Ableistische/saneistische Sprache

Jede:r von uns kennt das vermutlich.
„Wo habe ich denn nur den blöden Schlüssel liegen lassen?“
„Bist du blind?“
„Das war wahnsinnig toll!“
Und jede Menge mehr solcher Äußerungen.

Was das Problem daran ist?
Sie sind ableistisch/saneistisch.

Für mich ist dieses Thema auch noch ein bisschen neu, sollte ich also etwas falsch formulieren, weist mich bitte darauf hin.

Soweit ich es verstanden habe, bezieht sich ableistisch auf die Verwendung von Begriffen, die sich eigentlich auf körperliche Erkrankungen beziehen (vom Englischen abled) und saneistisch auf mentale Erkrankungen (vom Englischen sane).
„Blind“ wäre in dem Fall körperlich. Menschen oder auch Gegenstände sowie Situationen usw. mit Begriffen, die Krankheiten bezeichnen, zu beschimpfen (und es ist selbst im Beispiel mit dem Schlüssel oben eine Beschimpfung) ist ableistisch. Und eben für betroffene Menschen möglicherweise verletzend (dass es welche unter ihnen gibt, denen das egal ist, negiert nicht die Verletzung derjenigen, die es als solche empfinden).
„Wahnsinnig“ ist ein Wort, über das sich bisweilen gestritten wird. Es habe sich so eingebürgert und gilt selbst nicht als Krankheit, aber Wahn tut es eben doch und mit all der negativen Konnotation ist dieses Wort als Verstärker nicht nötig (zumal es gerade dafür sehr viele Ausweichmöglichkeiten gibt: unfassbar, unglaublich, enorm, extrem usw.).

„Toll“ fällt übrigens auch darunter, das ist mir bis vor Kurzem auch durchgerutscht, obwohl es mir seitens der Tollkirsche oder der Tollwut durchaus auch in dem Zusammenhang ein Begriff ist.

Insgesamt begegnet mir ableistische/saneistische Sprache sehr viel. Im direkten Kontakt mit Menschen, wie aber auch online.
Seitdem mir bewusst geworden ist, wie problematisch sie ist, finde ich es wichtig, darauf zu achten. Und ich muss zugeben, dass es mir schwerfällt, nicht jedes Mal darauf hinzuweisen (ich bin sicher, so einige Menschen hätten sehr schnell keine Lust mehr, sich mit mir zu unterhalten, eben weil ableistische/saneistische Sprache in unserem Alltag so normal ist, wenn sie auch nicht normal sein sollte). Ich suche derzeit noch nach dem Umgang für mich, wann ich darauf hinweise und wann ich es unterlasse (es hilft niemandem, wenn andere Leute sich zurückziehen, anstatt zu reflektieren und zu verändern).

Auch ich nutze solche Begriffe noch, ich bin nicht fehlerfrei. Aber ich korrigiere mich, sobald es mir auffällt. Damit ich diese Wörter aus meinem Kopf bekomme, sie aus diesem Normal für mich herausfallen. Das ist nicht immer einfach, aber sehr wichtig, wie ich finde.

Wie ist das bei euch, achtet ihr selbst darauf?
Wie oft stolpert ihr?
Oder ist es euch egal?

Bis denne ☆

Awareness

Diese Woche war sehr emotional, sehr belastend und dadurch sehr anstrengend.

Und auch wenn ich heute gar nicht so sehr viel über das eine große Thema dieser Woche nachgedacht habe, fehlt mir doch der Fokus auf ein einziges anderes, dass ich daraus einen Blogbeitrag machen könnte.

Am Dienstag dachte ich noch, hach, du hast ja noch ein bisschen Zeit, fängst du nachher mal an.
Dann war der Dienstag vorbei.
Am Mittwoch war es ähnlich. Kurz vorm Schlafen dachte ich: Ach du je, jetzt bleibt ja nur noch morgen.

Und siehe da, jetzt ist es Donnerstag, 21:36 Uhr, und ich tippe endlich die ersten Wörter für den Beitrag, der morgen um 8:00 Uhr online geht (heißt, ich muss das vorm Schlafen schon hochstellen).

Als ich vorhin den nächsten Twitter-Thread durchgelesen habe, wusste ich, worüber ich schreiben werde.
Oder eigentlich gar nicht ich, sondern andere.

Ich habe in den vergangenen eineinhalb bis zwei Wochen so viele interessante Themen allein auf Twitter gesehen. Teils waren es Threads von Menschen, denen ich folge, teils hatten sie selbst etwas von anderen geteilt – Threads oder Blogbeiträge/Artikel. Themen, zu denen ich mich teils nicht fundiert äußern kann, weil ich selbst noch zu unsicher bin oder selbst nicht betroffen bin und eben den Betroffenen die Stimme lassen möchte.

Schaut bitte durch die Sachen, lest sie. Denkt darüber nach. Reflektiert euch und euer Verhalten, eure Denkweise. überlegt, was ihr ändert könnt bzw. solltet. Das ist natürlich keine Vorgabe von mir, ich werde mich hüten, jemandem vorzuschreiben, was sie:er zu tun hat. Aber ich bitte darum, mal in sich zu gehen. Was ihr daraus macht, ist selbstverständlich eure Sache. So wie es meine ist, wie ich mit den Dingen, die mich umgeben, umgehe.

Manchmal habe ich Retweets mit Zitat eingebaut, dann ist das, was unter dem ersten Text steht die Ausgangslage. Twitter ist da teilweise etwas verschachtelt, aber ich finde es übersichtlicher, sich dort durchzuklicken als alles nacheinander reinzusetzen, was dann schnell gedoppelt wirkt, so nach dem Motto: Habe ich schon gelesen, kann ich gleich zuklicken.
Unter den Tweets finden sich manchmal auch noch weitere Aussagen der Person, die gepostet hat, direkt auf den Tweet bezogen, sind diese eigentlich immer als erstes angeführt.

Queerness und die Politik/Gesetzeslage

Der Hinweis auf die „Vertiefung der Diskriminierung von Regenbogenfamilien“ durch die Bundesregierung durch die Textehexe.

Empörend ist die Bezeichnung „empfundene Intersexualität“ für nicht-binäre Personen, die Freddy mit Verlinkung über einen weiteren Tweet von Lucy Che zum entsprechenden Artikel gepostet hat. Das ist ein weiterer Rückschritt, statt der Weg nach vorn.
Freddy hat noch mehr dazu geschrieben, einmal hier und ebenfalls hier (die beiden bauen aufeinander auf, hier habe ich sie mal nacheinander gepostet, weil sie beide aus mehr als einem Tweet bestehen, also unbedingt auch den zweiten Link hiervon lesen).

Das Thema „Passing und soziale Geschlechtsdysphorie“ hat Maya in aufgegriffen und ihr Beitrag ist so gut. Ich habe mich bezüglich der sozialen Geschlechtsdysphorie darin gesehen, denn genau damit kämpfe ich auch. Noch nicht äußerlich und bislang auch sehr leise, denn es ist nicht einfach, dabei laut zu werden. Je mehr Menschen darauf achten und wieder andere Menschen darauf hinweisen, desto weniger schwer wird der Kampf für alle Betroffenen.

Nicht-Binarität, Sichtbarkeit und Neopronomen

Auch das passt zum Thema soziale Geschlechtsdysphorie und kommt mit weiteren Folgen für betroffene Personen daher. Gray führt sehr eindeutig an, wie schwer es sein kann, nicht dem idealisierten Bild einer nicht-binären Person zu entsprechen.

Für Unsichtbarkeit nicht-binären Menschen wird auch gern in der Buch-Bubble durch Verlage gesorgt. Ganz grob zum hiesigen Thema, das sich durch die folgenden Links zieht: In der deutschen Sprache fehlt es den Verlagen an EINEM Pronomen für die Betroffenen (das es nicht gibt, denn Nicht-Binarität ist vielfältig). Und deswegen ignorieren sie bei Übersetzungen aus anderen Sprachen dort verwendete Neopronomen und wandeln die betreffende Figur in eine binäre. Alex hat in diesem Zusammenhang einen offenen Brief an den Blanvalet Verlag gerichtet. karlabyrinth hat einen englischsprachigen kurzen Thread zum Thema geschrieben. Und Arduinna spricht das Thema eines einzigen Neopronomens an und verlinkt einen weiteren englischsprachigen Tweet.

Rassismus

Rassismus ist nicht neu, umgibt uns alle und wird von jedem von uns reproduziert. Wir sind es, die dies erkennen müssen, um damit aufzuhören. Wir sind alle damit aufgewachsen und davon geprägt und müssen uns davon lösen, um Betroffene nicht ständig zu verletzen, zu diskriminieren. Mit Corona ist vor allem der Rassismus gegen asiatisch aussehende Menschen verstärkt aufgeflammt. Dieser Tweet von KateBoss5000 führt verschiedene Twitter-Accounts an und verlinkt einen Artikel, in dem unterschiedliche Projekte zum Thema vorgetellt werden.

ray zeigt in diesem Thread sehr eindeutig auf, wie Schwarze unterschiedlich eingestuft werden und was das für Betroffene bedeutet.

Zum Thema „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ hat Victoria Linnea einen Thread geteilt, der aufzeigt, wie schädlich so ein Label sein kann.

Rape Culture

Wie leicht es ist, sich selbst aus dem Thema herauszunehmen, weil Übergriffigkeit eben oft als „es muss erst etwas Großes passiert sein, damit es als solche gilt“ eingestuft wird. Dass dem nicht so ist, zeigt The Rural Juror in ihrem Thread.

