Leserückblick April

Letzten Monat habe ich euch ein Buch gezeigt, das ich noch nicht beendet hatte.
Und das gilt diesen Monat ebenfalls.

Dennoch habe ich diesen Monat „Tötet uns alle“ von Dan Wells gelesen. Die Ausgabe, die ich besitze, umfasst die komplette „Partials“-Trilogie und somit etwas mehr als 1.500 Seiten.
Aus exakt diesem Grund bin ich auch noch nicht fertig.
Genauer gesagt habe ich an 16 Tagen im April in dem Buch gelesen, insgesamt waren es 864 Seiten, also für mich völlig okay.

Zu dem Buch selbst äußere ich mich noch nicht, da ich ja noch ein bisschen mehr zu lesen habe.
Auch dann wird es keine wirkliche Rezi geben, aber aufgrund der Thematik des Buches werde ich vielleicht ein paar Worte hier lassen.

Habt ihr im April viel gelesen?
Hattet ihr ein Lesehighlight?
Habt ihr schon mal Bücher von Dan Wells gelesen?

Bis denne ☆

Die Unzumutbarkeit von Schulöffnungen für Kinder

Ich weiß, nicht jeder wird meine Meinung teilen. Und zumindest ein Teil derjenigen mit anderer Meinung hat auch gute und berechtigte Gründe dafür (wenn nicht sogar alle).

Dennoch verstehe ich nicht, wieso hier in Deutschland bereits so viel die Lockerung der Maßnahmen verlangt wird und mir graut ganz ehrlich davor, dass es geschieht.
Eigentlich hat es ja schon begonnen. Testphase.

Wenn ich mich draußen umschaue, dann sehe ich teils kaum Menschen, die eine Maske tragen (ich verwende diesen Begriff, weil es ja um Mundschutz bereits diverse Diskussionen gab, ob der Begriff gerechtfertigt ist, wenn es sich nur um OP-Masken, selbstgenähte aus Stoff etc. geht, außerdem ist das Wort kürzer). Das schwankt, aber es sind eindeutig zu wenige. Und ebenso gibt es immer noch viel zu viele Menschen, die viel zu wenig auf ausreichend Abstand achten. Sei es im Supermarkt oder in Bahnhöfen – wo es aber auch nicht immer möglich ist – oder sei es aber auch draußen auf den Wegen. Da laufe ich, gehe an den Rand, aber die mir entgegenkommende Person bewegt sich nicht an den Rand auf der anderen Seite, sondern bleibt mitten auf dem Weg. Wenigstens 1,5 m Abstand? Fehlanzeige. Maske? Fehlanzeige.

Ebenso ist mir durch die derzeitige Situation auch bewusst geworden, wie viele Baustellen es gibt. Nicht die großen, sondern gern kleine, gern welche, die nur ein paar Stunden am Tag existieren bzw. immer wieder versetzt werden (ich konnte die letzten zwei Tage vom Fenster aus Bauarbeiten beobachten, bei denen der Fußweg zeitweise ganz oder teils gesperrt war). Diese kann man allein für einen Spaziergang gar nicht planen. „Ich gehe ja nur spazieren und weiche aus.“ Wenn aber genau der Weg zum Park, wo es genügend Abstand gibt, davon betroffen ist, kann man nicht ausweichen. Das ist mein Grund für eine generelle Maskenpflicht zu sein, auch wenn mir bewusst ist, dass es dementsprechend auch ausreichend Masken geben müsste. Allerdings ist die Produktion diesbezüglich am fortschreiten, soweit ich das beobachten kann. Und ich habe bereits zu viele Aussagen gehört, dass Menschen erst dazu greifen, wenn es tatsächlich verpflichtend ist. Die Pflicht ist also anscheinend unumgänglich, denn der gesunde Menschenverstand fehlt mir bei einigen an dem Punkt.

Das als eine Art Einleitung, denn im Endeffekt dürften die meisten, die das hier lesen erwachsen sein und solange es an einer Verpflichtung fehlt, müssen sie die Entscheidung selbst treffen und meine Worte werden dabei vermutlich kein großes Gewicht haben.

Der Punkt, auf den ich eigentlich hinaus will, ist ein ganz anderer.

Aus all den bereits angesprochen und diskutierten Lockerungsmaßnahmen möchte ich mir einen herausgreifen: Die Öffnung der Schulen (und da es ab 30.04. in Berlin auch die Spielplätze betreffen soll, kann ich diese eigentlich auch mit einschließen).

Diese Öffnung soll stufenweise stattfinden, dennoch ist immer wieder die Rede von Einhaltung der Maßnahmen. Dazu zählt der Mindestabstand, dazu zählen die Masken und der korrekte Umgang mit diesen. Und allein da frage ich mich, ob denjenigen, die die Öffnung verlangen, bewusst ist, was sie damit von den Kindern erwarten.

Wer von euch achtet darauf, wie oft si_er sich ins Gesicht fasst? Was si_er vorher berührt hat? Mit der ganzen Hand? Mit nur einem Finger? Wie oft fasst ihr euch unbewusst ins Gesicht?
Ja, unbewusst. Denn das passiert eben sehr viel häufiger als es uns bewusst ist.

Warum ich das anspreche? Weil mein Bewusstsein diesbezüglich verändert ist.
Ich habe im letzten Jahr über meine Ängste geschrieben, die sich um Ansteckung drehen. Vorwiegend um Ansteckung mit Krankheiten, die per Berührung übertragen werden. Und genau deswegen achte ich – sobald ich die Sicherheit meiner Wohnung verlasse – sehr genau darauf, was ich wie berühre, inwiefern ich mir ins Gesicht fasse usw. Und ich weiß daher ebenfalls, wie viel Konzentration und Energie es braucht, genau dies zu tun.

Wie lange könnt ihr euch darauf konzentrieren, das lückenlos nachzuverfolgen? Bei Berührung entsprechend die Hände zu waschen?
Da krabbelt es an der Wange und die Hand geht automatisch ins Gesicht. Derzeit sollte – eben bei Öffnung der Schulen – die Maske sitzen, die man nicht berühren soll, was eben das korrekte sorgfältige Händewaschen nach sich ziehen muss.
Wie lange könnt ihr euch darauf konzentrieren? Und nebenbei noch etwas anderes tun? Denn dafür sitzen die Kinder und Teenager in den Schulen. Sie müssen eigentlich die Konzentration für das Unterrichtsgeschehen aufbringen. Und sollen parallel dazu aber darauf achten, nicht unbewusst etwas anzufassen, sich ins Gesicht bzw. gegen die Maske zu fassen.
Mal wirklich, wie lange schafft ihr das? Lückenlos!

