Depression, OCD, Anxiety und Corona

Ich hatte eigentlich nie vor, wirklich über Corona zu schreiben. Doch da mir das Thema viel im Kopf umhergeht, tue ich es jetzt doch.

Für mich ist es heute Tag 50, seit ich mit StayHome begonnen habe. Und auch die Kontaktbeschränkungen laufen mittlerweile seit sechseinhalb Wochen, wenn ich mich nicht täusche (mein Zeitgefühl ist bereits völlig im Eimer). „Seit ich mit StayHome begonnen habe“ bedeutet in dem Fall nur, dass ich ab da aus meinem üblichen Rhythmus ausgebrochen bin. Was die erste auffällige Veränderung für mich hinsichtlich meiner Zwänge darstellt.
Und an diesem Punkt kommt für mich auch bereits die erste kleine Auswirkung zum Tragen.

Zwänge zu ändern, ist unglaublich schwierig. Und mein Alltag besteht zum großen Teil aus Zwängen. Aus zwangsartigen Routinen. Eine davon war, an vier festen Tagen in der Woche rauszugehen, meist einen kleinen Einkauf zu machen und an den anderen Tagen zu Haus zu bleiben. Nun gehe ich durchschnittlich höchstens einmal die Woche raus.
Diese Veränderung durchzuführen, war sogar relativ leicht. Was mich nicht gewundert hat. Veränderungen, die von außen herbeigeführt werden, fallen zumindest mir einfacher (ich kann nicht für andere Menschen mit Zwängen sprechen, das gilt für alles, was ich in diesem Beitrag schreibe). Gerade wenn es sich um eine Situation wie die derzeitige handelt.

Allerdings spüre ich bereits jetzt – wo wir noch am Anfang der Pandemie stehen -, dass sich die Auswirkungen für mich später negativ zeigen werden. Ich erlebe das im Grunde bereits jetzt. Und da meine Zwänge eben oft Routinen sind, zu einer Normalität werden, ist es hinterher auch nicht so, dass ich einfach wieder auf das Davor zurückgehen kann. Das heißt in dem Fall, dass ich auch hinterher so selten rausgehen werde. Alles andere wird extrem harte Arbeit werden. So wie jedes Aufbrechen von Zwängen, ohne äußere Notwendigkeit.
Während ich schon Stimmen gelesen habe, was andere tun werden, wenn wir uns wieder sorgenfrei draußen bewegen können, weiß ich jetzt schon, dass bei mir alles schlimmer als vorher sein wird. Ich werde nicht ausgiebig shoppen gehen, mich nicht mit Freunden treffen und sie endlich wieder umarmen. Ich werde weiter so zurückgezogen leben wie jetzt. Und es hat nichts damit zu tun, dass ich „den Teufel an die Wand male“ oder mir das jetzt schon einrede und dann natürlich so ende. Es ist ein Erfahrungswert. Eine Beobachtung aus den vielen Jahren mit Zwängen.

Es fällt mir jetzt schon schwer, rauszugehen. Ich schiebe die Male, an denen ich einkaufen muss, meist so weit ich kann nach hinten. Ich koordiniere sie teils in Hinblick auf andere Termine, die bei mir glücklicherweise derzeit selten sind. Aber wenn ich zu einem muss, dann kombiniere ich ihn mit einem Einkauf, um so selten wie möglich rauszugehen. Einerseits eben, weil ich es in der momentanen Pandemie-Situation für sinnvoll halte (was auch an meinem Wohnumfeld liegt, darauf komme ich gleich noch mal zurück). Andererseits aber auch, weil ich mich hier sicherer fühle. Nicht nur sicher vor Ansteckung, die sehe ich für mich nicht so unglaublich groß, weil ich zumindest von meiner Seite aus die Maßnahmen einhalte, nur mit Maske rausgehe, immer Abstand suche (das habe ich aber schon vorher getan). Es hängt auch damit zusammen, dass ich mich vorher schon zu Haus am sichersten gefühlt habe und die derzeitige Situation verstärkt das nunmal.

Ich wohne in einem sehr großen Haus. Es gibt hier ungefähr 150 Wohnungen. Zwei Aufzüge, ein Treppenhaus, das aber von den Etagen abgegrenzt ist, weswegen ich es nicht gern betrete.
Dieses Haus zu verlassen oder zu betreten, birgt ein größeres Kontaktrisiko als ein Spaziergang.
Im Schaukasten und neben den Bedienelementen der Aufzüge unten hängen Zettel, dass wir Mieter:innen auf den Abstand achten sollen. Der eine Aufzug ist für 13 Personen/1.000 kg zugelassen, der andere für 6 Personen/500 kg. Letzterer ist so der Standard, den ich aus Plattenbauten kenne. Darin können sich derzeit nur Personen aus einem Haushalt aufhalten, denn ein Abstand von 1,5 m ist nicht möglich. Der andere dürfte das zulassen, wenn eine Person bis ganz hinten durchtritt, die andere direkt hinter der Tür stehen bleibt. Das macht es dort also bis zu maximal vier Personen aus zwei Haushalten möglich, wenn diese jeweils vorn und hinten direkt nebeneinander stehen. Dementsprechend schnell kann es zu größeren Wartezeiten kommen (ich hoffe jedes Mal, dass der Aufzug leer ist, wenn er ankommt). Allerdings hält sich nicht jede:r daran.
Ich hatte es gerade bei meinem letzten Einkauf, dass ich bereits in dem kleinen Aufzug stand. Er hielt, davor eine Person. Es gab keine Maske und die Person wollte einsteigen. In mir wallte ganz kurz Panik auf (es fällt mir schwer, Menschen anzusprechen und ihnen dann auch noch eine Abfuhr zu erteilen, umso mehr), doch dann sagte ich nur sehr direkt: „Sie können hier nicht rein.“ Die Person trat zurück, hatte aber eindeutig Verärgerung im Gesicht stehen. Dieses Beispiel zeigt mir, dass es vielen Menschen egal ist. Und solche Konfrontationen sind nicht nur etwas, das derzeit eben gehäuft auftreten kann, vor allem, je öfter ich rausgehe, sondern für mich auch Stress. Es ist mir bislang nur einmal passiert (ich war in der ganzen Zeit acht Mal draußen[1], einmal davon kurz nacheinander, weil ein Teil meines Einkaufs verdorben war und ich den nicht einfach ersetzen konnte), aber ich denke eben auch, dass es daran liegt, dass ich überwiegend hier bin.