Verantwortung als Autor:in

Justine Pust spricht in ihrem Thread an, wie viel Verantwortung Autor:innen mit ihren Geschichten tragen und wie wichtig diese ist.

Gendergerechte Sprache, Rassismus, Sexismus

Arduinna und Christian Vogt haben einen Talk zum Thema „gendergerechte Sprache, Rassismus und Sexismus“ aufgenommen. In Kurzform ist der Inhalt in diesem Thread dargestellt, es lohnt sich aber, das Video zu schauen.

Das war es erstmal. Ich plane nicht regelmäßig, solche Link-Sammlungen zu posten, aber ich schließe auch nicht aus, dass ich irgendwann mal wieder eine für euch habe.

Bis denne ☆

Depression, OCD, Anxiety und Corona

Ich hatte eigentlich nie vor, wirklich über Corona zu schreiben. Doch da mir das Thema viel im Kopf umhergeht, tue ich es jetzt doch.

Für mich ist es heute Tag 50, seit ich mit StayHome begonnen habe. Und auch die Kontaktbeschränkungen laufen mittlerweile seit sechseinhalb Wochen, wenn ich mich nicht täusche (mein Zeitgefühl ist bereits völlig im Eimer). „Seit ich mit StayHome begonnen habe“ bedeutet in dem Fall nur, dass ich ab da aus meinem üblichen Rhythmus ausgebrochen bin. Was die erste auffällige Veränderung für mich hinsichtlich meiner Zwänge darstellt.
Und an diesem Punkt kommt für mich auch bereits die erste kleine Auswirkung zum Tragen.

Zwänge zu ändern, ist unglaublich schwierig. Und mein Alltag besteht zum großen Teil aus Zwängen. Aus zwangsartigen Routinen. Eine davon war, an vier festen Tagen in der Woche rauszugehen, meist einen kleinen Einkauf zu machen und an den anderen Tagen zu Haus zu bleiben. Nun gehe ich durchschnittlich höchstens einmal die Woche raus.
Diese Veränderung durchzuführen, war sogar relativ leicht. Was mich nicht gewundert hat. Veränderungen, die von außen herbeigeführt werden, fallen zumindest mir einfacher (ich kann nicht für andere Menschen mit Zwängen sprechen, das gilt für alles, was ich in diesem Beitrag schreibe). Gerade wenn es sich um eine Situation wie die derzeitige handelt.

Allerdings spüre ich bereits jetzt – wo wir noch am Anfang der Pandemie stehen -, dass sich die Auswirkungen für mich später negativ zeigen werden. Ich erlebe das im Grunde bereits jetzt. Und da meine Zwänge eben oft Routinen sind, zu einer Normalität werden, ist es hinterher auch nicht so, dass ich einfach wieder auf das Davor zurückgehen kann. Das heißt in dem Fall, dass ich auch hinterher so selten rausgehen werde. Alles andere wird extrem harte Arbeit werden. So wie jedes Aufbrechen von Zwängen, ohne äußere Notwendigkeit.
Während ich schon Stimmen gelesen habe, was andere tun werden, wenn wir uns wieder sorgenfrei draußen bewegen können, weiß ich jetzt schon, dass bei mir alles schlimmer als vorher sein wird. Ich werde nicht ausgiebig shoppen gehen, mich nicht mit Freunden treffen und sie endlich wieder umarmen. Ich werde weiter so zurückgezogen leben wie jetzt. Und es hat nichts damit zu tun, dass ich „den Teufel an die Wand male“ oder mir das jetzt schon einrede und dann natürlich so ende. Es ist ein Erfahrungswert. Eine Beobachtung aus den vielen Jahren mit Zwängen.

Es fällt mir jetzt schon schwer, rauszugehen. Ich schiebe die Male, an denen ich einkaufen muss, meist so weit ich kann nach hinten. Ich koordiniere sie teils in Hinblick auf andere Termine, die bei mir glücklicherweise derzeit selten sind. Aber wenn ich zu einem muss, dann kombiniere ich ihn mit einem Einkauf, um so selten wie möglich rauszugehen. Einerseits eben, weil ich es in der momentanen Pandemie-Situation für sinnvoll halte (was auch an meinem Wohnumfeld liegt, darauf komme ich gleich noch mal zurück). Andererseits aber auch, weil ich mich hier sicherer fühle. Nicht nur sicher vor Ansteckung, die sehe ich für mich nicht so unglaublich groß, weil ich zumindest von meiner Seite aus die Maßnahmen einhalte, nur mit Maske rausgehe, immer Abstand suche (das habe ich aber schon vorher getan). Es hängt auch damit zusammen, dass ich mich vorher schon zu Haus am sichersten gefühlt habe und die derzeitige Situation verstärkt das nunmal.

Ich wohne in einem sehr großen Haus. Es gibt hier ungefähr 150 Wohnungen. Zwei Aufzüge, ein Treppenhaus, das aber von den Etagen abgegrenzt ist, weswegen ich es nicht gern betrete.
Dieses Haus zu verlassen oder zu betreten, birgt ein größeres Kontaktrisiko als ein Spaziergang.
Im Schaukasten und neben den Bedienelementen der Aufzüge unten hängen Zettel, dass wir Mieter:innen auf den Abstand achten sollen. Der eine Aufzug ist für 13 Personen/1.000 kg zugelassen, der andere für 6 Personen/500 kg. Letzterer ist so der Standard, den ich aus Plattenbauten kenne. Darin können sich derzeit nur Personen aus einem Haushalt aufhalten, denn ein Abstand von 1,5 m ist nicht möglich. Der andere dürfte das zulassen, wenn eine Person bis ganz hinten durchtritt, die andere direkt hinter der Tür stehen bleibt. Das macht es dort also bis zu maximal vier Personen aus zwei Haushalten möglich, wenn diese jeweils vorn und hinten direkt nebeneinander stehen. Dementsprechend schnell kann es zu größeren Wartezeiten kommen (ich hoffe jedes Mal, dass der Aufzug leer ist, wenn er ankommt). Allerdings hält sich nicht jede:r daran.
Ich hatte es gerade bei meinem letzten Einkauf, dass ich bereits in dem kleinen Aufzug stand. Er hielt, davor eine Person. Es gab keine Maske und die Person wollte einsteigen. In mir wallte ganz kurz Panik auf (es fällt mir schwer, Menschen anzusprechen und ihnen dann auch noch eine Abfuhr zu erteilen, umso mehr), doch dann sagte ich nur sehr direkt: „Sie können hier nicht rein.“ Die Person trat zurück, hatte aber eindeutig Verärgerung im Gesicht stehen. Dieses Beispiel zeigt mir, dass es vielen Menschen egal ist. Und solche Konfrontationen sind nicht nur etwas, das derzeit eben gehäuft auftreten kann, vor allem, je öfter ich rausgehe, sondern für mich auch Stress. Es ist mir bislang nur einmal passiert (ich war in der ganzen Zeit acht Mal draußen[1], einmal davon kurz nacheinander, weil ein Teil meines Einkaufs verdorben war und ich den nicht einfach ersetzen konnte), aber ich denke eben auch, dass es daran liegt, dass ich überwiegend hier bin.

Das ist die eine Auswirkung.
Eine weitere wird sein, dass die derzeitigen Abstände verschwinden werden. Sie lassen ja jetzt bereits nach, seit die Maskenpflicht eingeführt worden ist (die meiner Ansicht nach sehr locker von vielen angewendet wird). Aber zumindest an Kassen habe ich bislang positive Erfahrungen beim Einhalten der Markierungen gemacht. Und dies ist ein Punkt, den ich derzeit genieße.
Wenn da keine Streifen mehr auf dem Boden kleben, werden die Menschen wieder an mir kleben. Das hat mich zuvor schon gestört. Das hat mich zuvor gelegentlich nahe einer Panik gebracht. Und nach all dem Abstand jetzt, der eine wundervolle Ruhepause auf dieser Ebene für mich ist, wird das umso schlimmer sein. Und auch das lässt mich wiederum bevorzugt hier bleiben.

Ansonsten erledige ich alle Wege zu Fuß.
Wenn ich nicht weiter von meiner Wohnung weg muss (ich hatte vor einiger Zeit einen Termin, zu dem ich eine Stunde pro Richtung mit den Öffentlichen unterwegs war), laufe ich alle Strecken. Ich kaufe deswegen nicht nur in der direkten Umgebung ein, ich laufe auch 3 – 4 km zum Supermarkt und anschließend mit dem Einkauf zurück. Das ist anstrengend, allein, weil meine Einkäufe jetzt größer sind, wo ich nur noch einmal pro Woche einkaufe, aber es erspart mir die Nutzung der Öffentlichen Verkehrsmittel.

Und dann sind da die Sozialen Medien.
Im Grunde bin ich in meiner Blase recht gut geschützt. Ich umgebe mich mit Menschen, die die Situation mit Sinn und Verstand behandeln.
Aber natürlich bekomme ich auch anderes mit. Teils auch bewusst, indem ich durch Twitter-Trends etc. schaue. Ich glaube nicht, dass mir das schadet, weil ich mich durchaus auch abgrenze. Aber mir das anzuschauen, zeigt mir eben auch ein Stück mehr, was außerhalb meiner Blase so geschieht. Wie Menschen die gefassten Beschlüsse zu Lockerungen erleben (Stichwort: Schulöffnungen).