Ich hatte den Vorteil, in das hineinzuwachen. Denn meine Ängste sind gewachsen und damit bin ich stufenweise in diese Aufmerksamkeit gerutscht.
Das ist derzeit nicht möglich. Wenn die Schulen geöffnet werden, müssen die Schüler_innen es sofort beherrschen. Jeglichen Abstand korrekt einzuhalten, die Masken korrekt anzuwenden, dem Unterrichtsgeschehen zu folgen.
Davon, dass es Schulen gibt, die nicht einmal das gründliche Händewaschen ermöglichen, spreche ich dabei noch gar nicht (selbst das Kolleg, in dem ich meinen Volkshochschulkurs besuche (derzeit natürlich nicht) – eine Schule für Erwachsene – hat zumindest im Nebengebäude nur Kaltwasser, aber immerhin Seife).

Warum ich das hier gerade alles schreibe?
Weil ich eben weiß – aus ganz persönlicher Erfahrung heraus -, wie anstrengend es ist, darauf zu achten.
Und ich eben kein Kind bin.
Seit wann können Kinder das leisten, was vielleicht Erwachsene umgesetzt bekommen. Und ja, ich betone dieses eine Wort ganz bewusst, denn auch für Erwachsene braucht das bereits viel Anstrengung. Für Kinder ist so etwas aus meiner Sicht absolut unzumutbar.

(Die erwähnten Spielplatzöffnungen laufen auf dasselbe Prinzip hinaus. Kinder vergessen beim Spielen und das sollen sie auch. Nun sollen sie sich permanent an die Abstandsregeln erinnern, sich nicht ins Gesicht fassen, sich nicht die Strähne aus dem Gesicht streichen, die vom Wind dorthin geweht worden ist, nachdem sie sich am Klettergerüst, an der Schaukel oder woran auch immer festgehalten haben, die vorher von anderen Kindern berührt worden sind. Denn genau das ist es, was der verantwortungsvolle Umgang mit sich bringt.)

Hat jemand von euch ebenfalls Erfahrungen damit?
Traut ihr euch selbst das zu?
Wollt ihr das Kindern zumuten?

Bis denne ☆

Meine Schreibutensilien Teil 5

Eigentlich war da die Idee eines ganz anderen Themas.
Aber dann habe ich festgestellt, dass ich meine Gedanken jetzt nicht ausreichend sortiert bekomme, also muss das noch ein bisschen warten.

Exakt betrachtet geht es heute gar nicht um Schreibutensilien, denn schreiben kann man damit nicht.
Dennoch glaube ich, dass dieses Utensil (es sind bei mir zwei verschiedene, aber sie erfüllen denselben Zweck) sehr sinnvoll ist, auch wenn ich jahrelang davon abgesehen habe.

Es handelt sich um Auflagen für die Handgelenke bzw. Unterarme beim Arbeiten am PC.

Ich habe mich vor eineinhalb Jahren für diese beiden Modelle entschieden, als bei mir ein Tennisellenbogen diagnostiziert worden ist. Das war auch erst der Grund, der mich an diese Auflagen herangeführt hat, bis dahin habe ich um sowas einen großen Bogen gemacht.

Ich kannte vor allem die Mousepads, bei denen diese Auflage integriert ist. Ich habe ein solches auch kurz ausprobiert, aber ich komme mit Mousepads einfach nicht zurecht. Wie ihr auf dem Foto auch sehen könnt, ist der Auszug, den ich für Tastatur und Maus habe ziemlich groß (Maße (B x T): 80 x 50 cm). Ich mag es nicht, wenn mein Bewegungsspielraum mit der Maus nach gefühlt wenigen Zentimetern endet. Erst recht nicht, seit ich zwei Monitore habe. Deswegen ist damals mit dem neuen Schreibtisch auch dieser größere Auszug unter die Tischplatte gewandert, da das ohnehin eine Selbstkonstruktion ist, war ich frei in der Entscheidung (vorher hatte ich nur 60 cm Breite und das war mir manchmal schon zu wenig, die Tiefe hat den Vorteil, dass ich die Tastatur bis nach hinten schieben und dennoch einen A4-Block davor legen kann, dafür lege ich die Ablage dann links an die Seite).

Die Auflage vor der Maus ist fester und etwas flacher als die vor der Tastatur. Beide sind mit Gel gefüllt. Die vor der Tastatur beinhaltet noch ein weiteres Teil, mit der sie noch mehr erhöht werden kann.

Es gibt auch Tastaturen, die vorn schon eine Ablage haben, wobei diese für gewöhnlich aus Kunststoff sind, meine ich. Den Effekt des weichen Untergrunds und erhöhten Ablegens der Handgelenke bzw. Unterarme erreicht man damit einfach nicht. Es ist gewöhnungsbedürftig damit zu schreiben und ich habe mich anfangs unglaublich oft vertippt. Aber es ist nach einer Weile sehr angenehm.
Ich habe auch vorher schon oft erhöht geschrieben, also die Unterarme nicht auf dem Auszug abgelegt, sondern sie wie beim Klavierspielen schweben lassen. Was besser für die Handgelenke ist, damit die Hände nicht so nach oben gekippt sind. Aber das ist auf Dauer anstrengend, weil man die Arme die ganze Zeit halten muss und es irgendwann nicht mehr tut. Obwohl ich bewusst darauf geachtet habe, habe ich auch irgendwann die Arme abgelegt. Dem entgehe ich mit dieser Auflage. Zusätzlich liegen die Unterarme weich gepolstert, was ich gerade an den Tagen, an denen ich im Ellenbogen Schmerzen spüre, als sehr angenehm empfinde.

Die Suche nach den Auflagen war recht zeitaufwändig. Einerseits gibt es ein großes Angebot, andererseits sind die Bewertungen oft sehr gemischt. Gerade die Auflage vor der Tastatur war dabei auch nicht ganz so preiswert (hier war das Angebot auch weit kleiner als bei der anderen) und sie war die einzige, die mir überhaupt zugesagt hat. Wer sich dafür entscheidet: Der Chemiegeruch in den Bewertungen war wirklich intensiv und hat sich auch eine Weile gehalten, aber mittlerweile ist das völlig okay.

Nutzt ihr solche Auflagen?
Oder haltet ihr sie für überflüssig?
Wenn ja, habt ihr Empfehlungen?

Bis denne ☆

Bands, die ich liebe – DaizyStripper

 
 
Nachdem der Bandbeitrag im Februar ausgefallen ist, stand für den März die letzte meiner absoluten Lieblingsbands auf dem Plan (und damit muss die vom Februar noch ein bisschen weiter nach hinten weichen). Vom Rest ist ja nur Gazette noch aktiv (FeaDior, Jewel und Silverchair nicht) und mit DaizyStripper komme ich zu einer weiteren aktiven Band.  
 