Das ist die eine Auswirkung.
Eine weitere wird sein, dass die derzeitigen Abstände verschwinden werden. Sie lassen ja jetzt bereits nach, seit die Maskenpflicht eingeführt worden ist (die meiner Ansicht nach sehr locker von vielen angewendet wird). Aber zumindest an Kassen habe ich bislang positive Erfahrungen beim Einhalten der Markierungen gemacht. Und dies ist ein Punkt, den ich derzeit genieße.
Wenn da keine Streifen mehr auf dem Boden kleben, werden die Menschen wieder an mir kleben. Das hat mich zuvor schon gestört. Das hat mich zuvor gelegentlich nahe einer Panik gebracht. Und nach all dem Abstand jetzt, der eine wundervolle Ruhepause auf dieser Ebene für mich ist, wird das umso schlimmer sein. Und auch das lässt mich wiederum bevorzugt hier bleiben.

Ansonsten erledige ich alle Wege zu Fuß.
Wenn ich nicht weiter von meiner Wohnung weg muss (ich hatte vor einiger Zeit einen Termin, zu dem ich eine Stunde pro Richtung mit den Öffentlichen unterwegs war), laufe ich alle Strecken. Ich kaufe deswegen nicht nur in der direkten Umgebung ein, ich laufe auch 3 – 4 km zum Supermarkt und anschließend mit dem Einkauf zurück. Das ist anstrengend, allein, weil meine Einkäufe jetzt größer sind, wo ich nur noch einmal pro Woche einkaufe, aber es erspart mir die Nutzung der Öffentlichen Verkehrsmittel.

Und dann sind da die Sozialen Medien.
Im Grunde bin ich in meiner Blase recht gut geschützt. Ich umgebe mich mit Menschen, die die Situation mit Sinn und Verstand behandeln.
Aber natürlich bekomme ich auch anderes mit. Teils auch bewusst, indem ich durch Twitter-Trends etc. schaue. Ich glaube nicht, dass mir das schadet, weil ich mich durchaus auch abgrenze. Aber mir das anzuschauen, zeigt mir eben auch ein Stück mehr, was außerhalb meiner Blase so geschieht. Wie Menschen die gefassten Beschlüsse zu Lockerungen erleben (Stichwort: Schulöffnungen).

Es macht mir Sorge zu sehen, wie sich das derzeit alles entwickelt. Das ändert selbstverständlich nichts daran, wie andere Menschen damit umgehen. Ob sie die Maßnahmen für überzogen, für zu gering oder für passend halten. Ob sie sich daran halten oder nicht.
Dennoch sind da eben viele sorgenvolle Gedanken.

Die der Depression, die seit mittlerweile zwei Monaten durchgängig da ist, eben auch immer neues Futter geben. Und da ist eben nichts mit „einfach mal die Gedanken abstellen“. Das ist ohnehin ein so lapidar dahingeworfener Satz, der jeglicher Realität widerspricht. Doch unabhängig davon hilft es mir ja auch nichts, mich komplett vom Geschehen um mich herum abzugrenzen.
Selbstverständlich beobachte ich es, denn diese Änderungen gehen uns alle an. Wenn sie schiefgehen, werden sie sich negativ auf uns auswirken. Tritt das nicht ein … okay, das wäre wünschenswert.

„Geh doch mal mehr raus“ heißt es dann immer, gerade bei Depression.
Nein, das ist nichts, was mir derzeit helfen würde. Im Augenblick würde das alles nur verstärken, weil es eben mit zusätzlichem Stress für mich verbunden wäre.
Deswegen bleibt mir derzeit nichts anderes übrig, als auszuharren und abzuwarten. Genau etwas, das mit der Angststörung erneut schwierig ist. Angststörung – Ängste allgemein – gehen immer mit dem Bedürfnis nach Kontrolle einher. Aber derzeit ist so absolut nichts kontrollierbar. Nichts lässt sich absehen, es kann sich jederzeit alles ändern. Und das erhöht den Stress erneut.
Auch hier gilt für mich, ich versuche nicht allzu sehr darüber nachzudenken, was denn nicht alles kommen könnte, sofern ich es nicht muss. Ich denke nicht darüber nach, ob im Sommer nicht dies oder das oder jenes möglich sein wird, weil nichts planbar ist. Dennoch ist eben das Wissen über die absolute Ungewissheit da und das allein ist ausreichend, um weitere Unsicherheit zu schüren.

Wie geht ihr damit um?
Haben sich Erkrankungen bei euch durch die Situation verstärkt?
Oder ist euch das alles völlig egal?

Bis denne ☆

[1]
Als kleiner Vergleich, nach meinem üblichen Schema wären das inklusive heute (Donnerstag) achtundzwanzig Mal gewesen, Ostern ist mit berücksichtigt.

Ich habe keine Lust mehr!

Ich habe keine Lust mehr, mit -Isten zu diskutieren, mich zu rechtfertigen, mich zu erklären, mich zu … egal was.

Ich habe keine Lust mehr, über Alltagsrassismus zu diskutieren, den Menschen nicht erkennen wollen. Es war schon immer so? Witze hat es schon immer gegeben? Dementsprechend müssen Betroffene sie ertragen, wenn sie nicht mit Scheuklappen und Gehörschutz draußen rumlaufen wollen? Falsch! Nicht die Betroffenen müssen etwas an sich ändern, sondern die Rassisten. Und sie können noch so gegen rechts sein. Solange sie rassistische Äußerungen machen, sind sie Rassisten. Ob sie das hören wollen oder nicht. Solange sie mit „stimmt, aber …“ antworten, haben sie nichts verstanden. Und zeigen auch keinerlei Bereitwilligkeit, ihre Äußerungen und Einstellungen auch nur zu überdenken. Das Aber negiert das Stimmt völlig. Da könnt ihr das Stimmt auch gleich weglassen. Wenn etwas nur stimmt, wenn es in eure Denkprozesse, die ihr nicht hinterfragen wollt, passt, dann will ich nicht mit euch diskutieren.

Ich habe keine Lust mehr, meinen Namen zu erklären, ihn zu rechtfertigen, ihn zu verteigen. Es ist mein Name. Er ist kein Gegenstand. Und es interessiert niemandem, wem außer mir er gefällt. Oder ob ein anderer besser gefällt. Den Namen hinterfragt man schon nicht, wenn es sich um den handelt, den jemand von seinen Eltern bekommen hat. Aber den, den sich eine Person selbst ausgesucht hat, respektiert man einfach und fertig. Unabhängig davon, ob man die Hintergründe kennt. Die Hintergründe für die Wahl dieses speziellen Namens oder die Hintergründe, warum diese Wahl für die Person überhaupt wichtig ist.

