dann lässt auch das fast vollständig nach.
Ich zwinge mich zu manchen Dingen. Ich habe die Verantwortung für meine Katze, ich muss also irgendwie die für sie nötigen Dinge machen. Genauso wie ein paar für mich. Essen ist tatsächlich etwas, das bei mir nicht ausfällt, wie ich das oft von anderen höre. Ich weiß nicht sicher, woran es liegt, vielleicht daran, dass ich sehr regelmäßig essen muss und das seit mittlerweile über fünfzehn Jahren. Aber zu essen bedeutet auch, einkaufen zu müssen. Dazu muss ich mich irgendwie auch zwingen, gleichzeitig schaffe ich das meist als hätte ich auf Autopilot umgeschaltet.

Zurückgezogenheit kennen vermutlich auch die meisten.
Ich bin eigentlich ein kommunikativer Mensch, sobald ich aufgetaut bin oder das Gefühl habe, etwas sagen zu können (ich bin da sehr schnell zu verunsichern). Ich brauche das eigentlich sogar recht viel, eben auch, um meinen Kopf beschäftigt zu halten und nicht über all das Chaos nachzudenken, das darin munter Samba tanzt. Aber unter Depression bin ich nicht in der Lage, Menschen zu kontaktieren. Ich schaffe meist nicht mal, Likes zu verteilen oder Kommentare zu schreiben. Selbst wenn ich Posts lese.

So sumpfe ich also den Großteil des Tages vor mich hin.
Meine Spaßprojekte sind weiter im Rennen, aber momentan auch weniger. Ganz ohne geht für mich nicht, das ist immerhin etwas Gutes, aber längst nicht ausreichend. Zumal ich durch die Müdigkeit, die mit Schlafmangel, Einschlafproblemen, Durchschlafstörungen etc. einhergeht, eben auch gar nicht die Kreativität habe, die ich teils bräuchte.
Womit auch das Thema Schlaf aufkommt, das für mich ein weiteres Problem ist. Seit ein paar Jahren geht es, aber lange Zeit hat sich Schlaf für mich wie Zeitverschwendung angefühlt. Wie viel schöner wäre es, in der Zeit, in der ich im Bett liege, produktiv zu sein? Diese Gedanken hatte ich die letzten Jahre im Griff. Seit ich mich aber auch mit Schlaf überhaupt nicht mehr ausgeruht fühle, kehrt das Gefühl zurück. Wozu die Zeit im Bett verschwenden, wenn ich mich hinterher genauso erschlagen fühle?
Im letzten Jahr habe ich nach vielen Jahren das erste Mal überhaupt wieder ein paar Nächte nicht geschlafen. Wenn ich mich nicht täusche, waren es acht. Auf dieselbe Anzahl komme ich in diesem Jahr allein in den ersten beiden Monaten. Das ist nicht unbedingt geplant gewesen, sondern da hat meine Zwangsstörung mit reingespielt, aber ich bin mir manchmal nicht sicher, ob wiederum unterbewusst nicht doch auch eine Steuerung durch mich läuft (mehr zu meiner Zwangsstörung und nicht zu schlafen findet ihr hier), weil Schlaf eben so sinnlos erscheint.
Stattdessen spiele ich den halben Tag irgendwelche Spiele (vornehmlich Merge Dragons und Sudoku). Nichts Aufregendes, ich habe schon genug Stresshormone in mir, aber immerhin beschäftigt es. Es ist nur überhaupt nicht produktiv und kollidiert dann wieder mit dem Drang, genau dies zu sein. Was noch mehr Unzufriedenheit auslöst. Auch wenn niemand Forderungen an mich stellt (abgesehen von blöden bürokratischen Erledigungen, die die letzten Wochen auch nicht gerade positiv gestaltet haben, aber ich meine eher hinsichtlich dieses Drangs nach Produktivität).

Wenn ich also still bin, dann nicht, weil ihr mir egal seid.
Sondern einfach weil mir die Kraft fehlt.
Und der Antrieb.
Und …

Bis denne ☆

Leserückblick Februar

Ich fühle mich ja fast ein bisschen ins letzte Jahr zurückversetzt.

Erinnert ihr euch noch, als ich fast ein Vierteljahr gebraucht habe, bis ich „Kernstaub“ gelesen hatte?
So ähnlich ist es jetzt auch.

Deswegen ist auf dem Bild auch nur ein Buch, nämlich „Krieger des Feuers“ von Brandon Sanderson, zu sehen.

Ich hatte Ende Januar mit dem Buch begonnen und im Februar an genau einem Tag ein paar Seiten darin gelesen. Das wars gewesen.

Ich merke, wie mir derzeit die Lust für all die Bücher fehlt, die hier stehen (und neue mag ich nicht kaufen, solange ich noch genügend im Regal warten habe). Ich denke, ein Teil liegt darin begründet, dass „Neon Birds“ im Januar mich sehr gefesselt hat und ich nichts vergleichbares hier stehen habe. Ob das alles ist, weiß ich nicht.

Dennoch habe ich im Februar gar nicht wenig gelesen.
Der Rest waren allerdings nur eigene Rohfassungen. Die zähle ich nicht als Buch, aber ich dachte mir, ich spreche dennoch mal in Zahlen.
Insgesamt waren das nämlich 1.876 Normseiten bzw. 432.606 Wörter (laut Word).

Ja, die Depression hat mich nach wie vor fest im Griff und das spiegelt sich bei mir auch gern auf diese Weise wider (wenn ich nicht durch andere Faktoren vom Lesen abgehalten bin, wie letztes Jahr im Juni).
Aber immerhin habe ich überhaupt gelesen und war überrascht, wie viel Entwicklung ich feststellen konnte, weil es sich bei den Rohfassungen um dasselbe Projekt handelt, das ich mehr als einmal geschrieben habe.

Und vielleicht wirds ja demnächst auch wieder mehr bei den Geschichten anderer. Denn eigentlich lese ich deretwegen.

Wie viel habt ihr im Februar gelesen?
Steckt ihr auch in einem Tief?
Oder könnt ihr die Nase gar nicht mehr aus dem Buch nehmen?

Bis denne ☆