Es macht mir Sorge zu sehen, wie sich das derzeit alles entwickelt. Das ändert selbstverständlich nichts daran, wie andere Menschen damit umgehen. Ob sie die Maßnahmen für überzogen, für zu gering oder für passend halten. Ob sie sich daran halten oder nicht.
Dennoch sind da eben viele sorgenvolle Gedanken.

Die der Depression, die seit mittlerweile zwei Monaten durchgängig da ist, eben auch immer neues Futter geben. Und da ist eben nichts mit „einfach mal die Gedanken abstellen“. Das ist ohnehin ein so lapidar dahingeworfener Satz, der jeglicher Realität widerspricht. Doch unabhängig davon hilft es mir ja auch nichts, mich komplett vom Geschehen um mich herum abzugrenzen.
Selbstverständlich beobachte ich es, denn diese Änderungen gehen uns alle an. Wenn sie schiefgehen, werden sie sich negativ auf uns auswirken. Tritt das nicht ein … okay, das wäre wünschenswert.

„Geh doch mal mehr raus“ heißt es dann immer, gerade bei Depression.
Nein, das ist nichts, was mir derzeit helfen würde. Im Augenblick würde das alles nur verstärken, weil es eben mit zusätzlichem Stress für mich verbunden wäre.
Deswegen bleibt mir derzeit nichts anderes übrig, als auszuharren und abzuwarten. Genau etwas, das mit der Angststörung erneut schwierig ist. Angststörung – Ängste allgemein – gehen immer mit dem Bedürfnis nach Kontrolle einher. Aber derzeit ist so absolut nichts kontrollierbar. Nichts lässt sich absehen, es kann sich jederzeit alles ändern. Und das erhöht den Stress erneut.
Auch hier gilt für mich, ich versuche nicht allzu sehr darüber nachzudenken, was denn nicht alles kommen könnte, sofern ich es nicht muss. Ich denke nicht darüber nach, ob im Sommer nicht dies oder das oder jenes möglich sein wird, weil nichts planbar ist. Dennoch ist eben das Wissen über die absolute Ungewissheit da und das allein ist ausreichend, um weitere Unsicherheit zu schüren.

Wie geht ihr damit um?
Haben sich Erkrankungen bei euch durch die Situation verstärkt?
Oder ist euch das alles völlig egal?

Bis denne ☆

[1]
Als kleiner Vergleich, nach meinem üblichen Schema wären das inklusive heute (Donnerstag) achtundzwanzig Mal gewesen, Ostern ist mit berücksichtigt.

Alltag: Depression

TW: Depression

Erinnert ihr euch an das Nichts aus „Die unendliche Geschichte“? Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass ich nur den Film als Kind mehrere Male gesehen habe, aber das alles verschlingende Nichts ist dennoch hängen geblieben.

Und in so etwas fühle ich mich derzeit gefangen.
Irgendwie mal wieder.
Und irgendwie zum ersten Mal.

Denn ich fühle mich gleichzeitig völlig rastlos.
Das ist für mich auch nichts neues, das war zumindest die letzten fünfzehn Jahre so, nur lange Zeit war ich auch in der Lage, immer was zu tun. Ich war ununterbrochen beschäftigt, was vor allem für meinen Kopf gilt. Körperlich aktiv sein, war nie meins, aber geistige Auslastung war für mich immer wichtig (ich vermute, dass ich deswegen auch nicht gern Filme oder Serien sehe, weil ich dabei zu sehr wegdriften kann und nicht ausreichend Fokus brauche, den mein Kopf benötigt, um ausgelastet zu sein).
Mittlerweile fehlt mir schon seit langem die Kraft, mich auch tatsächlich so zu beschäftigen wie damals.

In manchen Zeiten, in denen ich eher dysthym als tatsächlich depressiv bin, geht es. Da schaffe ich ein bisschen was und komme ganz gut zurecht. Es fällt mir zwar auch dann schwer, mich zu den Dingen aufzuraffen, die mir keinen Spaß machen, aber es geht.
Wenn ich richtig in der Depression hänge – und im Grunde tue ich das seit Mitte November, da gab es die erste schwere Phase, seit einer Woche stecke ich in der nächsten, die noch intensiver ist -, dann lässt auch das fast vollständig nach.
Ich zwinge mich zu manchen Dingen. Ich habe die Verantwortung für meine Katze, ich muss also irgendwie die für sie nötigen Dinge machen. Genauso wie ein paar für mich. Essen ist tatsächlich etwas, das bei mir nicht ausfällt, wie ich das oft von anderen höre. Ich weiß nicht sicher, woran es liegt, vielleicht daran, dass ich sehr regelmäßig essen muss und das seit mittlerweile über fünfzehn Jahren. Aber zu essen bedeutet auch, einkaufen zu müssen. Dazu muss ich mich irgendwie auch zwingen, gleichzeitig schaffe ich das meist als hätte ich auf Autopilot umgeschaltet.

Zurückgezogenheit kennen vermutlich auch die meisten.
Ich bin eigentlich ein kommunikativer Mensch, sobald ich aufgetaut bin oder das Gefühl habe, etwas sagen zu können (ich bin da sehr schnell zu verunsichern). Ich brauche das eigentlich sogar recht viel, eben auch, um meinen Kopf beschäftigt zu halten und nicht über all das Chaos nachzudenken, das darin munter Samba tanzt. Aber unter Depression bin ich nicht in der Lage, Menschen zu kontaktieren. Ich schaffe meist nicht mal, Likes zu verteilen oder Kommentare zu schreiben. Selbst wenn ich Posts lese.

So sumpfe ich also den Großteil des Tages vor mich hin.
Meine Spaßprojekte sind weiter im Rennen, aber momentan auch weniger. Ganz ohne geht für mich nicht, das ist immerhin etwas Gutes, aber längst nicht ausreichend. Zumal ich durch die Müdigkeit, die mit Schlafmangel, Einschlafproblemen, Durchschlafstörungen etc. einhergeht, eben auch gar nicht die Kreativität habe, die ich teils bräuchte.
Womit auch das Thema Schlaf aufkommt, das für mich ein weiteres Problem ist. Seit ein paar Jahren geht es, aber lange Zeit hat sich Schlaf für mich wie Zeitverschwendung angefühlt. Wie viel schöner wäre es, in der Zeit, in der ich im Bett liege, produktiv zu sein? Diese Gedanken hatte ich die letzten Jahre im Griff. Seit ich mich aber auch mit Schlaf überhaupt nicht mehr ausgeruht fühle, kehrt das Gefühl zurück. Wozu die Zeit im Bett verschwenden, wenn ich mich hinterher genauso erschlagen fühle?
Im letzten Jahr habe ich nach vielen Jahren das erste Mal überhaupt wieder ein paar Nächte nicht geschlafen. Wenn ich mich nicht täusche, waren es acht. Auf dieselbe Anzahl komme ich in diesem Jahr allein in den ersten beiden Monaten. Das ist nicht unbedingt geplant gewesen, sondern da hat meine Zwangsstörung mit reingespielt, aber ich bin mir manchmal nicht sicher, ob wiederum unterbewusst nicht doch auch eine Steuerung durch mich läuft (mehr zu meiner Zwangsstörung und nicht zu schlafen findet ihr hier), weil Schlaf eben so sinnlos erscheint.
Stattdessen spiele ich den halben Tag irgendwelche Spiele (vornehmlich Merge Dragons und Sudoku). Nichts Aufregendes, ich habe schon genug Stresshormone in mir, aber immerhin beschäftigt es. Es ist nur überhaupt nicht produktiv und kollidiert dann wieder mit dem Drang, genau dies zu sein. Was noch mehr Unzufriedenheit auslöst. Auch wenn niemand Forderungen an mich stellt (abgesehen von blöden bürokratischen Erledigungen, die die letzten Wochen auch nicht gerade positiv gestaltet haben, aber ich meine eher hinsichtlich dieses Drangs nach Produktivität).

Wenn ich also still bin, dann nicht, weil ihr mir egal seid.
Sondern einfach weil mir die Kraft fehlt.
Und der Antrieb.
Und …

Bis denne ☆

Bands, die ich liebe – Silverchair

 
 
Schon wieder sind fünf Wochen vergangen, seit ich über Musik geschrieben habe. Eigentlich sollte dieser Beitrag bereits im August erscheinen, aber dann kam alles anders.  
Dieses Mal habe ich wieder eine nicht-japanischsprachige Band im Gepäck.  
Genau genommen ist diese außerhalb der japanischsprachigen Musik meine Lieblingsband.  
 
Die Rede ist von der australischen Band Silverchair.  
 
Nach der Kelly Family bin ich ab 1997 zu Rockbands gekommen und Silverchair waren von Anfang an dabei. Sie hatten zu der Zeit ihr zweites Album noch nicht allzu lange auf dem Markt, obwohl die Mitglieder der Band gerade mal ungefähr ein Jahr älter sind als ich. Und ich bin damals gerade mal in die dreijährige Abiturphase aufgebrochen (also Orientungsphase plus zwei Jahre Abi).  
Damals wurden Silverchair vor allem als die neuen Nirvana bezeichnet. Ja, es gab Parallelen, aber für mich war das so gar kein Grund. Ich kannte Nirvana namentlich, hatte aber nie viel von ihnen gehört. Das ist später auch noch ein bisschen anders geworden, aber Fan war ich nie.  
 