Ich habe keine Lust mehr, mich ständig erneut zu erklären. Zu hören „ich weiß ja auch nicht, wieso …“, obwohl ich die Gründe bereits mehrfach erläutert habe. Ich bin es leid, das Gefühl zu haben, ich hätte mich auch mit der Wand vor mir unterhalten können. Ich bin es leid, auf diese Weise vermittelt zu bekommen, dass meine Entscheidungen, meine Bedürfnisse …, dass ich nicht akzeptiert werde. Ob das nun Absicht ist oder nicht, ist mir dabei herzlich egal.

Ich habe keine Lust mehr, zu sehen, wie Fans die Entscheidung einer Band infrage stellen und sich darüber beschweren, während die Band sie zum Schutz der Fans getroffen hat. Eine Entscheidung, die monatelange Arbeit und Vorfreude über den Haufen wirft. Die das verschobene Live vielleicht nachholen lässt, aber das Konzept dabei dennoch nicht mehr funktioniert, weil dies nur an diesem einen Tag der Fall gewesen wäre. Wie können diese Menschen sich als Fan bezeichnen, wenn sie hinterher die Band angehen. Ich verstehe Frustration auf die Situation. Aber nicht, diese Frustration an der Band auszulassen, die immerhin selbst davon betroffen ist.

Ich habe keine Lust mehr, dass mein Geschlecht übergangen wird. Ich bin keine Frau. Ich habe es schon einmal gesagt, ich möchte nicht weiblich angesprochen werden (womit ich nicht kritisiere, wenn Fehler unterlaufen, es gibt Menschen, die sich umgehend dafür entschuligen und das ist völlig in Ordnung für mich). Mich interessiert nicht, ob Menschen Gewohnheitstiere sind oder nicht. Ich bin auch eines. Aber es hat etwas mit Respekt zu tun, diese Gewohnheiten nur bei den eigenen Belangen auszuleben, aber nicht bei denen anderer Menschen.

Bis denne ☆

Von Veränderungen und alles bleibt beim Alten

Hallo, ihr Lieben. ^^
Nicht erschrecken, dass es hier ein bisschen anders aussieht als bisher.

Das liegt daran, dass ich umgezogen bin und mich neu eingerichtet habe.
Ja, wenn ihr auf die Adresse schaut, dann seht ihr, dass ich von einer ganz eigenen zu einer WordPress-Domain gewechselt habe.

Aber warum eigentlich?
Ist das nicht eigentlich ein Schritt zurück?

Ja, vielleicht.
Aber in letzter Zeit ist das für mich immer unwichtiger geworden.

Möglichkerweise erinnert ihr euch, dass ich überlegt hatte, wie ich das Problem hinsichtlich der Domain wegen meines Namens angehen werde und das hier ist die Entscheidung.

Doch das war längst nicht der einzige Grund.

Wer es ein bisschen auf Twitter und Instagram mitbekommen hat, sind in den letzten Wochen und Monaten viele Kosten für meine Katze beim Tierarzt angefallen und im Augenblick bin ich über jeden Cent, den ich vermeiden kann, froh. Mit dieser kostenlosen Variante spare ich nicht viel, aber auch wenig ist besser als nichts.

Hinzu kommt – und das war im Endeffekt der ausschlaggebende Grund, das jetzt ganz schnell zu machen -, dass mein Hoster mir mitteilte (natürlich nicht nur mir, sondern allen, die eine Webseite dort hosten lassen), dass der Service für die bisherige php-Version auf kostenloser Ebene ausläuft. Ab in ein paar Tagen würde diese Version kostenpflichtig werden. Damit käme monatlich ein Betrag hinzu, der höher liegt als die bisherigen monatlichen Kosten für das Hosting des Blogs. Zwar kann man auf andere Versionen wechseln, aber jede weitere Version behält den Service für ein Jahr. Um mich damit nicht weiter rumärgern zu müssen, habe ich den Vertrag bereits gekündigt, auf die Version umgestellt, die über diesen Zeitraum noch hinausreicht, sodass ich mich hoffentlich um nichts mehr kümmern muss. Leider hat sich das nur geringfügig überschnitten, etwas früher und ich wäre um ein weiteres Jahr zahlen herumgekommen. Aber was solls. Somit bleibt der alte Blog und damit auch die alten Links noch ein Jahr erhalten, bis alles verschwindet.

Eigentlich ist das auch fast egal (außer eben für die Verlinkungen in den sozialen Medien), denn alles ist vom alten Blog hierher mit umgezogen. Alle Beiträge und Kommentare finden sich auch weiterhin. Ich habe deswegen auch drüben bereits die Kommentarfunktion deaktiviert, damit nicht noch neue Kommentare hinzukommen und ich dann nicht weiß, wie ich sie hier integrieren könnte.

Mein altes Layout war nicht mehr verfügbar und die Auswahl an kostenlosen Themes – vor allem innerhalb meiner Kriterien – ist doch sehr überschaubar. Aber ich habe eines gefunden. Die Anpassungsmöglichkeiten sind weit geringer, aber ich wusste, dass ich bei einer kostenlosen Version mit solchen Abstrichen rechnen musste. Insgesamt bin ich dennoch zufrieden. Das Design ist ähnlich clean wie das alte und das war mir am wichtigsten.
Da mir die alten Beitragsbilder fast zu bunt im Zusammenhang mit dem neuen Design sind, habe ich die Farben angepasst. Ja, die Farben der Links und Buttons, des Headerhintergrunds kombiniert mit denen aus dem alten Theme sind zu viele verschiedene, das ist bunt. xDD Aber mit diesem Beitrag ändert sich das Erscheinungsbild und dann stört auch das bald mein Auge nicht mehr.

Ich bin so froh, endlich die Problematik mit der alten Domain gelöst zu haben, denn das hat mich langsam wirklich gestört.
Witzigerweise erinnert mich das alles sehr an meinen Auszug bei meinen Eltern vor Ewigkeiten. Damals hatte ich innerhalb von eineinhalb Wochen eine Wohnung gefunden und den Vertrag unterschrieben. Jetzt war es eine halbe Woche vom Gedanken an eine kostenlose Seite hier bis diese fertig eingerichtet war (inklusive neuer „Über mich“-Seite) und seitdem darauf wartet, dass ihr von ihr erfahrt.

Auf dass ihr euch hier weiterhin wohlfühlt.

Bis denne ☆

Rückblick 2019

 
Und damit liegt tatsächlich ein volles weiteres Jahr hinter uns. Hinter mir.
Und wenn ich darauf zurückschaue, dann war es geprägt von Höhen und Tiefen, immer hin und her, nie im Stillstand. Zumindest nicht emotional.
Aber ich denke, ich fange erstmal mit ein paar Zahlen an.