Gegründet 2007, habe ich bereits 2008 von ihnen gehört, als sie in den USA auf einer Convention gespielt haben, auf die Bekannte von mir gegangen sind. Doch zu der Zeit waren sie eine von vielen Bands, die ich ganz gern mochte.  
 
Das ging so bis zum Jahresbeginn 2011. Im Sommer zuvor hatten sie an einem Tag ihre ersten beiden Alben veröffentlicht und einen Monat später an zwei Tagen Lives dazu gehabt. Am ersten Tag wurde das eine der beiden Alben gespielt und zusätzlich ein paar ältere sowie ein bis zwei neue Songs, am zweiten Tag das andere Album und ebenfalls der Rest. Diese beiden Konzerte kamen im Januar 2011 als Live-Album raus. Nur auditiv, nicht als DVD. Und genau das habe ich mir bestellt. Dieses Live-Album – bestehend aus 39 Songs bzw. zwei kompletten Konzerten – hat gerade einmal 20,00 € gekostet, was extrem wenig ist. Und genau deswegen hatte ich es auch schon vorbestellt.  
Das Album kam an (überraschenderweise sogar genau am Erscheinungstag) und das wars gewesen. Der Band zuzuhören, all das Lachen während der Songs, all der Spaß, den die Mitglieder auf der Bühne hatten … es war sehr ansteckend und ich bin der Band damit komplett verfallen.  
Seitdem sind mittlerweile gut neun Jahre vergangen (und ich frage mich gerade, wo die Zeit geblieben ist).  
 
Gleich das erste Jahr war rasant.  
Die Band kündigte eine Single und ein Album an, wovon zumindest die Single wegen des Erdbebens und Tsunamis ein wenig nach hinten geschoben werden musste. Aufgrunddessen zogen DaizyStripper mit zwei weiteren Bands (A und FEST VAINQUEUR) ein Projekt namens BLUE PLANET JAPAN auf. Sie produzierten mit vielen weiteren Musikern einen Song mit dem Titel 「ひとつだけ~We Are The One~」 (hitotsu dake ~We Are The One~), das in der Art wie „We are the world“ ist. Einen Ausschnitt davon hänge ich bei den Videos mit ran.  
Zusätzlich zu den bereits erwähnten Releases, sind 2011 zwei weitere Singles und ein weiteres Album erschienen. Und gleich im Januar 2012 folgte noch ein Album.  
Danach schaltete die Band endlich einen Gang zurück. „Endlich“, weil das einerseits ganz schön was aus meinem Geldbeutel gefressen hat und andererseits auch so eine Band irgendwann ziemlich schlaucht. Immerhin gehört gerade bei Indie-Bands in der VK-Szene nicht nur das Touren dazu, sondern auch die Instore-Events. Diese haben sie meist mit den Konzerten gekoppelt, wenn sie in einer Stadt waren, haben sie am Tag zuvor oder am selben Tag irgendwann vor dem Konzert noch ein oder teils auch zwei Instores durchgezogen. Dennoch ist das natürlich auf längere Sicht viel Stress. Und zumindest die Alben waren immer mit großen Touren gekoppelt. Ich weiß nicht mehr, ob es damals auch schon so war, aber mittlerweile ist es bei DaizyStripper üblich, dass so eine Tour durch alle 47 Präfekturen Japans geht. In ein paar Städten sind es dann auch zwei Konzerte, sodass sie pro Tour auf ungefähr 55 Auftritte plus die Instores kommen.  
 
Leider sind DaizyStripper in all den Jahren noch nicht zu einer Tour in Europa unterwegs gewesen (kleine Asien-Touren gab es bereits ein paar Mal oder vereinzelte Convention-Auftritte).  
 
Die Releases sind weniger geworden (zumindest in kurzen Zeiträumen), wobei sie 2013 eine sogenannte 5-month-consecutive-release-campaign hatten (das gibts in unterschiedlicher Menge, eine Band hat derzeit eine über 12 Monate laufen). Jeden Monat gab es eine Single, die aber immer nur eine statt üblicherweise zwei B-Seiten mit sich brachte. Und diese fünf Songs waren dann auch auf dem nächsten Album zu finden, das ist nämlich auch nicht immer so, manche Singles stehen für sich allein.  
 
Dann haben sie 2013 verkündet, dass ihr Lead-Gitarrist sich ab Anfang 2014 in eine Pause zurückziehen würde. Nicht selten bedeutet das früher oder später den Ausstieg oder sogar das Ende der Band, für mich war die Ankündigung damals deswegen auch sehr aufwühlend. Dennoch machten sie zu viert weiter, veröffentlichten eine Single und das Album, auf dem eben auch die oben erwähnten fünf Singles mit drauf waren.  
Glücklicherweise stieß der Gitarrist ab November 2014 wieder zur Band, auch wenn er mit dem anderen die Positionen tauschte (die Positionen für Lead- und Rhythm-Gitarristen sind in diesen Bands ziemlich fix und haben hierbei außerdem die Reihenfolge in der Auflistung der Band-Mitglieder verändert – Lead-Gitarristen zuerst -, dasselbe gilt für ihre Positionen auf der Bühne, Lead-Gitarristen stehen aus Zuschauersicht auf der rechten Seite der Bühne, Rhythm-Gitarristen auf der linken).  
Mit diesem Ereignis kam eine neue Single auf den Markt, dessen PV auch genau das zeigt: Es beginnt mit vier Mitgliedern, doch endet mit fünf. Ich hänge 「ARREST」 auch unten mit an.  
 
Seitdem sind weitere zwei Mini-Alben, drei Singles, ein Best-Of-Album (bei dem die Fans für die Songs abstimmen konnten) und zwei Alben erschienen, das letzte davon gerade erst vergangenen Monat.  
 