 
 
 
Noch im August 1997 habe ich Silverchair das erste Mal live gesehen, sie haben als Vorband von Bush im Tempodrom in Berlin gespielt. Ja, noch in dem schönen alten Zelt mit dem kleinen Biergarten davor. Als Vorband war das Set nicht ganz so lange, ich glaube, es waren neun Songs, aber es war einfach toll. So sehr viel entspannter als die Konzerte bei den Kellys, erste Reihe, ohne Probleme. Bei Bush sind meine Freundin und ich später sogar hinter gegangen, um uns zum Diven hochheben zu lassen. Ging nicht weit, weils eine Lücke in der Menge gab, aber war unglaublich toll in dem Moment.  
 
Ich habe Silverchair noch zwei weitere Male gesehen, 1999 Columbia Fritz und 2003 in der Arena.  
 
Die Alben waren jedes für sich ein neues Erlebnis. Wobei ich sagen muss, dass mir das letzte nicht mehr wirklich zugesagt hat. Während sie sehr roh, sehr wild begonnen haben, wurde mit jedem weiteren Album alles ausgefeilter, aber auch elektronischer. Und letzteres ist der Punkt, der mir nicht so richtig gefallen hat.  
Dennoch bedeuten mir die ersten vier Album und auch die Singles sehr viel.  
 
In den letzten Jahren habe ich Silverchair recht wenig gehört. Irgendwann vor einem Jahr oder so, habe ich mir dann mal wieder alle ihrer Songs vorgenommen und habe so viele Details wieder oder sogar neu entdeckt. Und sie haben mich noch immer genauso tief berührt wie über 20 Jahre zuvor.  
 
Leider haben sie bereits vor Jahren eine Pause bekanntgegeben (die eigentlich eher einer Trennung entspricht).  
Interessant ist ja, dass hier in Deutschland kaum einer Silverchair kennt, während sie in Australien extrem bekannt sind.  
 
Ihre Musik ist so unterschiedlich, deswegen fällt es mir schwer zu sagen, was mir daran so gut gefällt. Wie so oft ist es einfach das passende Zusammenspiel aus allem möglichen. Unter anderem auch den Lyrics, zumindest teilweise. Das gilt sicher nicht für jeden Song. Gerade je mehr Erfahrung sie hatten, desto weniger eindeutig wurden die Texte. Und ich bin überhaupt nicht gut darin, so etwas zu verstehen, weswegen ich allgemein keinen wirklichen Draht zu Lyrik habe.  
 
Am bekanntesten ist vermutlich „Ana’s Song (Open Fire)“, ein Song, der sich um Anorexie dreht. Ebenso haben Silverchair für den Soundtrack zu Godzilla, der 1998 veröffentlicht wurde, den Song „Untitled“ aufgenommen.  
 
Zur damaligen Zeit, so völlig ohne Internet, habe ich sogar einmal über den Viva-Videotext eine Kontaktanzeige aufgegeben. Ich weiß nicht, wer von euch das noch kennt, dort gab es Seiten, auf denen man Gesuche aufgeben konnte, um Menschen mit gleichen Interessen zu finden. Es gab sogar einige Briefe, die ich darauf erhalten habe und vor allem ein Kontakt hat sich noch bis 2006 oder so gehalten, aber irgendwann dann leider trotzdem verloren.  
 
 
 
 
Ein paar Schätzchen habe ich auch, wenn ich auch nie auf Konzerten irgendwas gekauft habe. Ich weiß gar nicht, inwiefern da überhaupt etwas angeboten wurde.  
 
Und außerdem gibts wieder ein Foto von mir aus der Zeit. Es müsste noch aus 1997 sein. Das allererste Male mit Farbe im Haar. Blau von Directions, nur in den vorderen Strähnen (und ohne vorige Blondierung), die länger als das restliche Haar waren. Mehr durfte ich in dem Alter noch nicht (ich war ja noch nicht volljährig, und als erstgeborenes Kind musste ich mir all diese Dinge auch noch hart erkämpfen, aber das ist ein anderes Thema, in das ich hier jetzt lieber nicht abrutsche).  
 
 
 
 
Nun gehts aber auf zur Beispielmusik.  
 
 
 
Freak  
 
 
 
Israel’s Son  
Der erste Song auf ihrem ersten Album.  
 
 
 
Miss You Love  
Von ihrem dritten Album „Neon Ballroom“.  
 
 
 
Across The Night  
Der Opener ihres vierten Albums „Diorama“.  
Der Weg durch diese ersten vier Songs zeigt ziemlich gut die grobe Entwicklung, die die Band zwischen 1996 und 2002 gemacht hat.  
 
 
 
Tuna In The Brine, ebenfalls von „Diorama“, einer meiner absoluten Favoriten.  
 
 
 
Nobody Came, von „Freak Show“. Ebenfalls einer meiner Favoriten. Ich mag die Steigerung so sehr, die sie erzeugen und dann doch alles wieder zusammenfallen lassen.  
 
 
 
Silverchairs Auftritt beim Bizarre Festival 1997. Das war exakt drei Tage vor dem Konzert, das ich in Berlin erlebt habe. Also quasi das, was sie dort spielen.  
 
 
 
Emotion Sickness von „Neon Ballroom“ zählt ebenfalls zu meinen Favoriten, einfach schon der Depressions-Thematik wegen. Dessen war ich mir damals nicht bewusst, doch der Song hat auch so einen Nerv bei mir getroffen. Diese Version hier ist um die sechs Minuten lang, live haben sie es sogar zehn Minuten lang gespielt. Auch davon gibt es einen Auftritt von 2003 von Rock am Ring.  
 
 
 
 
Und dann ist hier noch No Association. Ein Song, mit dessen Lyrics ich mich sehr verbunden fühle (wenn es auch zwei, drei Zeilen gibt, die nicht zu mir passen) und den ich deswegen mit reingenommen habe.  
 
Hat jemand von euch schon mal was von Silverchair gehört?  
Wenn nicht, habt ihr euch die verlinkten Songs angehört?  
Wie gefallen sie euch?  
 
Bis denne ☆

Rückblick 2019

 
Und damit liegt tatsächlich ein volles weiteres Jahr hinter uns. Hinter mir.
Und wenn ich darauf zurückschaue, dann war es geprägt von Höhen und Tiefen, immer hin und her, nie im Stillstand. Zumindest nicht emotional.
Aber ich denke, ich fange erstmal mit ein paar Zahlen an.

 

Bücher

Bücher: 15
weitere Geschichten: 10
Zeitschriftenartikel: 1
Seiten: 5.436 (Bücher) | ungefähr 11.500 (inklusive der weiteren Geschichten)
Anzahl Lesetage: 92 (nur Bücher)
Durchschnittliche Buchseitenzahl/Tag (bezogen aufs Jahr): 14,89
Durchschnittliche Buchseitenzahl/Tag (bezogen auf die Lesetage): 59,10
Vom SuB gelesen: 13
Neu gekauft/geschenkt: 2
 
 
 

 
Das waren noch mal eindeutig weniger Lesetage als 2018 und ebenfalls weit weniger Buchseiten.
Das liegt daran, dass ich alte Projekte von mir gelesen habe, zwei sogar mehr als einmal. Dazu habe ich aber nur eingeschränkt Aufzeichnungen, weswegen ich sie nur in der Gesamtseitenzahl berücksichtigen kann, aber nicht in die restliche Statistik mit reinnehmen wollte. Als grobe Grundlage für die Seitenzahl habe ich mit dem Normseitengrundschnitt von 250 Wörtern pro Seite gerechnet (Normseite = maximal 1.800 Zeichen, durchschnittlich 1.500 veranschlagt; durchschnittlich hat ein deutsches Wort sechs Zeichen inklusive Leerzeichen = 250 Wörter).

 
Die Anzahl an Büchern war trotzdem gering, das hat sich ja auch bereits in meinen Leserückblicken gezeigt. Andererseits habe ich insgesamt nicht wirklich weniger gelesen als im Jahr zuvor, weswegen mir die Zahlen für die Bücher recht egal sind. Zumal ich auch so einige Bücher noch mal gelesen habe (insgesamt 6 der 15 Bücher, selbst wenn 4 davon in einer anderen Sprache waren).
 
 
 

 
Hier sind die Bücher, die ich gelesen habe, auch wieder bildlich festgehalten, wie schon im letzten Jahr (und auch zuvor, da hatte ich den Blog nur noch nicht). Der E-Book-Reader ist dieses Mal gar nicht dabei. Ich habe ihn zwar für zwei Wälzer durchaus genutzt, da ich sie aber auch als Print besitze, liegen natürlich diese Exemplare dort.
 
 
 

 
Die Neuzugänge hielten sich dieses Jahr sehr in Grenzen. Ich habe ja bereits 2018 versucht, wenige Bücher zu kaufen, weil mein SuB noch genügend Bücher umfasst, aber 2019 sind tatsächlich nur drei Bücher eingezogen, wovon zwei bei ihrer Ankündigung sofort klar waren („Blutgesang“ und „Neon Birds“).

 
Auch wenn die Statistik ernüchternd aussieht, habe ich für 2020 keine Pläne, außer zu lesen, wenn mir danach ist. Die Lesezeit ist nämlich 2019 tatsächlich mehr gewesen als 2018. Wenn ich mich hingesetzt habe, dann meist gleich für zwei Stunden statt auch mal nur für ein paar wenige Minuten. Und ich mag mich nicht durch vorgegebene Pläne einengen oder unter Druck setzen.

 

Schreibtätigkeit

Statistisch fällt es mir dieses Mal etwas schwer. Einerseits betrachte ich meine Spaßprojekte als in ihrer Wichtigkeit gleichwertig zu den Projekten, die ich irgendwann mal veröffentlichen würde. Andererseits rede ich nicht viel über meine Spaßprojekte.