 

Bücher

Bücher: 15
weitere Geschichten: 10
Zeitschriftenartikel: 1
Seiten: 5.436 (Bücher) | ungefähr 11.500 (inklusive der weiteren Geschichten)
Anzahl Lesetage: 92 (nur Bücher)
Durchschnittliche Buchseitenzahl/Tag (bezogen aufs Jahr): 14,89
Durchschnittliche Buchseitenzahl/Tag (bezogen auf die Lesetage): 59,10
Vom SuB gelesen: 13
Neu gekauft/geschenkt: 2
 
 
 

 
Das waren noch mal eindeutig weniger Lesetage als 2018 und ebenfalls weit weniger Buchseiten.
Das liegt daran, dass ich alte Projekte von mir gelesen habe, zwei sogar mehr als einmal. Dazu habe ich aber nur eingeschränkt Aufzeichnungen, weswegen ich sie nur in der Gesamtseitenzahl berücksichtigen kann, aber nicht in die restliche Statistik mit reinnehmen wollte. Als grobe Grundlage für die Seitenzahl habe ich mit dem Normseitengrundschnitt von 250 Wörtern pro Seite gerechnet (Normseite = maximal 1.800 Zeichen, durchschnittlich 1.500 veranschlagt; durchschnittlich hat ein deutsches Wort sechs Zeichen inklusive Leerzeichen = 250 Wörter).

 
Die Anzahl an Büchern war trotzdem gering, das hat sich ja auch bereits in meinen Leserückblicken gezeigt. Andererseits habe ich insgesamt nicht wirklich weniger gelesen als im Jahr zuvor, weswegen mir die Zahlen für die Bücher recht egal sind. Zumal ich auch so einige Bücher noch mal gelesen habe (insgesamt 6 der 15 Bücher, selbst wenn 4 davon in einer anderen Sprache waren).
 
 
 

 
Hier sind die Bücher, die ich gelesen habe, auch wieder bildlich festgehalten, wie schon im letzten Jahr (und auch zuvor, da hatte ich den Blog nur noch nicht). Der E-Book-Reader ist dieses Mal gar nicht dabei. Ich habe ihn zwar für zwei Wälzer durchaus genutzt, da ich sie aber auch als Print besitze, liegen natürlich diese Exemplare dort.
 
 
 

 
Die Neuzugänge hielten sich dieses Jahr sehr in Grenzen. Ich habe ja bereits 2018 versucht, wenige Bücher zu kaufen, weil mein SuB noch genügend Bücher umfasst, aber 2019 sind tatsächlich nur drei Bücher eingezogen, wovon zwei bei ihrer Ankündigung sofort klar waren („Blutgesang“ und „Neon Birds“).

 
Auch wenn die Statistik ernüchternd aussieht, habe ich für 2020 keine Pläne, außer zu lesen, wenn mir danach ist. Die Lesezeit ist nämlich 2019 tatsächlich mehr gewesen als 2018. Wenn ich mich hingesetzt habe, dann meist gleich für zwei Stunden statt auch mal nur für ein paar wenige Minuten. Und ich mag mich nicht durch vorgegebene Pläne einengen oder unter Druck setzen.

 

Schreibtätigkeit

Statistisch fällt es mir dieses Mal etwas schwer. Einerseits betrachte ich meine Spaßprojekte als in ihrer Wichtigkeit gleichwertig zu den Projekten, die ich irgendwann mal veröffentlichen würde. Andererseits rede ich nicht viel über meine Spaßprojekte.

 
In Bezug auf die „offiziellen“ Projekte gibt es quasi nichts zu sagen.
Ich habe zu Jahresbeginn erst an einer Aktion mit anderen Autor_innen teilgenommen, dafür aber auch ein anderes Projekt verwendet, weil die „offiziellen“ Projekte dafür noch nicht ausreichend waren. Diese Aktion verlor sich dann aber recht bald. Mein einziges „offizielles“ Projekt aus dem letzten Jahr – „Notenrufen“ – habe ich genau zwei Mal zur Hand genommen, einmal zur Aufbereitung des Plots für Feedback (da der Plot sehr ausführlich ist, lasse ich den Inhalt bereits vor dem Schreiben gegenprüfen, weil sich da im Groben nichts mehr ändert, wenn ich schreibe) und danach, um mir das Feedback vorzunehmen. Daraus ist dann aber nichts geworden, außer dass ich es eben für mich griffbereit gesichert habe.

 
Bei meinen Spaßprojekten sieht es anders aus.
Die erste Jahreshälfte war ohnehin mau.
Einerseits war der Jahresbeginn von vielen Enttäuschungen geprägt, ich musste ein Gruppenprojekt, das mir sehr am Herzen lag, aus gesundheitlichen Gründen verlassen und wie danach damit verfahren wurde, war weniger angenehm zu sehen. Hinzu kamen noch weitere Aspekte, auch diese eben erwähnte Aktion war einer davon und auch das hat beeinflusst, dass ich nicht wirklich viel Motivation hatte. Mal ganz von der Depression zu schweigen, in der ich ja bis April oder so steckte.
Im Juni war ich weg und bereits der Mai war durch Vorbereitungen geprägt, der Juni galt für mich ohnehin als komplett freier Monat.
Doch die zweite Jahreshälfte änderte alles.
Ich habe im Juli das erste meiner Spaßprojekte angefangen, eigentlich durch Zufall, doch konnte mich ihm nicht entziehen. Meine Statistiken schossen durch die Decke, in Höhen, die ich seit Jahren nicht erlebt hatte. Im Oktober habe ich noch ein weiteres Spaßprojekt hinzugenommen (das sind alles keine neuen Projekte). Nur diese beiden Projekte von Juli bis zum Jahresende haben zu 300 Stunden Arbeitszeit geführt. Das ist sicher keine riesige Menge für Autor_innen, die Schreiben als ihren Beruf ansehen, es professionell betreiben, aber genau darauf liegt mein Fokus ja gar nicht. Als Vergleich, 2018 lagen meine Gesamtzeiten für Projekte bei 58 Stunden, 2017 bei 111 Stunden, 2016 bei 205 Stunden, 2015 bei 110 Stunden und 2014 bei 327 Stunden. Ja, 2014 war es noch mehr, allerdings über das gesamte Jahr verteilt.
Genau das ist es. Das letzte Mal zuvor wenigstens 2.000 Minuten in einem Monat hatte ich im Mai 2014 erreicht. 2019 bin ich im Juli unerwartet mit 3.519 Minuten – das sind fast 60 Stunden – gestartet. Es war extrem überwältigend. Und hat sich auch nicht so extrem gehalten, wobei der August noch heftiger war. Aber danach hat es sich reguliert. Abhängig davon, ob ich mehr gelesen habe, aber auch aufgrund der dunkleren Jahreszeit. Nichtsdestotrotz ist das so ein Unterschied, den ich noch immer zu begreifen versuche (und vermutlich deswegen auch gerade so viel dazu schreibe xDD). Außerdem habe ich tatsächlich seit Anfang Juli nicht einen Tag pausiert. Nicht an jedem habe ich viel Zeit investiert, manchmal waren es nur wenige Minuten, aber es gibt seit mittlerweile einem halben Jahr nicht einen Tag Pause, etwas das für mich 2015/2016 Alltag war.