Zu Beginn hat mich jedes Album sofort begeistert. Das galt vor allem für das dritte und vierte (bei den ersten beiden zählte ich mich ja noch nicht als Fan). Bereits beim fünften Anfang 2012 brauchte es ein bisschen, doch dann mochte ich auch dieses wirklich gern. So ging es auch mit jedem weiteren. Das neue Album 『INFINITY』 ist bereits das achte. Und ich habe lange gezögert, ob ich es mir bestelle (was ich mit den Alben bislang immer gemacht habe, die Singles und Mini-Alben kaufe ich dagegen mittlerweile fast ausschließlich digital). Normalerweise bieten einige Shops zumindest einige Tage vor der Veröffentlichung Samples, die über wenige Sekunden hinausgehen. Es gab zwar ein Video der Band, wo es solche Zusammenschnitte gab, aber ich wollte etwas haben, das länger war, bevorzugt vom Beginn der Songs, anstatt mitten aus den Songs gewählt. Doch das gab es nicht, bis zum Erscheinungstag. Idealerweise bietet gerade iTunes Previews, die 90 Sekunden lang sind. Und diese habe ich mir angehört. Den ersten Song kannte ich, weil er bereits im Vorfeld von der Band mit PV veröffentlicht worden war. Titel 5 und 7 waren bereits Singles gewesen, auch diese waren grundsätzlich nicht neu für mich (wobei der eine von beiden zumindest teilweise neu aufgenommen worden war). Beim 4. Titel habe ich die Seite vom Shop aufgerufen und das Album nebenbei bestellt. Ja, ich bin dorthin zurückgekommen, wo ich damals war. Das Album hat mich sofort abgeholt, sofort berührt und ich musste es einfach im Regal stehen haben, statt nur digital auf meinem PC.  
 
Dieses Album ist weiterhin ganz typisch für diese Band.  
Einerseits sehr gemischt, von fröhlich-lockeren Klängen, über schnelle, harte, aber auch schwermütige Titel, gemischt mit sanften, wundervollen Balladen. Das ist etwas, das DaizyStripper von einem Teil der Bands, die ich sonst höre, unterscheidet und sie zugleich mit ihnen verbindet.  
Ein Blick ins Booklet hat mich schmunzeln lassen, denn wie zu erwarten gewesen war, gibt es jeweils einen Song, der vom Bassisten sowie dem Rhythm-Gitarristen geschrieben wurde, zwei stammen aus der musikalischen Feder des Lead-Gitarristen und der Rest kommt vom Drummer. Er ist der Main Composer und aus meiner Sicht ein kleines Genie. Allein die ganzen Stile dieser Band kriegt er im Grunde allein auf die Reihe. Dennoch bringen gerade die anderen ihre eigene Note mit in die Songs, weswegen es nicht dasselbe wäre, würde alles vom Drummer komponiert, es gibt einfach Unterschiede. Ich kann sie nicht in Worte fassen, aber nicht selten weiß ich vom Hören allein, welcher Song von wem komponiert worden ist.  
Was ebenso besonders zu diesem Album war, waren Ausschnitte der Produktion über Twitter. Es gibt immer wieder Videos, die nur die Gesangsaufnahme ohne jeglichen anderen Ton zeigen. Das gilt für den Vocal an sich, aber auch für Parts, die die Band gemeinsam gesungen … eigentlich geshoutet hat. Oder reine Gitarren-Parts. Das letzte Stück ist ein Piano-Stück (der Drummer hat als erstes Instrument Klavierspielen gelernt), davon gab es auch ein Video. 「HIDDEN PAIN」 (hänge ich auch unten ran, weil es mein Favorit des Albums ist) ist besonders auffällig auf diesem Album und auf seine Weise auch etwas Neues der Band. Der Growling-Part allein ist auch in dieser Video-Form auf Twitter von der Band gepostet worden. Einzeln haben sich diese Teile damals sehr komisch angehört, aber ich weiß, dass sowas abgemischt und allein durch die instrumentale Begleitung ganz anders wirkt als völlig für sich. Deswegen habe ich mir einen Teil davon auch noch mal angehört, nachdem ich das Album einige Male gehört hatte, weil der Eindruck einfach anders ist. Und ich finde es toll, dass sie solche Eindrücke mit den Fans geteilt haben (das ist ja gewissermaßen dasselbe wie Autoren, die Stellen aus dem Entstehungsprozess ihrer Bücher zeigen).  
 
Jetzt habe ich sehr viel nur über das neue Album geschrieben. Hauptsächlich liegt es wohl daran, dass ich langsam Zweifel bekommen hatte, ob DaizyStripper in ihrer Position bei meinen Top-Bands wirklich noch richtig aufgehoben sind. Sie sind nie unwichtig für mich gewesen, aber gerade nach den letzten Jahren und meiner Liebe für Gazette, hatte ich das Gefühl, dass mittlerweile Welten zwischen beiden Bands liegen, obwohl sie damals für mich an Wichtigkeit und Bedeutung auf einer Stufe standen (FeaDior und Jewel – als Bands, die es nicht mehr gibt – werte ich ein bisschen anders, weil es eben keine neuen Releases mehr gibt, auf die ich mich freuen kann). Doch dieses neue Album hat mir gezeigt, dass alles noch immer da ist, dass sie weiterhin dort hingehören. ♥  
 
Zusätzlich haben DaizyStripper 2016 eine Kampagne für ihr bevorstehendes 10-jähriges Jubiläum im folgenden Jahr gestartet gehabt: Jeden Monat gab es eine neue Veröffentlichung, die eines der Mitglieder kreiert hatte. Das war nicht ausschließlich Musik, aber sie begleitete die Releases natürlich. Ich muss zugeben, ich weiß nicht mehr alles davon, aber der Bassist hatte ein Fotobuch oder etwas in der Art, zu dem es einen einzigen Song gab. Gekauft habe ich nur die Sachen des Vocals und Drummers. Der Vocal hat ein Cover-Album rausgebracht, der Drummer ebenfalls zwei Cover-Album, allerdings hat er die Songs der Band als Piano-Versionen umgeschrieben. Der Lead-Gitarrist hatte ein Projekt mit dem Vocal einer anderen Band, dazu gab es – glaube ich – auch eine Single und ansonsten ein paar Auftritte. An mehr kann ich mich aber gar nicht mehr erinnern.  
 
Last but not least will ich noch erwähnen, dass DaizyStripper 2010 für kurze Zeit auch unter dem Namen Frantic EMIRY erschienen sind (völlig ohne Ankündigung, sie standen nur auf dem Line-Up eines Lives und nach dem Auftritt war dann schnell klar, wer sich dahinter verbarg). Lange Zeit wurde das als Alter-Ego-Band bezeichnet. Es gab damals eine Single, zu der auch ein PV gehört, dass ich ebenfalls mit unten ranhängen werde.  
Allerdings kam Ende 2018 die Ankündigung für Frantic EMIRY~second crisis~, wozu allerdings nur noch der Drummer der Band zählte (was nahelegt, dass FE eigentlich sein Projekt ist). Die anderen Mitglieder kommen aus anderen Bands. Sie haben den Single-Song von 2010 erneut aufgenommen (mir gefällt die alte Version besser – in den Empfehlungen an der Seite auf YouTube dürfte auch die neuere Version auftauchen, falls jemand neugierig ist -, einfach weil mir die neue zu überladen ist) und zusätzlich noch ein Mini-Album rausgebracht sowie ein paar Lives gespielt.  
 