 
In Bezug auf die „offiziellen“ Projekte gibt es quasi nichts zu sagen.
Ich habe zu Jahresbeginn erst an einer Aktion mit anderen Autor_innen teilgenommen, dafür aber auch ein anderes Projekt verwendet, weil die „offiziellen“ Projekte dafür noch nicht ausreichend waren. Diese Aktion verlor sich dann aber recht bald. Mein einziges „offizielles“ Projekt aus dem letzten Jahr – „Notenrufen“ – habe ich genau zwei Mal zur Hand genommen, einmal zur Aufbereitung des Plots für Feedback (da der Plot sehr ausführlich ist, lasse ich den Inhalt bereits vor dem Schreiben gegenprüfen, weil sich da im Groben nichts mehr ändert, wenn ich schreibe) und danach, um mir das Feedback vorzunehmen. Daraus ist dann aber nichts geworden, außer dass ich es eben für mich griffbereit gesichert habe.

 
Bei meinen Spaßprojekten sieht es anders aus.
Die erste Jahreshälfte war ohnehin mau.
Einerseits war der Jahresbeginn von vielen Enttäuschungen geprägt, ich musste ein Gruppenprojekt, das mir sehr am Herzen lag, aus gesundheitlichen Gründen verlassen und wie danach damit verfahren wurde, war weniger angenehm zu sehen. Hinzu kamen noch weitere Aspekte, auch diese eben erwähnte Aktion war einer davon und auch das hat beeinflusst, dass ich nicht wirklich viel Motivation hatte. Mal ganz von der Depression zu schweigen, in der ich ja bis April oder so steckte.
Im Juni war ich weg und bereits der Mai war durch Vorbereitungen geprägt, der Juni galt für mich ohnehin als komplett freier Monat.
Doch die zweite Jahreshälfte änderte alles.
Ich habe im Juli das erste meiner Spaßprojekte angefangen, eigentlich durch Zufall, doch konnte mich ihm nicht entziehen. Meine Statistiken schossen durch die Decke, in Höhen, die ich seit Jahren nicht erlebt hatte. Im Oktober habe ich noch ein weiteres Spaßprojekt hinzugenommen (das sind alles keine neuen Projekte). Nur diese beiden Projekte von Juli bis zum Jahresende haben zu 300 Stunden Arbeitszeit geführt. Das ist sicher keine riesige Menge für Autor_innen, die Schreiben als ihren Beruf ansehen, es professionell betreiben, aber genau darauf liegt mein Fokus ja gar nicht. Als Vergleich, 2018 lagen meine Gesamtzeiten für Projekte bei 58 Stunden, 2017 bei 111 Stunden, 2016 bei 205 Stunden, 2015 bei 110 Stunden und 2014 bei 327 Stunden. Ja, 2014 war es noch mehr, allerdings über das gesamte Jahr verteilt.
Genau das ist es. Das letzte Mal zuvor wenigstens 2.000 Minuten in einem Monat hatte ich im Mai 2014 erreicht. 2019 bin ich im Juli unerwartet mit 3.519 Minuten – das sind fast 60 Stunden – gestartet. Es war extrem überwältigend. Und hat sich auch nicht so extrem gehalten, wobei der August noch heftiger war. Aber danach hat es sich reguliert. Abhängig davon, ob ich mehr gelesen habe, aber auch aufgrund der dunkleren Jahreszeit. Nichtsdestotrotz ist das so ein Unterschied, den ich noch immer zu begreifen versuche (und vermutlich deswegen auch gerade so viel dazu schreibe xDD). Außerdem habe ich tatsächlich seit Anfang Juli nicht einen Tag pausiert. Nicht an jedem habe ich viel Zeit investiert, manchmal waren es nur wenige Minuten, aber es gibt seit mittlerweile einem halben Jahr nicht einen Tag Pause, etwas das für mich 2015/2016 Alltag war.

 
Außerdem ist da ja noch der Autorenblog, den ich regelmäßig und ohne Pause befüllt habe.
Hierfür habe ich auch die Wörter und Zeiten gezählt und das waren auch noch mal fast 80 Stunden mit 51.128 Wörtern.

 

Japanisch

Da ich letztes Jahr bereits recht frühzeitig versucht hatte, eine Routine aufzubauen, greife ich das Thema mal auf.
Was das Schreiben der Kanji betrifft, war ich recht schnell wieder raus.
Die Nutzung der App betreibe ich aber tatsächlich nach wie vor. Es gab wenige Tage, an denen ich es nicht getan habe, meistens ist es mir einfach durchgerutscht. Für gewöhnlich mache ich das gleich am Vormittag und wenn ich es da mal vergesse, kommt es vor, dass ich es später auch nicht mehr beachte. Insgesamt waren es 349 Tage, an denen ich die App genutzt habe und das ist eindeutig positiv.

 

Allgemein

Wie ich oben schon sagte, war 2019 ein sehr emotionales Jahr. Ich habe Entscheidungen getroffen und umgesetzt, die so wichtig für mich und meine Gesundheit waren, habe gekämpft, das durchzuziehen und am Leben zu bleiben (im übertragenen Sinne, nicht wortwörtlich). Ich habe zwei wundervolle Konzerte besucht, die mir so unglaublich viel Kraft gegeben haben und noch immer geben. Ja, ich zehre auch jetzt noch davon, obwohl alles bereits über ein halbes Jahr zurückliegt.
2019 war tough, wirklich tough. Eine meiner Entscheidungen hat so viele Dinge nach sich gezogen, die ich bis heute bewältigen muss, was auch in Zukunft weiterhin der Fall sein wird.
Allerdings waren auch die Jahre zuvor tough. Das letzte Jahr, das ich zuvor als gut bezeichnen würde, ist 2013. Alle danach waren reiner Kampf. So auch 2019. Und trotzdem war 2019 ein gutes Jahr.
Denn egal wie sehr ich meine „offiziellen“ Projekte liegen gelassen habe, weil ich das Gefühl hatte, es tun zu müssen, egal wie anstrengend all die Kämpfe waren, 2019 hat so viel Positives mit sich gebracht. So viel Selbsterkenntnis, so viel Wissen über mich selbst. Ich bin immer mehr zu mir geworden (und habe noch einen weiten Weg vor mir, aber die Richtung stimmt). Ich habe mich viel mehr auf das fokussiert, das ich brauche, das ich liebe. Und habe so viel Liebe zurückbekommen und gespürt. Ich habe alte Freundschaften wieder aufleben lassen und mich neu bzw. mehr in eine Band verliebt, bei der ich glaubte, dass es gar nicht noch mehr geht.

 
Und deswegen kann ich dieses Jahr in zwei Worten zusammenfassen, die nicht zwingend zueinander gehören, es aber auch tun:
Intensiv und Gazette.

 
Wie war 2019 für euch?
Könnt ihr positiv darauf zurückblicken?
Oder ward ihr froh, dass es geendet ist und 2020 beginnt?

 
Bis denne ☆

Bands, die ich liebe – The Kelly Family

 
 
Der letzte Beitrag, der in diesem Jahr hier online geht.  
Und eine letzte Band für dieses Jahr.  
 
Völlig aus der Reihe, denn keine japanische Band. Nichts, das ich derzeit noch oft höre.  
Und trotzdem macht diese Band einen so wichtigen Teil in meinem Leben aus, das sie immer zu mir gehören wird.  
 
Ich war 13, als ich den Kellys verfallen bin. „An Angel“ stand in den Startlöchern, war aber noch nicht veröffentlicht. Die Single zog natürlich nur kurze Zeit später bei mir ein, Wochen darauf dann auch das Album „Over The Hump“. Und Stück für auch die älteren Sachen. CD um CD, Videokassette um Videokassette. Nicht alles sofort, aber gerade durch meine Jugendweihe im darauffolgenden Jahr und den damit verbundenen Geldgeschenken, hatte ich die Möglichkeit meine Sammlung zu vergrößern.  
 
 
 
Meine CD-Sammlung (oben Singles, unten Alben)  
 
 
 
 
Und die Videokassetten  
 
Ebenso startete ich am 19.03.1995 mit meinem ersten Konzert (der Kellys, aber auch überhaupt) in der Deutschlandhalle in Berlin. Wobei das nur fast stimmt. Ich habe wohl im Alter von 1 Jahr die Kellys auch mal auf der Straße spielen sehen, aber daran kann ich mich natürlich nicht erinnern.  
 
Es gab damals ständig etwas Neues. Jede Woche waren die Kellys in irgendwelchen Zeitschriften drin. Bravo, Popcorn, aber auch die ganzen „Frauen“-Magazine, die meine Generation gar nicht zur Zielgruppe hatten. Auf Viva ging es hoch und runter, Fernsehsendung hier und da, irgendwo gab es ständig etwas von den Kellys.  
 
 
 
Ein paar Photobooks. Die kleinen sind Postkartensets.  
 
Bereits im Mai habe ich sie wieder gesehen, erst in der Wuhlheide und am Tag darauf spielten sie ein kostenloses Konzert auf dem Schlossplatz.  
Weitere Konzerte waren dann noch im Sommer, da war ich in Rostock im Stadthafen, im Dezember erneut in Rostock. Dort spielten sie an einem Tag zwei Konzerte, die ich auch beide mitgenommen habe. Im darauffolgenden Sommer dann erneut in Rostock, dieses Mal im Ostsee-Stadion, was eine ziemlich große Nummer war. Ich war damals 15, ab morgens um 6:00 Uhr vor dem Einlass (und da waren schon eine ganze Menge Fans da) und den ganzen Tag im August davor gewartet. Es resultierte in einem Sonnenstich oder ähnlichem, der sich aber immerhin bis nach dem Konzert Zeit gelassen hat.  
 