 
Außerdem ist da ja noch der Autorenblog, den ich regelmäßig und ohne Pause befüllt habe.
Hierfür habe ich auch die Wörter und Zeiten gezählt und das waren auch noch mal fast 80 Stunden mit 51.128 Wörtern.

 

Japanisch

Da ich letztes Jahr bereits recht frühzeitig versucht hatte, eine Routine aufzubauen, greife ich das Thema mal auf.
Was das Schreiben der Kanji betrifft, war ich recht schnell wieder raus.
Die Nutzung der App betreibe ich aber tatsächlich nach wie vor. Es gab wenige Tage, an denen ich es nicht getan habe, meistens ist es mir einfach durchgerutscht. Für gewöhnlich mache ich das gleich am Vormittag und wenn ich es da mal vergesse, kommt es vor, dass ich es später auch nicht mehr beachte. Insgesamt waren es 349 Tage, an denen ich die App genutzt habe und das ist eindeutig positiv.

 

Allgemein

Wie ich oben schon sagte, war 2019 ein sehr emotionales Jahr. Ich habe Entscheidungen getroffen und umgesetzt, die so wichtig für mich und meine Gesundheit waren, habe gekämpft, das durchzuziehen und am Leben zu bleiben (im übertragenen Sinne, nicht wortwörtlich). Ich habe zwei wundervolle Konzerte besucht, die mir so unglaublich viel Kraft gegeben haben und noch immer geben. Ja, ich zehre auch jetzt noch davon, obwohl alles bereits über ein halbes Jahr zurückliegt.
2019 war tough, wirklich tough. Eine meiner Entscheidungen hat so viele Dinge nach sich gezogen, die ich bis heute bewältigen muss, was auch in Zukunft weiterhin der Fall sein wird.
Allerdings waren auch die Jahre zuvor tough. Das letzte Jahr, das ich zuvor als gut bezeichnen würde, ist 2013. Alle danach waren reiner Kampf. So auch 2019. Und trotzdem war 2019 ein gutes Jahr.
Denn egal wie sehr ich meine „offiziellen“ Projekte liegen gelassen habe, weil ich das Gefühl hatte, es tun zu müssen, egal wie anstrengend all die Kämpfe waren, 2019 hat so viel Positives mit sich gebracht. So viel Selbsterkenntnis, so viel Wissen über mich selbst. Ich bin immer mehr zu mir geworden (und habe noch einen weiten Weg vor mir, aber die Richtung stimmt). Ich habe mich viel mehr auf das fokussiert, das ich brauche, das ich liebe. Und habe so viel Liebe zurückbekommen und gespürt. Ich habe alte Freundschaften wieder aufleben lassen und mich neu bzw. mehr in eine Band verliebt, bei der ich glaubte, dass es gar nicht noch mehr geht.

 
Und deswegen kann ich dieses Jahr in zwei Worten zusammenfassen, die nicht zwingend zueinander gehören, es aber auch tun:
Intensiv und Gazette.

 
Wie war 2019 für euch?
Könnt ihr positiv darauf zurückblicken?
Oder ward ihr froh, dass es geendet ist und 2020 beginnt?

 
Bis denne ☆

Depression, keine Buch Berlin und Statusupdate

 
Eigentlich stand in meinem Plan für heute der Bericht zur diesjährigen Buch Berlin. Eigentlich. Denn ich bin Ende November nicht auf der Messe gewesen. Obwohl ich bereits ein Ticket hatte.
Grund ist, dass die Depression wieder hallo gesagt hat. Das war ja letztes Jahr bereits ab Anfang Oktober so. Dieses Jahr hat sie sich zumindest bis Mitte November Zeit gelassen.

 
Nach dem Sommer, nach der Tour im Juni (ja, das ist eine ganze Weile her, aber für mich fühlt es sich nicht so lange an) hatte ich gehofft, diesem monatelangen Tief zu entgehen. Ich habe mich mit allem, das ich aus der Tour mitgenommen hatte, sehr gut durch den Sommer und Herbst gebracht. Ich war kein positiver Mensch, das bin ich noch nie gewesen. Da war kein „jetzt wird alles besser“ in meinem Kopf. Aber ich hatte etwas, von dem ich gezehrt habe. Wo ich mir Energie geholt habe. Und im Grunde glaube ich auch nicht, dass das aufgebraucht ist. Es umgibt mich nicht mehr so sehr wie die ersten Monate nach der Tour, aber es ist noch immer da.

 
Vielleicht ist es die Summe der anderen Ereignisse in diesem Jahr, vielleicht auch nicht.
Und vielleicht hängt es auch mit den derzeitigen zusammen.

 
Ich will darauf jetzt gar nicht detailliert eingehen, das habe ich parallel schon immer so ein bisschen vor allem auf Instagram gemacht.
Meine Katze nimmt seit einem Jahr konstant ab. Wir (meine Tierärztin und ich) haben das auch die ganze Zeit beobachtet, kontrolliert, Theorien überprüft usw. Nun gab es ab Ende November diverse Tests, deren Ergebnisse alle mit einem „negativ“ aus dem Labor zurück kamen. Was insofern nicht hilft, dass weiterhin Anhaltspunkte fehlen. Nach Rücksprache der Ärztin mit dem Labor hat es nun doch noch einen Ansatz gegeben, den wir derzeit testen. Wieder Warten. Wieder Ungewissheit.
Ich kann tatsächlich besser mit negativen Diagnosen umgehen, aber habe etwas in der Hand als mit diesem Nichts, während ich zusehe, wie Shiyuu pro Monat 100 bis 150 g an Gewicht verliert und mittlerweile eindeutig untergewichtig ist.
Da war in den letzten Wochen viel Anspannung dabei, das könnte auch dazu beitragen, dass die Depression sich so richtig einnisten konnte.