Damit das hier jetzt nicht noch länger wird, streue ich mal ein paar Fotos von meinen Schätzen.  
Klassisches Merchandise habe ich leider nicht. Keine Shirts, aber auch nichts anderes, das üblich ist.  
Dafür durchaus so einige CDs und auch wenige DVDs.  
 
 
CDs und DVDs als Übersicht, von rechts nach links chronologisch aufsteigend  
 
 
Alben  
 
 
Singles mit Goodies, zwei davon in zwei Versionen  
 
 
links DVDs  
oben rechts BLUE PLANET JAPAN  
links daneben das Album vom Vocal  
darunter die beiden Alben des Drummers  
 
 
eines der Poster, die einer der Shops als Goodie mitsendet, ich habe noch wenigstens eines mehr, aber dieses ist das einzige, das ich aufgehängt habe  
 
Und damit komme ich zu den Videos.  
Wie so oft springe ich ein bisschen durch die Gegend.  
Außerdem werde ich – zumindest teilweise – die Daten dazuschreiben, wann die Songs auf einem Album oder einer Single erschienen sind.  
 
 
ダンデライオン (dandelion)  
23.08.2007  
Das war ihre erste Single, ihre erste Veröffentlichung überhaupt.  
 
春めく僕ら (harumeku bokura)  
03.03.2010  
Der Song kam zeitgleich mit dem Auftauchen von Frantic EMIRY raus.  
 
World End von Frantic EMIRY  
03.03.2010  
 
G.Z.S.K.K  
14.05.2014  
Das ist die Single, die sie mit nur einem Gitarristen veröffentlicht haben, also nicht wundern, dass es durchgängig nur vier Member gibt.  
Das zeigt außerdem recht gut eine etwas andere Seite als die bisherigen Songs von DaizyStripper, obwohl sie zu dem Zeitpunkt nicht neu war.  
Der Titel wirkt übrigens komisch und lange Zeit wusste ich auch nicht wirklich, was sich dahinter verbirgt, bis ich ein Interview gelesen habe. Im Song selbst taucht 現在進行形 (genzai shinkoukei) auf, das „present continuous tense“ bedeutet. In dem Interview haben sie gesagt, dass der Song das derzeitige Sie zeigt, das, was sie als Band zu der Zeit sind. Mit dieser Textstelle und der Aussage aus dem Interview, bin ich sicher, dass die Buchstaben eben genau dafür stehen: GenZai ShinKouKei.  
 
KISS YOU (KISS mix)  
Eigentlich ist der Song als Single bereits am 15.06.2011 erschienen (das ist die etwas verschobene Single durch den Tsunami), es gibt auch ein PV dazu. Diese Version ist auf dem Album 『AIR』 am 11.01.2012 erschienen.  
 
色彩ヴィヴィッド (shikisai vivid)  
04.11.2009  
 
東京ホライズン-Day&Day- (Tokyo horizon -Day&Day-)  
12.12.2012  
Es gibt auch noch eine Version namens 「東京ホライズン-NIGHT AND DAY-」 (Tokyo horizon -NIGHT AND DAY-), aber beide sind komplett unterschiedliche Songs.  
 
Zero Crysis  
05.10.2011  
Das ist der Opener eines der Alben aus dem Jahr 2011.  
 
ARREST  
21.01.2015  
Das ist der Song, mit dem der andere Gitarrist wieder in die Band zurückgekommen ist. Das zeigt sich auch in dem PV und mir beschert es jedes Mal Gänsehaut.  
Sie singen darin auch YNMRK, was für die Namen der Member steht: Yuugiri (Vo.), Nao (Gt.), Mayu (Gt.), Rei (Ba.) und Kazami (Dr. & Pf.).  
 
MISERY live  
Dieser Song ist nicht von DaizyStripper.  
Wer die Visual-Kei-Szene ein bisschen kennt, ist vermutlich schon mal über den Namen hide gestolpert oder kennt ihn aus seiner Solo-Zeit oder als Mitglied bei X Japan.  
Am 03. und 04.05.2008, als es DaizyStripper noch nicht mal ganz ein Jahr gab, fand das „hide memorial summit“ statt, wo unter anderem Songs von hide durch andere Bands gecovert wurden. Dort ist diese Aufnahme entstanden.  
Ich muss zugeben, dass ich mich weder mit hide noch mit X Japan je befasst habe und den Song vorher nicht kannte. Aber unabhängig von der nicht so berauschenden Qualität bin ich diesem Song sofort verfallen. DaizyStrippers Sänger versteht es so viel Gefühl in den Song zu legen, obwohl sie als Band noch nicht so viel Erfahrung hatten und bereits zu diesem Zeitpunkt vor so einem großen Publikum (50.000 Leute, was für eine Indie-Band natürlich eine unfassbare Erfahrung ist) zu spielen und trotzdem so einen Auftritt hinzulegen, hat mich durchaus überrascht.  
(Ich habe mir das Original später auch noch angehört, aber ich bevorzuge diese Version, allein weil sie ruhiger ist und mehr Emotionen vermittelt. DaizyStripper haben den Song auch noch für ein hide-Tribute-Album aufgenommen, aber die Live-Aufnahme gefällt mir noch ein bisschen besser.)  
 
彼女はエメラルド (kanojo ha emerald) (ich könnte auch emerarudo schreiben, aber das versteht dann immer keiner xDD)  
01.08.2012  
 
ひとつだけ~We Are The One~ (hitotsu dake~We Are The One~) von BLUE PLANET JAPAN  
Das ist nicht das vollständige Video, aber das, was damals offiziell hochgeladen wurde. Mit Kauf der Single wurde automatisch ein Teil ans Rote Kreuz gespendet, was für mich ein zusätzlicher Grund war, die Single zu kaufen (wenn auch längst nicht der einzige).  
 
明日が来るなら (ashita ga kuru nara)  
11.01.2017  
Eine sehr typische Ballade für DaizyStripper, aber auch absolut wundervoll.  
Confession: Ich kann das Video nicht schauen, ohne in Tränen auszubrechen. Unter anderem auch aufgrund des Textes (da ich nicht übersetzen kann, auch wenn ich bei der Textstelle sicher bin, was dort steht, ich aber nicht mal zusammenfassend gut übersetzen kann, auch nicht von Englisch zu Deutsch, setze ich jetzt nur die Textstelle rein und wers versteht, gut, für den Rest tut es mir leid):  
「限られた時の中で 音が枯れても  
声が消えるまで 唄っているよ」  
 
HIDDEN PAIN  
01.03.2020  
Dieser Song ist sehr wechselhaft, er beginnt technisch, klingt fröhlich und wechselt dann ins absolut dunkle, schwere, rein von der Stimmung.  
Ich bin überzeugt, dass er sich um Depression oder ähnliches handelt, obwohl ich den japanischen Anteil der Lyrics nicht zusammenhängend verstehe. Vielleicht kriege ich das ja irgendwann mal hin, aber noch reichen meine Kenntnisse dafür nicht aus.  
 