 
 
Ein kleiner Teil meines Zimmers Ende 1996. Das sah an allen Wänden und teils auch an der Zimmerdecke so aus.  
 
 
 
Ich am 03.08.1996 im Ostsee-Stadion in Rostock vor dem Konzert.  
 
Im nächsten Jahr, nach über drei Jahren, habe ich mich von der Band distanziert. Einerseits entdeckte ich andere Bands, andererseits gefielen mir manche Seiten an den Kellys nicht wirklich. Auf mich machte es den Eindruck, als stiege ihnen der Erfolg zu Kopf. Vielleicht war dem nie so, ich will gar nicht sagen, dass mein Eindruck korrekt war. Aber ich fühlte mich nicht so richtig wohl und habe jahrelang nicht wirklich etwas mit ihnen zu tun gehabt. Hinzu kam, dass ich überall nur der Kelly-Fan war. Nicht nur in der Schule (da war ich das Image überraschenderweise sogar recht schnell los), sondern vor allem im Umkreis der Familie. Und ich wollte das nicht sein. Ich war nicht nur der Kelly-Fan, ich war so vieles mehr.  
 
Ende 2001 habe ich für ein bisschen Weihnachtsmusik bei meinen Schwiegereltern auch zu ein paar Kelly-Songs gegriffen, was recht viel Nostalgie bei mir ausgelöst hat. Mittlerweile gab es ja bereits das Internet (auch bei mir zu Haus und nicht nur in der Schule oder bei Freunden) und somit suchte ich ein bisschen, was die Kellys mittlerweile so machen. Als erstes stolperte ich darüber, dass sie nicht mehr zu neunt auf der Bühne standen.  
Ich besorgte mir die verpassten Releases (eBay war dafür sehr hilfreich) und habe dann im April 2002 wieder ein Konzert gesehen, in der Columbiahalle in Berlin. Im Sommer kamen dann noch ein paar Stadtfeste in verschiedenen Städten im Land Brandenburg dazu, außerdem Ende 2002 noch ein Konzert in Hamburg (das gleichzeitig ein Wiedersehen mit verschiedenen Freunden war, sonst wäre ich vermutlich nicht nach Hamburg gefahren).  
Das – so glaube ich – letzte Album vor ihrem damals tatsächlichen Ende (oder der sehr langen Pause) hat mir auch nicht mehr wirklich gefallen (tut es auch jetzt noch nicht, ich habe vorhin noch mal in die Hörproben online reingehört). Bis auf ein Song (den ich nachher mit reinpacke) hat die Musik nicht meinen Geschmack getroffen. Was mir heute aufgefallen ist, dass das Album sehr den Weg gezeigt hat, den die einzelnen Geschwister in den folgenden Jahren gegangen sind (worüber ich nicht viel weiß, nur was ich so ein bisschen im Nachhinein mitbekommen habe). Sie haben vieles Neues ausprobiert, was auch gut ist. Nur eben nichts für mich war.  
 
Seit sie vor zwei Jahren wieder zurückgekehrt sind – erneut in anderer Besetzung -, habe ich sie noch nicht viel gehört. Ich habe mir die Neuaufnahmen alter Songs vor ungefähr zwei Jahren digital gekauft, weil das alles vertraute Songs waren, aber ich glaube, ich habe das Album einmal gehört, öfter nicht. Das neue Album, eine Art Tribute an ihr erstes großes vor 25 Jahren ist ja erst seit zwei Monaten auf dem Markt. Ich weiß noch nicht, ob ich es kaufen werde, eben auch, weil ich die Kellys insgesamt sehr wenig höre.  
 
Warum sind sie dann eigentlich so wichtig für mich?  
 
Einerseits, weil sie eben meine Jugend begleitet haben. Von 13,5 bis ungefähr 17 Jahren habe ich überwiegend sie gehört. Neben Radio und Viva, wo natürlich noch so einiges anderes lief. Aber den Rest habe ich so mitgenommen, die Musik der Kellys habe ich gesammelt, Konzerte besucht etc.  
Hinzu kommt, dass sie das Image der perfekten Familie hatten. Und die Fans irgendwie auch. Sicher nicht alle, aber die Freunde, die ich damals hatte, waren meine Familie. Vor einiger Zeit hatte ich ja geschrieben, dass ich mich in meiner Familie des Öfteren wie das fünfte Rad am Wagen gefühlt habe und die Kelly Family war meine Zuflucht. Ich habe in der Musik und auch bei den Fans mein Zuhause gehabt. Dort habe ich mich geliebt und beschützt gefühlt. Und ich glaube, das macht einen wichtigen Teil aus, warum diese Band bis heute so tief in meinem Herzen sitzt.  
 
Es gab dieses Jahr eine Situation, bei der ich exakt dieses Gefühl meiner Jugend hatte. Jeder andere in meiner Familie geht vor. Zumindest ist es dieses Gefühl, das mir durch Handlungen und Worte immer wieder vermittelt wird.  
Und was ist passiert? Ich habe meinen Player mit der Kelly Family gefüttert und das gehört. Es war das, was ich in dem Moment brauchte. Als ich es realisiert habe, habe ich gelacht. Und zugleich geweint.  
 
Natürlich hat diese Band mir auch Schmerz beigebracht. Nicht sie selbst, sondern die Reaktionen auf sie.  
Es gab in meiner Jugend, in meiner Altersklasse eigentlich nur zwei Extreme: Man hat die Kellys geliebt oder sie gehasst. Alles dazwischen war eher selten. Und wer dem neutral gegenüber stand, hat sich wohlweislich von denen, die sie gehasst haben, ferngehalten, wenn sie Sprüche gerissen haben.  
Ich bin wie ich bin, man hat mir damals sehr leicht meine Liebe zu der Band ansehen können. Ich hatte lange Haare (die hatte ich bis kurz vorm Abi überwiegend, außer als Kind und dann in der 6. Klasse, als ich sie habe schulterlang schneiden lassen, doch danach sind sie gewachsen, ohne über viele Jahre eine Schere zu sehen), habe lange, weite Röcke getragen, teils mit Shirt, teils mit Bluse. Und es hagelte nur Sprüche. Kelly war der Name, mit dem ich teils angesprochen wurde. Und zwar abwertend. Ich habe damals teils ähnlich zurückgeantwortet, doch ich denke, auch wenn ich es nach außen nicht gezeigt habe, wenn ich es nicht mal bewusst gemerkt habe, dass das verletzt (auch weil ich in meiner Klasse allein mit dieser Vorliebe war), hat das trotzdem viel mit mir gemacht.  
Aber dadurch bin ich auch nur noch mehr zur Musik gekrochen, kaum dass ich zu Haus war.  
 
Mit meinen Freunden – die meisten haben leider in anderen Stadtbezirken gewohnt – war es dagegen so anders. Wir haben so viel zusammen gesungen, gespielt und dadurch Spaß gehabt. Ich habe das auch viel allein zu Haus gemacht (ich habe bereits mit 10 gelernt, Noten zu lesen und Gitarre zu spielen, nicht dass ich je über das Akkordspielen hinausgekommen bin, aber für die Kelly-Songs hat das ja völlig ausgereicht). Ich habe mit 16 mit Freunden zusammen Songs im selben Stil geschrieben. Es gab hier in der Nähe regelmäßig sogenannte Kelly-Partys, wo deren Musik gespielt wurde, aber Fans auch deren Songs gespielt haben, aufgetreten sind. Auch ich mit einigen Freunden.  
 
Das alles verlor sich nicht nur, weil mein Interesse an der Band abflaute, es ließ irgendwie alles gleichzeitig nach. Die Kelly-Partys fanden nicht mehr statt. Der Kontakt zu einigen der Freunde schlief ein (und damals blieb ja nur das Telefon, Briefe oder persönliche Treffen, die ganzen anderen Kommunikationswege, die wir heute haben, gab es für uns damals noch nicht). Und mein Bild der Band veränderte sich.  
 
Mittlerweile ist die Musik für mich immer sehr emotional. Eben wegen all der Dinge, die ich damit verbinde. Meine Jugend an sich, die Zeit des Heranwachsens, des Wandels, in dem ein Mensch in dem Alter ja ohnehin steckt (hormonverseucht ohne Ende). Die Zuflucht von den anderen Dingen, die es damals schon gab und ich doch kein bisschen bewusst erkannt habe. Und eben einfach die Nostalgie der Dinge, die über 20 Jahre zurückliegen. Ich kann keine Dokumentation über sie sehen, vor allem nicht, wenn es um diese Jahre Mitte der 90er geht, ohne mit Gänsehaut und Tränen hier zu sitzen.  
 
Um mal ein paar wenige Songs einzuwerfen … Die bekannten Titel kennen vermutlich die meisten.  
Eventuell zählt „I can’t help myself“ dazu. Eigentlich ja, meines Wissens ist das eine der meist verkauften Singles von ihnen überhaupt. Trotzdem glaube ich oft, dass „An Angel“ den meisten noch mehr ein Begriff ist.  
 
 
 
I can’t help myself  
 
 
 
I wanna be loved  
Ich habe mich hier für die Album-Version entschieden, weil diese länger ist als die, die auf der Single ist. Für mich ist dieser Song sehr persönlich, auch wenn ich nicht weiß, ob Maite für sich dasselbe gesehen hat, als sie ihn geschrieben hat, wie ich für mich.  
 