 
Nun ist der Winter für mich eh schon schwerer, selbst wenn er sonnig ist (was ich derzeit auch nicht behaupten kann), deswegen gehe ich auch nicht davon aus, dass ich aus dem Loch nennenswert rauskomme, bevor es in den Frühling geht.

 
Depression heißt bei mir nicht zwingend, gar nichts zu tun und nur rumzusitzen.
Einerseits sorgt die Zwangsstörung dafür, dass ich viele Dinge trotzdem tue. Denn das muss ich ja. Weil das alles zwanghaft ist.
Als ich letztes Jahr erkannt hatte, dass es sich um eine Depression handelt (denn das hat eine ganze Weile gedauert), fand ich es spannend zu sehen, ob sie meine Zwänge außer Kraft setzen wird. Hat sie nicht.
Das ist vor vier Wochen tatsächlich passiert. Nicht vollständig, aber im kleinen Rahmen. Das hielt aber auch nur ein paar Tage. Und selbst in denen habe ich nicht dem kompletten Bild depressiver Menschen entsprochen.
Ich war – und das ist sehr sehr untypisch für mich – extrem zurückgezogen. Nicht nur, was den direkten Kontakt mit Menschen vor Ort betrifft. Sondern vor allem online. Ich habe tagelang nicht auf Nachrichten geantwortet, was ich normalerweise nie tue. Das war vermutlich auch das Auffälligste. Darüber hinaus habe ich Unmengen gelesen, an meinen Spaßprojekten und anderen Dingen gearbeitet. Meine täglichen Trackings lagen weit höher als an den meisten Tagen. Alles, was so nicht sehr klassisch Depression ist. Aber auch das hielt nur kurze Zeit, schon allein, weil es dann wieder zu viel Belastung war.

 
Ich bin also so halb wieder in dem Zustand von vor einem Jahr zurück.
Ganz weg war er ja nie gewesen, die Kreativität hat ja bis heute nicht so richtig angeklopft, außer bei meinen Spaßprojekten, die aber eben nur für mich sind. Ich habe das schon vor langer Zeit akzeptiert und für mich ist das immer noch besser als gar nichts zu tun. Ab und zu schweifen meine Gedanken zumindest zu begonnenen Projekten, aber richtig daran arbeite ich trotzdem nicht. Das wird vermutlich auch noch eine ganze Weile dauern.

 
Bis denne ☆

Warum wir weniger Binarität brauchen

 
Und warum es mit Gendern allein längst nicht getan ist.

 
Gendern ist wichtig.
Der Differenzierung wegen. Der Diversität wegen. Damit Frauen nicht immer nur mitgemeint sind, wenn das generische Maskulinum verwendet wird.

 
Doch an genau diesem Punkt erschöpft sich das Thema dann auch schon.
Mann und Frau.
Binarität.

 
Nur gibt es eben nicht allein diese beiden Geschlechter, sondern so viele mehr.
Wenn also beim Gendern von Autor_in gesprochen wird, wo sind dann all die nicht-binären Geschlechter?
Sie werden mal wieder nur mitgemeint.

 
Ich kann nicht für alle sprechen, aber zumindest ein Teil von uns fühlt sich eben nicht angesprochen, nicht gemeint, nicht berücksichtigt.
Ich ganz persönlich tue es nicht.

 
Und für mich – und ganz sicher nicht nur für mich – gibt es noch ein ganz anderes Problem.
Ich möchte nicht im binären System von mir sprechen, weil ich nicht in dieses System passe. Ich bin weder Autorin noch Autor. Aber mehr bietet die deutsche Sprache nicht.
Das Gendern ist ein Anfang, doch es ist nach wie vor ausschließend. Nur mitmeinend.

 
Nun ist klar, dass der Wandel weder von jetzt auf gleich noch einfach so passiert.
Doch selbst Ansätze werden im Deutschen ignoriert. Wie dieses Beispiel in einem Twitter-Thread von Alex zeigt. Wobei gerade solche Plattformen und Medien die Reichweite haben, diesen Wandel zu unterstützen.
Stattdessen strotzen sie vor Ignoranz und wir werden wieder ausgegrenzt. Als gäbe es uns nicht.

 
Doch wir sind da.
Wir existieren.
Und wir verdienen denselben Respekt in dieser Sprache wie Mann und Frau auch.

 
Ich will nicht ständig auf Umschreibungen ausweichen müssen, wenn ich über mich spreche. Und ich will nicht umschrieben oder falsch gegendert erwähnt oder angesprochen werden.
Ich will nicht immer nur mitgemeint sein.

 
Dasselbe gilt im Übrigen für die ganzen Bemühungen (die ich nicht falsch, aber eben nicht ausreichend richtig finde) Frauen sichtbar zu machen. Denn erneut fallen alle nicht-binären Geschlechter runter. Sie werden nicht gesehen.
Da werden Listen und Tweets und Instaposts und was auch immer erstellt. Mit Frauen.
Nicht-binäre Personen können nicht eingeschlossen werden. Denn dann werden sie falsch gegendert. Es ist richtig, diese Personen nicht auf diese Listen zu setzen. Aber es macht sie unsichtbar.

 
Warum kann es nicht einfach um Menschen gehen? Und sie mit neutralen Begriffen bezeichnet werden?
Ich weiß, dass es darum gehen soll, weg von der führenden Maskulinität zu kommen. Weg vom generischen Maskulinum. Weg davon, dass Männer an vielerlei Stellen bevorzugt werden, weil wir uns in einem Patriarchat befinden. Und ich stimme diesem Grundgedanken zu.
Doch die Umsetzung sollte nicht schon wieder ausgrenzen und nur eine weitere Gruppe berücksichtigen.

 
Sie sollte alle einschließen. Egal welchen Geschlechts. Egal welcher Ethnie. Egal welches Äußeren. Egal welcher sexuellen Orientierung. Egal wessen auch immer. Es sollte einfach nur um Menschen gehen.

 
Bis denne ☆

Warum ich eine Beitragsübersicht habe

 
Der Gedanke, eine Übersicht über meine Beiträge zu erstellen, geht mir schon seit einer Weile im Kopf herum.
Und endlich habe ich mich hingesetzt und sie erstellt.

 
Doch warum eigentlich?

 
Ich mag Übersicht und Ordnung.
Und ich mag es, mich schnell orientieren und zurechtfinden zu können.

 
Doch die Übersichten, die Blogs für gewöhnlich bieten, sind gering.

 
Ja, ich kann mich Monat für Monat durch die Beiträge klicken. Die ersten Beiträge werden auch aufgelistet angezeigt, was ich natürlich noch ein bisschen erweitern könnte. Und da ist die Liste mit den Kategorien.