So, und damit beende ich das hier jetzt.  
Wie ihr unter den Titeln teils sehen könnt, gibt es viele Details, die ich sehe, höre, wahrnehme und davon gibt es eigentlich noch viele viele mehr. Auch diese Auswahl an Songs ist schon sehr klein (obwohl es nicht wenige sind). Über Austausch freue ich mich immer, aber die Wahrscheinlichkeit, dass jemand das hier liest und sich auch viel mit der Band befasst hat, ist natürlich sehr gering.  
 
Ich frage dennoch, kennt ihr DaizyStripper?  
Wenn ihr euch die Songs angehört habt, wie ist euer Eindruck?  
Ist diese Band etwas für euch oder so überhaupt gar nicht?  
 
Bis denne ☆

Leserückblick März

Es ist wieder soweit. Ein Monat ist rum.

Der März hat genauso ruhig begonnen, wie der Januar geendet und der Februar allgemein ausgesehen hatte.

Ich bin auch weiterhin eher langsam mit Brandon Sandersons „Krieger des Feuers“ vorangekommen und war nach ungefähr 200 Seiten so genervt, dass ich mir die 1- und 2-Sterne-Rezensionen auf Amazon angeschaut habe. Diese deckten sich bei den Kritikpunkten mit meinen Gedanken und das war dann ausschlaggebend für mich, das Buch abzubrechen. Denn laut diesen Rezensionen würde das Buch im letzten Viertel bis Fünftel erst wirklich interessant werden. Und es umfasst fast 1.000 Seiten. Und um die Geschichte abzuschließen, gibt es dann noch einen dritten Teil, der dieselben Probleme mit sich bringt – laut Rezensionen. Und darauf hatte ich absolut keine Lust.

Dann habe ich echt überlegt, was ich lesen könnte. Insgesamt wollte ich weiterhin in Richtung „Neon Birds“ gehen und das einzige Buch, das vom Genre her dazu passte, war „Tötet uns alle“ von Dan Wells. Eigentlich sind es drei Bücher, denn es umfasst die komplette „Partials“-Trilogie.
Bis Ende März habe ich Band 1 überwiegend gelesen (420 von gut 500 Seiten). Ja, es hat vermutlich eindeutig mit dem Genre zu tun oder vielleicht auch mit dem Tempo innerhalb der Geschichte oder keine Ahnung. Auf jeden Fall habe ich seit dem Wechsel wieder mehr gelesen.

Wie lief es bei euch?
Hat euch die derzeitige Situation mehr zum Lesen gebracht oder davon abgelenkt?
Was lest ihr zur Zeit?

Bis denne ☆

Camp NaNoWriMo April 2020

Es ist wieder soweit, das Camp NaNoWriMo steht an.

Im letzten Jahr habe ich an gar keinem teilgenommen und auch jetzt bin ich noch gar nicht sicher, wie ausgeprägt es dieses Mal sein wird.
Aber zumindest habe ich ein Projekt auf der Seite angelegt.

Nachdem zum November hin die Seite umgestaltet worden ist und ich über ziemlich viele Probleme beim Eintragen des täglichen Wordcounts gehört habe, bin ich gespannt, wie das jetzt sein wird. Allein fürs Einrichten vorhin, bin ich ein paar Mal rausgeflogen und musste mich wieder einloggen, was mir den Eindruck gibt, dass das alles auch noch nicht so richtig funktioniert.
Ich lasse mich mal überraschen, ob dem wirklich so ist.

Übrigens bin ich eigentlich gar nicht mit einem Projekt dabei, sondern mit zwei – meinen beiden Spaßprojekten.
Und ich schreibe nicht, sondern plotte, zähle aber dennoch in Wortzahlen, die ich auf meinem durchschnittlichen Wordcount pro Stunde basierend berechne.

Wie ist das bei euch, nehmt ihr teil?
Wenn ja, was steht bei euch an, schreiben, planen, überarbeiten?
Habt ihr ein großes Ziel oder lasst ihr es ruhig angehen?

Bis denne ☆

Meine Schreibutensilien Teil 4

Heute komme ich zum digitalen mobilen Aspekt meiner Ausstattung.
In der Vergangenheit habe ich euch schon ein paar Stifte und auch mein Notizbuch (wenn dieses auch außerhalb dieser Reihe) gezeigt, aber ich schreibe/plane abseits meines Schreibtischs auch digital.

Bei mir ist es meist die Kombination aus Tablet und Bluetooth-Tastatur (ich habe auch einen Laptop, aber der ist größer und schwerer).

Um alles mit dem PC synchronisieren zu können, habe ich bislang Evernote verwendet, wobei die Dropbox natürlich auch eine Option wäre (allerdings synchronisiert Evernote direkt in eine Cloud, bei der Dropbox müsste ich die Dokumente erst in die Cloud schieben).
Mobil verzichte ich allerdings überwiegend auf Formatierungen, da ich generell in Word arbeite und – das kennen wir ja alle – programmübergreifend gern mal was verloren geht. Einfache Aufzählungen, die üblichen Auszeichnungen wie fett, kursiv und unterstreichen funktionieren, aber mehr habe ich nicht ausprobiert. Wobei ich allgemein sparsam damit bin, außer beim Planen, da kommen auch gern mal Tabellen zum Einsatz. Auf diese habe ich mobil aber bislang verzichtet.

Ich hätte mir damals auch eine Schutzhülle mit integrierter Tastatur für das Tablet kaufen können, aber ich habe mich bewusst für ein externes Gerät entschieden. Ich nutze die Tastatur bisweilen auch für lange Nachrichten über WhatsApp oder andere Apps am Smartphone, wenn ich dafür nicht extra auf den PC zurückgreife.
Das schöne an dieser Tastatur: Sie hat keine offenen Rillen um die Tasten und soll sich daher gut reinigen lassen (ich habs noch nie ausgetestet, so unglaublich viel bin ich dann nicht unterwegs und ich bewahre sie in einem kleinen Stoffbeutel auf, sodass sie sonst immer gut geschützt ist). Sie ist leicht, extrem flach und fühlt sich samtig weich an, dasselbe gilt für den Anschlag der Tasten. Dieser ist physisch spürbar, trotz der flachen Tastatur, aber eben unglaublich weich und angenehm.
In meinem Fall ist es die Tastatur, die laut Tastenbelegung für Apple-Geräte ausgelegt ist, einfach weil sie preiswerter war (deswegen ist es auch die rote und nicht die schwarze geworden). Wenn ich nicht weiter weiß, gibt es ja Suchmaschinen, um mir anzeigen zu lassen, wie ich meine vertrauten Windows-Tastenkombinationen ersetzen muss.