 
 
Flip a coin  
Dies ist der oben erwähnte Song des damals letzten Albums, der mir wirklich gut gefallen hat. Er stellt auch eine Veränderung dar, denn er verlässt das klassische Schema, das ich bis dahin von den Kellys kannte. Und die Thematik ist dazu sehr tief, sehr drückend. Die Ton- und Videospur sind leider nicht perfekt identisch, aber bei einem weiteren Video fehlten die letzten zwei Sekunden und in denen steckt noch Text, deswegen gibt es hier lieber etwas geringere Qualität beim Hinschauen. Dies ist vermutlich der Song, den ich heutzutage noch am häufigsten höre.  
 
 
 
Calling Heaven  
Als das Album „Almost Heaven“ 1996 rauskam, lief es bei mir hoch und runter. Innerhalb einer Woche hatte ich die Akkorde für alle Titel rausgehört und notiert, spielte das Album nicht nur im CD-Player hoch und runter, sondern auch für mich allein auf der Gitarre. „Calling Heaven“ stach dabei immer auf seine eigene Weise für mich heraus, auch wenn ich bis heute nicht sagen kann, wieso. Er zählt auf jeden Fall zu meinen Favoriten.  
Und dann habe ich abschließend noch zwei ältere Songs von einem Konzert, die auch auf dem gleichnamigen Live-Album festgehalten worden sind: „Street Life“. Aufgezeichnet im Dezember 1992 auf dem Berliner Alexanderplatz.  
 
 
 
„Crazy“ berührt vom Text her schon immer mein Herz.
Why am I so, so, so crazy I think that I’m just an artist
Es sind genau diese Zeilen, die mir aus der Seele sprechen, die Barby dort auf der Bühne auch zeigt.  
 
 
 
Eine ebenfalls sehr tiefe Bedeutung hat für mich „Break free“.  
Was damals nicht bekannt war, aber ich vermute, dass es bereits vorhanden war, ist Barbys psychische Erkrankung. Ich habe keine Ahnung, was genau das ist, ich habe verschiedene Sachen online von Fans gelesen, aber nie etwas offiziell bestätigtes. Allein dass sie bereits 1992 diesen Song gesungen hat, lässt mich das vermuten. Der Erfolg der 90er hat jeden in dieser Familie sehr getroffen, sie haben alle Auszeiten auf die eine oder andere Weise gebraucht, um sich davon zu erholen. Doch ich glaube, Barby hat das alles am schwersten getroffen. Sie kann bis heute nicht auftreten, auch wenn sie gern singt und auch zum neuesten Album diesen Song hier neu aufgenommen hat. Es soll ihr viel besser gehen als früher (dies sind Aussagen ihrer Geschwister), aber eben nicht dafür ausreichend, vollständig mitzumischen. Und wie könnte mich das, in meiner eigenen Situation, nicht berühren.  
 
Und das war es dann auch zu einem sehr wichtigen Teil aus meinem Leben, selbst wenn er mehr der Vergangenheit als der Gegenwart angehört. Ganz weg vom Hier und Jetzt wird er wohl nie sein, denn dafür sind zu viele aktuelle Dinge immer noch damit verknüpft.  
 
Zu welcher Fraktion gehört ihr? Nicht mögen, egal oder lieben?  
Ward ihr in den 90ern auch dabei oder seid es vielleicht jetzt?  
Oder sind euch die Kellys (so gut wie) kein Begriff?  
 
Bis denne ☆

Depression, keine Buch Berlin und Statusupdate

 
Eigentlich stand in meinem Plan für heute der Bericht zur diesjährigen Buch Berlin. Eigentlich. Denn ich bin Ende November nicht auf der Messe gewesen. Obwohl ich bereits ein Ticket hatte.
Grund ist, dass die Depression wieder hallo gesagt hat. Das war ja letztes Jahr bereits ab Anfang Oktober so. Dieses Jahr hat sie sich zumindest bis Mitte November Zeit gelassen.

 
Nach dem Sommer, nach der Tour im Juni (ja, das ist eine ganze Weile her, aber für mich fühlt es sich nicht so lange an) hatte ich gehofft, diesem monatelangen Tief zu entgehen. Ich habe mich mit allem, das ich aus der Tour mitgenommen hatte, sehr gut durch den Sommer und Herbst gebracht. Ich war kein positiver Mensch, das bin ich noch nie gewesen. Da war kein „jetzt wird alles besser“ in meinem Kopf. Aber ich hatte etwas, von dem ich gezehrt habe. Wo ich mir Energie geholt habe. Und im Grunde glaube ich auch nicht, dass das aufgebraucht ist. Es umgibt mich nicht mehr so sehr wie die ersten Monate nach der Tour, aber es ist noch immer da.

 
Vielleicht ist es die Summe der anderen Ereignisse in diesem Jahr, vielleicht auch nicht.
Und vielleicht hängt es auch mit den derzeitigen zusammen.

 
Ich will darauf jetzt gar nicht detailliert eingehen, das habe ich parallel schon immer so ein bisschen vor allem auf Instagram gemacht.
Meine Katze nimmt seit einem Jahr konstant ab. Wir (meine Tierärztin und ich) haben das auch die ganze Zeit beobachtet, kontrolliert, Theorien überprüft usw. Nun gab es ab Ende November diverse Tests, deren Ergebnisse alle mit einem „negativ“ aus dem Labor zurück kamen. Was insofern nicht hilft, dass weiterhin Anhaltspunkte fehlen. Nach Rücksprache der Ärztin mit dem Labor hat es nun doch noch einen Ansatz gegeben, den wir derzeit testen. Wieder Warten. Wieder Ungewissheit.
Ich kann tatsächlich besser mit negativen Diagnosen umgehen, aber habe etwas in der Hand als mit diesem Nichts, während ich zusehe, wie Shiyuu pro Monat 100 bis 150 g an Gewicht verliert und mittlerweile eindeutig untergewichtig ist.
Da war in den letzten Wochen viel Anspannung dabei, das könnte auch dazu beitragen, dass die Depression sich so richtig einnisten konnte.

 
Nun ist der Winter für mich eh schon schwerer, selbst wenn er sonnig ist (was ich derzeit auch nicht behaupten kann), deswegen gehe ich auch nicht davon aus, dass ich aus dem Loch nennenswert rauskomme, bevor es in den Frühling geht.

 
Depression heißt bei mir nicht zwingend, gar nichts zu tun und nur rumzusitzen.
Einerseits sorgt die Zwangsstörung dafür, dass ich viele Dinge trotzdem tue. Denn das muss ich ja. Weil das alles zwanghaft ist.
Als ich letztes Jahr erkannt hatte, dass es sich um eine Depression handelt (denn das hat eine ganze Weile gedauert), fand ich es spannend zu sehen, ob sie meine Zwänge außer Kraft setzen wird. Hat sie nicht.
Das ist vor vier Wochen tatsächlich passiert. Nicht vollständig, aber im kleinen Rahmen. Das hielt aber auch nur ein paar Tage. Und selbst in denen habe ich nicht dem kompletten Bild depressiver Menschen entsprochen.
Ich war – und das ist sehr sehr untypisch für mich – extrem zurückgezogen. Nicht nur, was den direkten Kontakt mit Menschen vor Ort betrifft. Sondern vor allem online. Ich habe tagelang nicht auf Nachrichten geantwortet, was ich normalerweise nie tue. Das war vermutlich auch das Auffälligste. Darüber hinaus habe ich Unmengen gelesen, an meinen Spaßprojekten und anderen Dingen gearbeitet. Meine täglichen Trackings lagen weit höher als an den meisten Tagen. Alles, was so nicht sehr klassisch Depression ist. Aber auch das hielt nur kurze Zeit, schon allein, weil es dann wieder zu viel Belastung war.

 
Ich bin also so halb wieder in dem Zustand von vor einem Jahr zurück.
Ganz weg war er ja nie gewesen, die Kreativität hat ja bis heute nicht so richtig angeklopft, außer bei meinen Spaßprojekten, die aber eben nur für mich sind. Ich habe das schon vor langer Zeit akzeptiert und für mich ist das immer noch besser als gar nichts zu tun. Ab und zu schweifen meine Gedanken zumindest zu begonnenen Projekten, aber richtig daran arbeite ich trotzdem nicht. Das wird vermutlich auch noch eine ganze Weile dauern.

 
Bis denne ☆

Litcamp Berlin 2019

 
Auch wenn das Litcamp bereits fast fünf Wochen zurückliegt (es hat am 09. und 10.11. stattgefunden), möchte ich meine Eindrücke mit euch teilen.

 
Ich kenne Litcamps namentlich seit ungefähr zwei Jahren. Aber mir fehlte bislang die Möglichkeit an einem teilzunehmen, weil die Fahrten zu den anderen nie drin waren.
Als es dann hieß, dass eines für Berlin organisiert werden soll, war ich froh darüber.

 
Ich hatte nicht viel Ahnung davon, wie das funktioniert, obwohl ich vor allem das Prinzip der Teilgebenden, wie es in Berlin bezeichnet wurde, aus den anderen bereits erkannt hatte (ich war auch sonst nie bei einem Barcamp dabei gewesen).

 
Einige Zeit vor Stattfinden des Litcamps hatte ich den Plan gesehen. Samstag 9:00 Uhr Frühstück zum Kennenlernen. Oje, Socializing auf nüchternen Magen. Das war so ziemlich mein erster Gedanke gewesen. Mir liegt es überhaupt nicht auf andere Menschen zuzugehen. Aber ich wollte dennoch dabei sein. Ich bin für meine Verhältnisse super früh gestartet, habe mich durch das Labyrinth der „Schule für Erwachsene“ begeben (nein, es war sehr gut von den Organisatoren ausgeschildert und deswegen problemlos zu finden) und war sehr pünktlich dort. Wie schon so einige andere.