 
Mein Problem damit auf anderen Blogs ist oft, dass die Wahl der Kategorien beispielsweise nicht mit dem übereinstimmen muss, das ich verwenden würde. Das ist okay, das darf jeder selbst entscheiden. Es hilft mir dann nur nicht.
Und die Anzeige der letzten Beiträge bringt eben auch nur aktuell etwas. Sobald jemand aber nach älteren Beiträgen sucht, bringt diese Auflistung gar nichts. Und das Klicken durch die Monate ist ebenfalls weniger zielführend, da kann man – wenn nicht der Zeitraum gut eingrenzbar ist – auch gleich den gesamten Blog durchscrollen. Und dazu haben die wenigsten – einschließlich mir – Lust oder Zeit.

 
Innerhalb der Übersicht verlinke ich nicht, denn das war wiederum mir zu mühsam. Ich codiere alles manuell und auch wenn ich die Codes dafür vorschreibe und bei etwas so Umfangreichen dann erst leer kopiere, hatte ich dennoch keine Lust, den Code zu vergrößern. Abgesehen davon hätte das nur für die Titel funktioniert, spätestens für die Kategorien nicht mehr, weil die Anzahl pro Beitrag ja schwankt. Die Kategorien finden sich an der Seite, für die Beiträge stehen deswegen die Veröffentlichungsdaten in der Übersicht und von dort kann man gezielt den entsprechenden Monat und sogar darunter im Kalender dann den Tag ansteuern.

 
Ich werde die Übersicht in Abständen aktualisieren, aber sehr wahrscheinlich nicht wöchentlich mit Erscheinen eines neuen Beitrags. An diesem Punkt will ich mich nicht festlegen.
Die Übersicht ist oben im Menü verlinkt und damit jederzeit leicht auffindbar. Nur falls jemand wie ich tickt und etwas bestimmtes schnell finden will.

 
Wie steht ihr zu Übersichten?
Findet ihr sie nutzlos?
Oder habt ihr über so etwas auch schon einmal nachgedacht/euch gewünscht?

 
Bis denne ☆

Fragen an mich

 
Ich habe vor ein paar Wochen auf Twitter und FB mal einen Versuch gestartet. Und zwar habe ich euch gebeten, mir Fragen zu stellen.
Allerdings habe ich es bewusst als Versuch bezeichnet, weil ich nicht mit vielen Reaktionen gerechnet habe. Immerhin bin ich selbst absolut unkreativ, wenn es darum geht, anderen Fragen zu stellen.
Die Ausbeute war auch gering, die ersten Fragen hier sind die, die ihr gestellt habt. Für alles weitere habe ich aus verschiedenen Fragen, die ich über die Jahre gesehen und gesammelt habe, rausgesucht.

 
Mein Ziel war gewesen, euch das zu beantworten, was euch interessiert. Aber ich wollte die gestellten Fragen auch nicht einfach sein lassen, sonst hätte ich das hier fallen lassen. Deswegen habe ich für den Rest selbst Fragen zusammengesucht und hoffe, dass euch die Antworten nicht langweilen. ^^

 
Und bevor ich anfange: Danke an diejenigen, die mir Fragen gestellt haben. ♥

 
01. Wenn du ein Tier sein könntest, welches wärst du und was würdest du tun?
Ich denke über diese Frage nach, seit ich sie gesehen habe und das sind mittlerweile dreieinhalb Wochen.
Nach wie vor habe ich keine eindeutige Antwort.
Einerseits habe ich eine große Nähe zu Katzentieren und wäre es eines davon, dann wohl ein Gepard, mein Lieblingstier.
Gleichzeitig mag ich die Vorstellung vom Fliegen, was jegliche Vogeltiere in den Fokus rückt.
Was ich tun würde? Da ich Tiere nicht gern vermenschliche wohl das, was für sie typisch ist. Leben. Jagen. Fressen. Schlafen. Überleben. Sofern möglich.

 
02. Schreibst Du aktuell an einem Projekt und wenn ja, worum geht es da grob?
Nicht im herkömmlichen Sinn.
Ja, es gibt da ein Projekt, an dem ich arbeite, aber das ist sehr alt und ich mache das nur für mich.
Ich bin momentan an einem Punkt, an dem ich nach Lösungen für Probleme beim Schreiben suchen muss und gleichzeitig davon ausgelaugt bin und deswegen alles erstmal ruhen lasse und viel weiter zurückgehe und einfach nur „nach Haus komme“. Das stimmt nicht ganz, weil ich meine anderen Projekte auch sehr liebe, aber dieses hier habe ich jahrelang nicht angeschaut und daher rührt dieses Gefühl.

 
03. Wenn dein Leben ein Buch wäre, was wäre der erste Satz?
Einfach ist für andere.

 
04. Welche Vorurteile haben andere Menschen häufig, wenn sie dich das erste Mal sehen bzw. das erste Mal mit dir reden?
Ich weiß es nicht sicher. Aber ich denke, die meisten halten mich für desinteressiert, distanziert und eventuell auch überheblich.
Zum einen bin ich anfangs oft recht ruhig. Und ich beherrsche Smalltalk nicht. Wenn man mir also einen recht durchschnittlichen Satz gibt, weiß ich meist nicht, wie ich ihn aufgreifen soll. Ich bin da auch nicht schlagfertig. Also schweige ich bisweilen sogar nur. Und daher kann ein desinteressierter Eindruck schnell entstehen. Obwohl ich eigentlich nur überfordert bin. Und die meisten meiner Interessen decken sich nicht mit denen anderer und genau dort befinden sich die Aufhänger, über die man mit mir ins Gespräch kommt.

 
05. Was ist für dich das Wichtigste im Leben? Das können Familie, Freunde, Werte, aber auch materielle Güter sein.
Musik. Nichts kann mich so schützen, verletzen, halten und fallen lassen, aufmuntern und traurig machen, ruhig werden oder aufgebracht sein lassen wie Musik es tut. Sie kann alles mit mir machen, egal in welche Richtung. Sie ist mein Leben. Sie ist meine Grundnahrung (neben der, die physisch nötig ist). Ohne sie könnte ich nicht leben.
Das Schreiben folgt etwas danach. Es ist so wichtig geworden (gar nicht mal das reine Schreiben an sich, sondern meine Geschichten und die Projektarbeit an sich). Ich hätte nie gedacht, dass ich mal jemand sein würde, der es braucht, Geschichten aufzuschreiben, der sich ständig damit befasst, um besser zu werden, der sich kräftig kritisieren lässt, um daraus etwas zu lernen.
Internet und PC. Ich gebe ganz offen zu, dass ich beides brauche. Ich verbringe den Großteil meines Tages dort. Ich lebe vor meinem PC, wenn ich zu Haus bin. Ich kommuniziere zu großen Teilen mit anderen Menschen (ich habe bei Weitem nicht nur in Deutschland lebende Kontakte), ich lerne darüber sehr viel, ich verfolge meine Musikszene (die aus Japan kommt), alles. Was am PC nicht über das Internet läuft (Musik hören, der reine Schreibprozess), kommt dann noch dazu.