Was mir an der Trennung zwischen Tastatur und verarbeitendem Gerät außerdem gefällt, ist die Flexibilität. Ich habe schon in einem Sessel gesessen, gemütlich die Beine zur Seite geschlagen, das Tablet auf der Armlehne abgelegt, die Tastatur auf meinen Beinen und konnte problemlos damit schreiben. Bevorzugt sitze ich ja an meinem PC, aber als mobile Lösung funktioniert das super. Ebenso habe ich im ICE am Tisch mit einem Laptop das Problem, dass dieser entweder zu hoch steht oder aber nicht bequem auf die Beine passt, ohne dass der Tisch stört. Das Tablet habe ich einfach auf den Tisch gestellt, die Tastatur auf die Beine gelegt und los gings.

Was nutzt ihr, um unterwegs zu schreiben oder planen?
Habt ihr Erfahrung mit dieser Tastatur?
Welche Geräte könnt ihr empfehlen?

Bis denne ☆

Alltag: Depression

TW: Depression

Erinnert ihr euch an das Nichts aus „Die unendliche Geschichte“? Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass ich nur den Film als Kind mehrere Male gesehen habe, aber das alles verschlingende Nichts ist dennoch hängen geblieben.

Und in so etwas fühle ich mich derzeit gefangen.
Irgendwie mal wieder.
Und irgendwie zum ersten Mal.

Denn ich fühle mich gleichzeitig völlig rastlos.
Das ist für mich auch nichts neues, das war zumindest die letzten fünfzehn Jahre so, nur lange Zeit war ich auch in der Lage, immer was zu tun. Ich war ununterbrochen beschäftigt, was vor allem für meinen Kopf gilt. Körperlich aktiv sein, war nie meins, aber geistige Auslastung war für mich immer wichtig (ich vermute, dass ich deswegen auch nicht gern Filme oder Serien sehe, weil ich dabei zu sehr wegdriften kann und nicht ausreichend Fokus brauche, den mein Kopf benötigt, um ausgelastet zu sein).
Mittlerweile fehlt mir schon seit langem die Kraft, mich auch tatsächlich so zu beschäftigen wie damals.

In manchen Zeiten, in denen ich eher dysthym als tatsächlich depressiv bin, geht es. Da schaffe ich ein bisschen was und komme ganz gut zurecht. Es fällt mir zwar auch dann schwer, mich zu den Dingen aufzuraffen, die mir keinen Spaß machen, aber es geht.
Wenn ich richtig in der Depression hänge – und im Grunde tue ich das seit Mitte November, da gab es die erste schwere Phase, seit einer Woche stecke ich in der nächsten, die noch intensiver ist -, dann lässt auch das fast vollständig nach.
Ich zwinge mich zu manchen Dingen. Ich habe die Verantwortung für meine Katze, ich muss also irgendwie die für sie nötigen Dinge machen. Genauso wie ein paar für mich. Essen ist tatsächlich etwas, das bei mir nicht ausfällt, wie ich das oft von anderen höre. Ich weiß nicht sicher, woran es liegt, vielleicht daran, dass ich sehr regelmäßig essen muss und das seit mittlerweile über fünfzehn Jahren. Aber zu essen bedeutet auch, einkaufen zu müssen. Dazu muss ich mich irgendwie auch zwingen, gleichzeitig schaffe ich das meist als hätte ich auf Autopilot umgeschaltet.

Zurückgezogenheit kennen vermutlich auch die meisten.
Ich bin eigentlich ein kommunikativer Mensch, sobald ich aufgetaut bin oder das Gefühl habe, etwas sagen zu können (ich bin da sehr schnell zu verunsichern). Ich brauche das eigentlich sogar recht viel, eben auch, um meinen Kopf beschäftigt zu halten und nicht über all das Chaos nachzudenken, das darin munter Samba tanzt. Aber unter Depression bin ich nicht in der Lage, Menschen zu kontaktieren. Ich schaffe meist nicht mal, Likes zu verteilen oder Kommentare zu schreiben. Selbst wenn ich Posts lese.

So sumpfe ich also den Großteil des Tages vor mich hin.
Meine Spaßprojekte sind weiter im Rennen, aber momentan auch weniger. Ganz ohne geht für mich nicht, das ist immerhin etwas Gutes, aber längst nicht ausreichend. Zumal ich durch die Müdigkeit, die mit Schlafmangel, Einschlafproblemen, Durchschlafstörungen etc. einhergeht, eben auch gar nicht die Kreativität habe, die ich teils bräuchte.
Womit auch das Thema Schlaf aufkommt, das für mich ein weiteres Problem ist. Seit ein paar Jahren geht es, aber lange Zeit hat sich Schlaf für mich wie Zeitverschwendung angefühlt. Wie viel schöner wäre es, in der Zeit, in der ich im Bett liege, produktiv zu sein? Diese Gedanken hatte ich die letzten Jahre im Griff. Seit ich mich aber auch mit Schlaf überhaupt nicht mehr ausgeruht fühle, kehrt das Gefühl zurück. Wozu die Zeit im Bett verschwenden, wenn ich mich hinterher genauso erschlagen fühle?
Im letzten Jahr habe ich nach vielen Jahren das erste Mal überhaupt wieder ein paar Nächte nicht geschlafen. Wenn ich mich nicht täusche, waren es acht. Auf dieselbe Anzahl komme ich in diesem Jahr allein in den ersten beiden Monaten. Das ist nicht unbedingt geplant gewesen, sondern da hat meine Zwangsstörung mit reingespielt, aber ich bin mir manchmal nicht sicher, ob wiederum unterbewusst nicht doch auch eine Steuerung durch mich läuft (mehr zu meiner Zwangsstörung und nicht zu schlafen findet ihr hier), weil Schlaf eben so sinnlos erscheint.
Stattdessen spiele ich den halben Tag irgendwelche Spiele (vornehmlich Merge Dragons und Sudoku). Nichts Aufregendes, ich habe schon genug Stresshormone in mir, aber immerhin beschäftigt es. Es ist nur überhaupt nicht produktiv und kollidiert dann wieder mit dem Drang, genau dies zu sein. Was noch mehr Unzufriedenheit auslöst. Auch wenn niemand Forderungen an mich stellt (abgesehen von blöden bürokratischen Erledigungen, die die letzten Wochen auch nicht gerade positiv gestaltet haben, aber ich meine eher hinsichtlich dieses Drangs nach Produktivität).