 
Als erstes bekam ich meinen Ausweis, den Hinweis, wo sich die Toiletten befinden und dann ging es auf in den großen Raum. Dort fand auch das Frühstück statt.
Ich setzte mich irgendwo hin, füllte den Ausweis aus und verbrachte die restliche Zeit für mich. Der Raum wurde nach und nach immer voller und ganz gegen Ende sprach mich eine Person, die sich neben mir niedergelassen hatte, an und es stellte sich heraus, dass sie wie ich im Wortkompass unterwegs ist.
 
 
 

 
Danach ging es mit der Vorstellungsrunde los, bei der erklärt wurde, wie so ein Litcamp aufgebaut ist und im Anschluss auch gleich noch die Sessionvorschläge eingereicht und koordiniert wurden, sodass es pünktlich um 11:00 Uhr mit den ersten Sessions losgehen konnte.

 
Für die Sessions standen drei Räume zur Verfügung, auf die die Sessions aufgeteilt wurden. Das führte dazu, dass der Plan zwei Mal nachkorrigiert wurde. Das war ein wenig verwirrend, aber aus meiner Sicht auch keine zu große Panne.

 
Das Sessionangebot war vielfältig und manchmal hieß es zwischen zwei guten Ideen zu wählen. Ich habe mich dabei hauptsächlich auf die Themengebiete Mental Health und Queerness konzentriert und danach meine Sessions gewählt.
Die Sessions selbst waren sehr angenehm. Kein Lehrer-Schüler-Verhältnis mit einer Person, die referiert und andere hören einfach nur zu, sondern ein großes Miteinander. Dazu wurde auch immer von denen, die ihre Session angeboten hatten, aufgerufen. Nachfragen, Einwürfe, Vorschläge, zu allem waren sie bereit, wir sollten nur nicht damit zögern.

 
Nach den ersten beiden Sessions folgte die Mittagspause von einer Stunde, für die es über einen Caterer Suppe gab. Fragt mich nicht danach, durch meine Angst- wie auch Essstörung hatte ich mein eigenes Essen dabei und kann das Angebot nicht beurteilen. Alles angebotene Essen war vegan, darauf wurde von vornherein viel Wert gelegt.

 
Im Anschluss folgten zwei weitere Sessions von denen ich allerdings die erste ausgesetzt habe, weil mich keines der Themen sehr angesprochen hat und eine kleine ruhige Auszeit angenehm war. In meinem Alltag bin ich überwiegend zu Haus und auch nicht stark ausgelastet und dafür war dieser Tag sehr lang und die Pause willkommen. Die zweite Session drehte sich um die Nutzung der sozialen Medien. Die sind absolut nicht mein Steckenpferd und deswegen wollte ich daran teilnehmen. Es war sehr interessant. Ich habe festgestellt, dass ich einiges intuitiv so mache, wie es dort empfohlen wurde (beispielsweise in der Twitter-Beschreibung in Schlagworten anzugeben, was einen interessiert, als Anknüpfungspunkt für andere), aber eben auch Neues gelernt (seinen Autorennamen bereits frühzeitig als Hashtag nutzen, damit er bereits vergeben und damit quasi gebrandet ist).

 
Es folgte Zeit für Kuchen, von denen alle sehr begeistert waren, ich behaupte also mal, das war ein voller Erfolg.

 
Abschließend gab es eine weitere Session in jedem der drei Räume und danach versammelten wir uns alle für die Feedback-Runde im großen Raum.

 
Für mich endete das Litcamp danach, obwohl es noch weitere Möglichkeiten gab. Einerseits fanden nach dem Abendessen (das jeder außerhalb einnehmen konnte, wo er wollte, auch das wurde durch eine Liste während der Feedback-Runde organisiert, damit – wer wollte – gemeinsam essen gehen konnte) noch Lesungen in den Räumlichkeiten der SfE statt, andererseits gab es eine gemeinsame Schreib-Runde, immerhin war ja NaNo.
Ich habe mich auf den Heimweg gemacht, es war bereits 17:30 Uhr und ich seit achteinhalb Stunden dort, zuzüglich der Reise durch Berlin (Dank Arbeiten an den drei der vier Linien im Osten der Stadt, war das nicht ganz so simpel wie normal und brauchte noch etwas zusätzliche Zeit) war ich im Endeffekt auch elf Stunden unterwegs gewesen und für den Tag komplett fertig mit der Welt.

 
Am Sonntag gab es noch einen weiteren Tag, aber den habe ich zu Haus verbracht. Ich wusste, dem wäre ich nicht gewachsen.
Was ich allerdings online gesehen habe (der Hashtag #LitcampBER hilft weiter), gab es natürlich auch am Sonntag sehr interessante Sessions. Schaut unbedingt mal auf Twitter vorbei.

 
 

Fazit

Das Litcamp war toll. Spannend und ebenfalls aufregend.
Nachteilig war die Kälte in der Location. Das hat so ziemlich jeder angemerkt und das Orga-Team hat auch getan, was es konnte, um aus den Heizungen so viel Wärme wie möglich rauszuholen.
Was ich richtig toll fand, war der Code of Conduct und der Umgang aller Anwesenden untereinander. Jeder war rücksichtsvoll, hat darauf geachtet, bei allen nicht-binären und trans Menschen das richtige Pronomen zu verwenden und einfach inklusiv zu sein. Dieser eine Tag war eine wundervolle Bubble von der ich mir wünschte, dass sie in dieser Hinsicht Alltag würde.

 
Es soll für das nächste Jahr auch ein Litcamp geben und ich hoffe sehr, dass es sich umsetzen lässt.

 
Wart ihr schon mal bei einem Litcamp dabei?
Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?
Oder seid ihr neugierig, weil ihr bislang noch nicht die Gelegenheit hattet?

 
Bis denne ☆

Warum wir weniger Binarität brauchen

 
Und warum es mit Gendern allein längst nicht getan ist.

 
Gendern ist wichtig.
Der Differenzierung wegen. Der Diversität wegen. Damit Frauen nicht immer nur mitgemeint sind, wenn das generische Maskulinum verwendet wird.

 
Doch an genau diesem Punkt erschöpft sich das Thema dann auch schon.
Mann und Frau.
Binarität.

 
Nur gibt es eben nicht allein diese beiden Geschlechter, sondern so viele mehr.
Wenn also beim Gendern von Autor_in gesprochen wird, wo sind dann all die nicht-binären Geschlechter?
Sie werden mal wieder nur mitgemeint.

 
Ich kann nicht für alle sprechen, aber zumindest ein Teil von uns fühlt sich eben nicht angesprochen, nicht gemeint, nicht berücksichtigt.
Ich ganz persönlich tue es nicht.

 
Und für mich – und ganz sicher nicht nur für mich – gibt es noch ein ganz anderes Problem.
Ich möchte nicht im binären System von mir sprechen, weil ich nicht in dieses System passe. Ich bin weder Autorin noch Autor. Aber mehr bietet die deutsche Sprache nicht.
Das Gendern ist ein Anfang, doch es ist nach wie vor ausschließend. Nur mitmeinend.

 
Nun ist klar, dass der Wandel weder von jetzt auf gleich noch einfach so passiert.
Doch selbst Ansätze werden im Deutschen ignoriert. Wie dieses Beispiel in einem Twitter-Thread von Alex zeigt. Wobei gerade solche Plattformen und Medien die Reichweite haben, diesen Wandel zu unterstützen.
Stattdessen strotzen sie vor Ignoranz und wir werden wieder ausgegrenzt. Als gäbe es uns nicht.

 
Doch wir sind da.
Wir existieren.
Und wir verdienen denselben Respekt in dieser Sprache wie Mann und Frau auch.

 
Ich will nicht ständig auf Umschreibungen ausweichen müssen, wenn ich über mich spreche. Und ich will nicht umschrieben oder falsch gegendert erwähnt oder angesprochen werden.
Ich will nicht immer nur mitgemeint sein.

 
Dasselbe gilt im Übrigen für die ganzen Bemühungen (die ich nicht falsch, aber eben nicht ausreichend richtig finde) Frauen sichtbar zu machen. Denn erneut fallen alle nicht-binären Geschlechter runter. Sie werden nicht gesehen.
Da werden Listen und Tweets und Instaposts und was auch immer erstellt. Mit Frauen.
Nicht-binäre Personen können nicht eingeschlossen werden. Denn dann werden sie falsch gegendert. Es ist richtig, diese Personen nicht auf diese Listen zu setzen. Aber es macht sie unsichtbar.

 
Warum kann es nicht einfach um Menschen gehen? Und sie mit neutralen Begriffen bezeichnet werden?
Ich weiß, dass es darum gehen soll, weg von der führenden Maskulinität zu kommen. Weg vom generischen Maskulinum. Weg davon, dass Männer an vielerlei Stellen bevorzugt werden, weil wir uns in einem Patriarchat befinden. Und ich stimme diesem Grundgedanken zu.
Doch die Umsetzung sollte nicht schon wieder ausgrenzen und nur eine weitere Gruppe berücksichtigen.

 
Sie sollte alle einschließen. Egal welchen Geschlechts. Egal welcher Ethnie. Egal welches Äußeren. Egal welcher sexuellen Orientierung. Egal wessen auch immer. Es sollte einfach nur um Menschen gehen.

 
Bis denne ☆