 
06. Welches ist dein favorisiertes Instrument?
Drums.
Zumindest sind sie es, worauf ich oft den Fokus lege. Nicht allein, aber doch verstärkt.
Ich mag vor allem den basslastigen Sound, also Bassdrum (ja, vor allem, wenns mehr als eine ist) und Toms.

 
07. Schläfst du mit deinen Jalousien oben oder runter?
Bei mir sind es Gardinen, aber sie sind komplett dicht zugezogen und festgesteckt. Da sie nicht blickdickt sind, habe ich sogar zwei übereinander hängen. Ich bin sehr lichtempfindlich (weswegen ich bei Tageslicht immer mit Sonnenbrille zu sehen bin, auch in Räumen, in die Tageslicht dringt), weswegen ich das brauche.

 
08. Was ist die größte Sache, die du nicht abkannst?
Lügen/Unehrlichkeit. Ignoranz. Ungerechtigkeit.

 
09. Zählst du manchmal deine Schritte beim Gehen?
Kommt durchaus vor, vor allem bei Treppenstufen. Ist eine tolle Möglichkeit, um das Zählen in anderen Sprachen zu üben. xDD

 
10. Was ist dein allerliebster Film?
Mad Love – Volle Leidenschaft (mit Drew Barrymore und Chris O’Donnell)
Völlig unterschätzt, eigentlich komplett untergegangen, aber ich liebe ihn.

 
11. Welche Filme kannst du immer wieder schauen und liebst sie trotzdem?
Siehe vorige Frage.
Außerdem Romeo & Julia sowie Moulin Rouge, beide von Baz Luhrmann.

 
12. Wer war die letzte Person, die du geküsst hast / die dich geküsst hat?
Meine Ex-Freundin. Was dann gute zehn Jahre zurückliegt.

 
13. Findest du Weihnachten stressig?
Stressig? Ich weiß es nicht.
Ich kann Weihnachten nicht leiden.
Für mich ist es mit plötzlichem „Friede, Freude, Eierkuchen“ ab dem 24. verbunden, das nach dem 26. wieder endet. Denn es ist ja in der Zeit Weihnachten. Den Rest des Jahres kann man streiten, aber doch bitte nicht in dieser Zeit.
Also ja, irgendwie ist es dadurch stressig, gleichzeitig bin ich mittlerweile an dem Punkt, an dem ich denke, macht was ihr wollt, wenn ihr mich nervt, bai.

 
14. Was ist deine Lieblingsfarbe?
Schwarz!
Gefolgt von violett.
Und smaragdgrün.

 
15. Welches Parfüm benutzt du?
Je nachdem, wozu ich Lust habe.
Im Alltag ohnehin meist nur ein Deo, wenn mir aber nach Parfüm ist, ist es meist Tomo von Annayake (und wers kennt, weiß, dass das in der Herrenabteilung steht). Sehr selten ist es Laura von Laura Biagiotti.
Ich mag keine sehr süßen Düfte. Und auch keine sonderlich blumigen.
Wenn es in die typisch weibliche Richtung gehen soll, sollten die Düfte noch immer irgendwie frisch/fruchtig riechen, damit sie mir gefallen. Wenn ich nicht eben eh Herrendüfte bevorzuge.

 
16. Welches war dein liebstes Schulfach?
Musik!
Es gab nichts besseres auf der Schule.
War sogar einer meiner beiden Leistungskurse in den Abijahren.

 
17. Auf wie vielen Konzerten bist du schon gewesen?
Wenn ich nur die Konzerte japanischer Bands zähle, sind es 47.
Die anderen sind 46.
Wobei ich Events, auf denen mehrere Bands gespielt haben, für jede Band einzeln zähle, außer bei manchen Vorbands, abhängig davon, ob ich die Band vorher kannte und sie mich interessiert hat oder nicht (ich habe beispielsweise 2007 vor Dir en grey eine Band gesehen, deren Name mir schon wieder nicht einfällt, obwohl ich ihn erst vorhin gesehen habe, wenn ich mich nicht mal mehr an den Namen erinnere, kann ich auch das Zählen lassen; Silverchair waren dagegen Vorband von Bush, aber für mich der wichtigere Grund, dorthin zu gehen, obwohl ich Bush auch sehr mochte, also zähle ich auch beide).

 
18. Wen hast du am häufigsten live gesehen?
Das habe ich gerade nur von den japanischen Bands zur Hand, weil sie die letzten über zehn Jahre fast vollständig allein darstellen.
ガゼット (Gazette) (6 x)
ムック (MUCC) (4 x)
D’espairsRay (4 x)
Dir en grey (4 x)
Plastic Tree (4 x)

 
19. Schläfst du bei laufendem Fernseher?
Nein, aber bei laufendem Radio. Ganz leise, aber ich brauche etwas, absolute Stille geht für mich nicht. Wenn am frühen Morgen der Straßenverkehr einsetzt, verstehe ich das Radio nicht mal mehr, aber bis dahin und am Sonntag brauche ich das.

 
20. Schreibst du Tagebuch?
Ja.
Einerseits habe ich einen Blog, der nicht öffentlich einsehbar ist, der seit zwölfeinhalb Jahren mein Tagebuch ist.
Zusätzlich habe ich als Kind mit einem klassischen Tagebuch angefangen, teils mit einem Eintrag im Jahr. Bis zum letzten Jahr habe ich dort an die fünfzehn Jahre nicht geschrieben. Ich schreibe nicht gern per Hand und ich denke, das hat sich dadurch irgendwann verloren. Mittlerweile schreibe ich seit einem Jahr überwiegend täglich kurz etwas rein und wenn es nur ein einzelnes Wort ist. Wenn es mal eine ganze Seite wird, ist es schon sehr viel.

 
Und das wars dann erstmal.

 
Mögt ihr solche Fragebögen?
Oder findet ihr das überflüssig?
Findet ihr sie gemischt besser oder lieber nur auf ein Thema bezogen?

 
Bis denne ☆