Wenn ich also still bin, dann nicht, weil ihr mir egal seid.
Sondern einfach weil mir die Kraft fehlt.
Und der Antrieb.
Und …

Bis denne ☆

Leserückblick Februar

Ich fühle mich ja fast ein bisschen ins letzte Jahr zurückversetzt.

Erinnert ihr euch noch, als ich fast ein Vierteljahr gebraucht habe, bis ich „Kernstaub“ gelesen hatte?
So ähnlich ist es jetzt auch.

Deswegen ist auf dem Bild auch nur ein Buch, nämlich „Krieger des Feuers“ von Brandon Sanderson, zu sehen.

Ich hatte Ende Januar mit dem Buch begonnen und im Februar an genau einem Tag ein paar Seiten darin gelesen. Das wars gewesen.

Ich merke, wie mir derzeit die Lust für all die Bücher fehlt, die hier stehen (und neue mag ich nicht kaufen, solange ich noch genügend im Regal warten habe). Ich denke, ein Teil liegt darin begründet, dass „Neon Birds“ im Januar mich sehr gefesselt hat und ich nichts vergleichbares hier stehen habe. Ob das alles ist, weiß ich nicht.

Dennoch habe ich im Februar gar nicht wenig gelesen.
Der Rest waren allerdings nur eigene Rohfassungen. Die zähle ich nicht als Buch, aber ich dachte mir, ich spreche dennoch mal in Zahlen.
Insgesamt waren das nämlich 1.876 Normseiten bzw. 432.606 Wörter (laut Word).

Ja, die Depression hat mich nach wie vor fest im Griff und das spiegelt sich bei mir auch gern auf diese Weise wider (wenn ich nicht durch andere Faktoren vom Lesen abgehalten bin, wie letztes Jahr im Juni).
Aber immerhin habe ich überhaupt gelesen und war überrascht, wie viel Entwicklung ich feststellen konnte, weil es sich bei den Rohfassungen um dasselbe Projekt handelt, das ich mehr als einmal geschrieben habe.

Und vielleicht wirds ja demnächst auch wieder mehr bei den Geschichten anderer. Denn eigentlich lese ich deretwegen.

Wie viel habt ihr im Februar gelesen?
Steckt ihr auch in einem Tief?
Oder könnt ihr die Nase gar nicht mehr aus dem Buch nehmen?

Bis denne ☆

Ich habe keine Lust mehr!

Ich habe keine Lust mehr, mit -Isten zu diskutieren, mich zu rechtfertigen, mich zu erklären, mich zu … egal was.

Ich habe keine Lust mehr, über Alltagsrassismus zu diskutieren, den Menschen nicht erkennen wollen. Es war schon immer so? Witze hat es schon immer gegeben? Dementsprechend müssen Betroffene sie ertragen, wenn sie nicht mit Scheuklappen und Gehörschutz draußen rumlaufen wollen? Falsch! Nicht die Betroffenen müssen etwas an sich ändern, sondern die Rassisten. Und sie können noch so gegen rechts sein. Solange sie rassistische Äußerungen machen, sind sie Rassisten. Ob sie das hören wollen oder nicht. Solange sie mit „stimmt, aber …“ antworten, haben sie nichts verstanden. Und zeigen auch keinerlei Bereitwilligkeit, ihre Äußerungen und Einstellungen auch nur zu überdenken. Das Aber negiert das Stimmt völlig. Da könnt ihr das Stimmt auch gleich weglassen. Wenn etwas nur stimmt, wenn es in eure Denkprozesse, die ihr nicht hinterfragen wollt, passt, dann will ich nicht mit euch diskutieren.

Ich habe keine Lust mehr, meinen Namen zu erklären, ihn zu rechtfertigen, ihn zu verteigen. Es ist mein Name. Er ist kein Gegenstand. Und es interessiert niemandem, wem außer mir er gefällt. Oder ob ein anderer besser gefällt. Den Namen hinterfragt man schon nicht, wenn es sich um den handelt, den jemand von seinen Eltern bekommen hat. Aber den, den sich eine Person selbst ausgesucht hat, respektiert man einfach und fertig. Unabhängig davon, ob man die Hintergründe kennt. Die Hintergründe für die Wahl dieses speziellen Namens oder die Hintergründe, warum diese Wahl für die Person überhaupt wichtig ist.

Ich habe keine Lust mehr, mich ständig erneut zu erklären. Zu hören „ich weiß ja auch nicht, wieso …“, obwohl ich die Gründe bereits mehrfach erläutert habe. Ich bin es leid, das Gefühl zu haben, ich hätte mich auch mit der Wand vor mir unterhalten können. Ich bin es leid, auf diese Weise vermittelt zu bekommen, dass meine Entscheidungen, meine Bedürfnisse …, dass ich nicht akzeptiert werde. Ob das nun Absicht ist oder nicht, ist mir dabei herzlich egal.

Ich habe keine Lust mehr, zu sehen, wie Fans die Entscheidung einer Band infrage stellen und sich darüber beschweren, während die Band sie zum Schutz der Fans getroffen hat. Eine Entscheidung, die monatelange Arbeit und Vorfreude über den Haufen wirft. Die das verschobene Live vielleicht nachholen lässt, aber das Konzept dabei dennoch nicht mehr funktioniert, weil dies nur an diesem einen Tag der Fall gewesen wäre. Wie können diese Menschen sich als Fan bezeichnen, wenn sie hinterher die Band angehen. Ich verstehe Frustration auf die Situation. Aber nicht, diese Frustration an der Band auszulassen, die immerhin selbst davon betroffen ist.

Ich habe keine Lust mehr, dass mein Geschlecht übergangen wird. Ich bin keine Frau. Ich habe es schon einmal gesagt, ich möchte nicht weiblich angesprochen werden (womit ich nicht kritisiere, wenn Fehler unterlaufen, es gibt Menschen, die sich umgehend dafür entschuligen und das ist völlig in Ordnung für mich). Mich interessiert nicht, ob Menschen Gewohnheitstiere sind oder nicht. Ich bin auch eines. Aber es hat etwas mit Respekt zu tun, diese Gewohnheiten nur bei den eigenen Belangen auszuleben, aber nicht bei denen anderer Menschen.

Bis denne ☆